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Oyarzabal-Doppelpack - Spanien erteilt Österreich eine Lehrstunde

Sport

Spanien darf weiter vom zweiten Weltmeistertitel nach 2010 träumen. Die Iberer bezwangen Österreich am Donnerstag im Sechzehntelfinale auf beeindruckende Art und Weise mit 3:0 (1:0). Vor über 70.000 Fans im ausverkauften Stadion von Los Angeles ebnete Angreifer Mikel Oyarzabal "La Furia Roja" mit seinem dritten Turniertor (36.) den Weg. Nach dem Seitenwechsel köpfte Pedro Porro das vorentscheidende 2:0 (66.). Kurz vor Ultimo schnürte Oyarzabal den Doppelpack (89.). Keeper Unai Simon hielt seinen Kasten auch im vierten WM-Spiel 2026 sauber. De la Fuente: "Ein wunderbares, fast perfektes Spiel" "Wir hatten eine gute Mentalität, wir waren sehr wach, das hatten wir vorbereitet. Wir haben heute ein wunderbares, fast perfektes Spiel geliefert. Darüber bin ich sehr glücklich", sagte der spanische Nationaltrainer Luis de la Fuente kurz nach Abpfiff. ÖFB-Coach Ralf Rangnick meinte: "Wir sind natürlich enttäuscht, dass unsere Reise hier zu Ende geht. Bis zum 1:0 waren wir absolut im Spiel und hätten die eine oder andere Situation noch ein bisschen mutiger ausspielen können. Insgesamt muss man aber anerkennen, dass wir heute auf einen herausragend guten Gegner getroffen sind." Rangnick bringt drei Neue - Olmo beginnt für Spanien Rangnick brachte im Vergleich zum dramatischen 3:3-Vorrundenremis gegen Algerien drei Neue in die erste Elf. Augsburg-Angreifer Michael Gregoritsch ersetzte Routinier Marko Arnautovic als Zielspieler im Angriff. Weil Philipp Mwene muskulär angeschlagen war, musste Alleskönner Konrad Laimer diesmal nach links hinten. Romano Schmid rückte dafür aus dem Zentrum auf Rechtsaußen. Die entstandene Lücke auf der Zehn schloss Youngster Paul Wanner. Zudem gab es in der Innenverteidigung den positionsgetreuen Wechsel von Kevin Danso für Philipp Lienhart. Bei den Iberern, die sich zuvor durch ein 1:0 gegen Uruguay den Sieg in Gruppe H erkämpft hatten, erhielt Dani Olmo halbrechts auf der Acht anstelle von Mikel Merino die Chance von Beginn an, während Rechtsverteidiger Marcos Llorente von Pedro Porro ersetzt wurde. Spanien dominiert nach Belieben - Gregoritsch fehlen Zentimeter Genau eine Minute dauerte es bis zur ersten Prüfung von Keeper Schlager - tief in der eigenen Hälfte luchste Lamine Yamal dem fahrigen Nicolas Seiwald den Ball ab, initiierte den Konter, an dessen Ende Schlager Yamals 18-Meter-Flachschuss parierte. Allerdings sollte dies nicht die einzige nervöse Einlage der Rot-Weißen in der allzu dominanten spanischen Anfangsphase bleiben. Die Österreicher mussten sich bei Oyarzabal bedanken, dass er unfreiwillig Dani Olmos ansatzlosen Volley blockte, der nach Alex Baenas punktgenauer Flanke ansonsten wohl im rechten Giebel eingeschlagen wäre (8.). Nur kurz darauf köpfte Innenverteidiger Aymeric Laporte Baenas Ecke aus drei Meter vorbei (9.). Doch aus dem Nichts fehlten Gregoritsch nur Zentimeter, um Marcel Sabitzers butterweiche Flanke von halblinks ins lange Eck zu verlängern (18.) - Österreichs erstes offensives Ausrufezeichen. Zwar konnte der Underdog das Geschehen in der Folge zumindest etwas beruhigen - es brauchte unmittelbar nach der Trinkpause aber Stefan Poschs gut gesetzte Risikogrätsche, damit Olmo seine zuvor ansehnliche Tunnel-Pirouette gegen Danso nicht aus Nahdistanz veredelte (29.). Cucurella zurückgepfiffen - Oyarzabal eröffnet Kaum 60 Sekunden später jubelten die Spanier - aber nur kurz, weil vor Marc Cucurellas Abstauber nach Ecke von rechts Pau Cubarsi Torwart Schlager ahndungswürdig im Fünfmeterraumdienst gestört haben soll. Diese Meinung hatte Schiri Glenn Nyberg durchaus exklusiv. Das Team von Trainer Luis de la Fuente störte sich daran nur kurz. Erst patschte Schlager am kurzen Pfosten Yamals Grundlinieversuch reaktionschnell aus der Gefahrenzone, dann verhinderte der 30-Jährige per Glanztat, dass Oyarzabal von halblinks trifft (32./33.). Doch es sollten nur knapp drei weitere Minuten verstreichen, ehe der Angreifer von Real Sociedad die überfällige Führung markierte: Pedri initiierte das Dreieck, Cucurella legte von links ins Zentrum, Oyarzabal schob souverän ein. Mit Ach und Krach kam das Rangnick-Team in der Folge mit nur diesem Gegentor bis zum Halbzeitpfiff. Nachdem sich erneut der augenfällig formaufsteigende Yamal versucht hatte (38.), klatschte in den letzten Momenten des ersten Durchgangs Baenas direkter Freistoß aus fast 25 Metern an den Querbalken – fünf Sekunden später schmiss sich Schlager in Yamals völlig freien Dropkick-Nachschuss (45.+2). Laimer und Co. übersehen Pedro Porro Rangnick reagierte und ersetzte mit Beginn der zweiten Hälfte seine Stamm-Doppelsechs aus Seiwald und Xaver Schlager durch Florian Grillitsch und Carney Chukwuemeka. Die Statik des Geschehens änderte das nur unmerklich. Stattdessen setzte Torschütze Oyarzabal den ersten Warnschuss nach dem Seitenwechsel (49.), fünf Minuten darauf verpasste Kapitän Rodri abgefälscht nur knapp (54.). Erst die Hereinnahme der zwei Türme Arnautovic und Sasa Kalajdzic belebte - zumindest kurzzeitig - das bis dato harmlose Offensivbemühen der Elf aus der Alpenrepublik (60.). Nur Momente darauf köpfte Kalajdzic, Last-Second-Held des Algerien-Spiels, Sabitzers Flanke unweit über den spanischen Kasten. Cucurella findet Oyarzabal Der Hoffnungsschimmer erlosch allzu schnell. Cucurella steckte auf links für den immer wieder antreibenden Baena durch - die anschließende halbhohe Eingabe köpfte der aufgerückte, von ÖFB-Kapitän David Alaba und Laimer regelrecht übersehene Rechtsverteidger Pedro Porro problemlos in die Maschen. Zwar berappelten sich die Österreicher in der Schlussphase noch einmal, mehr als die Annäherungen von Chukwuemeka (79.) und Posch (82.) gelangen ihnen aber nicht mehr. Auf der anderen Seite belohnte sich Yamal abermals nicht mit einem Treffer (85.). Dennoch musste Schlager noch ein drittes Mal hinter sich greifen, als Oyarzabal die punktgenaue Eingabe von Cucurella vollendete. Achtelfinale am Montag gegen Portugal

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