DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,57 Pkt 21:48:23 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +0,99 % 63.896,25 Pkt 05:44:50 Gold -0,53 % 4.053,00 USD 05:49:29 Silber -0,53 % 54,01 USD 05:49:43 Brent -2,56 % 110,97 USD 05:47:29 WTI +1,55 % 101,45 USD 05:49:40 Bitcoin +0,09 % 80.873,63 USD 05:59:40 EUR/USD -0,44 % 1,11250 USD 05:59:42 EUR/GBP -0,10 % 0,83650 GBP 05:59:52 EUR/CHF -0,21 % 0,92290 CHF 05:59:51 EUR/JPY -0,27 % 175,546 JPY 05:59:51

Ozonloch fast weg: Die Klima-Sensation, die keiner mitbekam - „das ist eine Erfolgsgeschichte“

Wissenschaft

Das Ozonloch über der Antarktis ist 2025 so klein gewesen wie selten seit Anfang der 90er Jahre. Es sei das zweite Jahr in Folge, dass sowohl die horizontale Ausdehnung als auch die vertikale Tiefe deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010 lagen, berichtet die Weltwetterorganisation (WMO).

„Das ist eine Erfolgsgeschichte im Umweltschutz“, sagte WMO-Chefin Celeste Saulo zum Welt-Ozon-Tag am Mittwoch. „Seit dem Jahr 2000 erholt sich die Ozonschicht, und wir können davon ausgehen, dass sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig erholen wird.“

„Viele Jahre lang war es frustrierend“

Die WMO führt den Erfolg auf das Montrealer Protokoll von 1987 zurück. Auf dieser Basis wurden schädliche Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) schrittweise verboten. Diese hatten das 1985 erstmals beschriebene Loch über der Antarktis verursacht. Die Substanzen wurden unter anderem in Kühlanlagen und Löschschäumen eingesetzt.

Der Kampf gegen das Ozonloch gilt als Blaupause für den globalen Klimaschutz. Erstmals kooperierten die Staaten der Erde, um eine Lösung für ein globales Umweltproblem zu finden. Neue Forschungsergebnisse wurden ernst genommen und in die politische Entscheidungsfindung integriert, über einen „multilateralen Fonds“ stellten Industriestaaten außerdem Mittel bereit, um anderen Ländern die Abkehr von FCKW-Produkten zu erleichtern.

ANZEIGE

ANZEIGE

„Viele Jahre lang war es frustrierend“, sagte der 2020 verstorbene mexikanische Wissenschaftler Mario Molina im Jahr 1997 dem Fachblatt „Nature“. Molina war Hauptautor einer wegweisenden Studie zur Zerstörung der Ozonschicht aus dem Jahr 1974, im Jahr 1995 erhielt er für seine Arbeit den Nobelpreis für Chemie. „Mit dem Protokoll hat sich die Arbeit aber wirklich gelohnt“, sagte Molina zum Montrealer Protokoll. „Es ist ein wunderbares Beispiel dafür, was die internationale Gemeinschaft leisten kann, wenn sie zusammenarbeitet.“

Ozonstrahlung nimmt in Europa zu

Die Ozonschicht ist wichtig, weil sie Menschen und die Erde vor gefährlichen UV-Strahlen der Sonne schützt. Diese können zum Beispiel Hautkrebs verursachen.

Auch über der Arktis deute der langfristige Trend auf eine Erholung der Ozonschicht hin, sagt Paolo Laj, Leiter des WMO-Programms für atmosphärische Beobachtungen. 2025 seien die Ozonwerte wegen anderer meteorologischer Phänomene über einigen Gebieten der nördlichen Hemisphäre gesunken. Dabei handele es sich aber nicht um ein Loch wie über der Antarktis. Vielmehr gebe es dort vorübergehend eine Art Verdünnungseffekt.

In Teilen Europas habe die UV-Strahlung seit Mitte der 1990er Jahre um bis zu 20 Prozent zugenommen, heißt es in dem jährlichen WMO-Ozonbulletin. Das liege vor allem daran, dass es dort weniger Wolken gebe und die Sonnenscheindauer damit steige. „Angesichts dieser Entwicklung sind gezielte und wirksame Maßnahmen zum UV-Schutz von größter Bedeutung“, heißt es weiter.

+++ Keine Klima-News mehr verpassen – abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal +++

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren