Pakistan: Nirmal Purja und weitere Bergsteiger bei Lawinenunglück gestorben
»Die Welt hat einen der größten Bergsteiger verloren – eine Persönlichkeit, die Millionen von Menschen durch ihren Mut, ihre Bescheidenheit und ihren unerschütterlichen Glauben daran inspirierte, dass das menschliche Potenzial weitaus größer ist, als wir oft glauben«, heißt es in dem Beitrag. Die Lawine erfasste die Expedition am Donnerstag, als die Gruppe in rund 6600 Meter Höhe zum Gipfel des 8047 Meter hohen Broad Peak aufstieg. Nach Angaben von Naila Kiani vom pakistanischen Alpenverein (ACP) deuteten Daten der Ortungsgeräte darauf hin, dass die Bergsteiger mehrere Hundert Meter den Hang hinabgeschleudert wurden. Die Expedition bestand demnach aus sechs Bergsteigern aus Nepal, einem Bergsteiger aus Pakistan, einem Bergsteiger aus China sowie einer Alpinistin aus den USA und einer Bergsteigerin aus Oman. Wegen schwieriger Wetterbedingungen war die Suche am Freitag zeitweise unterbrochen worden. Am Samstag nahmen Höhenträger und Rettungskräfte gemeinsam mit der pakistanischen Armee den Einsatz wieder auf; die Teams hatten die Nacht im Basislager verbracht. Purja, ein nepalesischstämmiger Alpinist mit britischer Staatsangehörigkeit, hatte nach Angaben des ACP die Expedition geleitet. Er machte international Schlagzeilen, nachdem er im Oktober 2019 in Rekordzeit alle 14 Achttausender innerhalb von sieben Monaten bestiegen hatte. Die Netflix-Produktion »14 Gipfel: Nichts ist unmöglich« widmet sich dieser Leistung. Im August 2023 wurde sein Rekord von einer Norwegerin und einem Nepalesen im Team übertroffen. Der Broad Peak ist der zwölfthöchste Berg der Erde und liegt im Karakorum-Gebirge an der Grenze zwischen Pakistan und China. Die Region im hohen Norden Pakistans zieht jährlich viele internationale Bergsteigerexpeditionen an. Vor etwa einem Jahr starb die Bergsteigerin Laura Dahlmeier am Laila Peak in Pakistan. Der SPIEGEL und ein Fernsehteam sind einen Teil der Route nachgegangen. Lesen Sie den Text dazu hier.