Panzerbrigade in Litauen: Pistorius will Soldaten zwangsweise nach Litauen versetzen
Für den vollständigen Aufbau der deutschen Panzerbrigade in Litauen möchte Verteidigungsminister Boris Pistorius nun auch verpflichtende Versetzungen anordnen. Mit Freiwilligen seien aktuell fast 80 Prozent der Stellen in der Panzerbrigade 45 in Litauen besetzt, teilte das Verteidigungsministerium mit.
Laut Ministerium gibt es aber einige »Mangelbereiche« in der Bundeswehr. Es fehle an Logistikern und Fachkräften der Informationstechnik. Bei den Verpflichtungen gehe es um einige Hundert Dienstposten, für die noch niemand gefunden wurde. Die Behörde nannte eine Zahl »im mittleren dreistelligen Bereich« von Soldatinnen und Soldaten, die gegen ihren Willen nach Litauen geschickt werden könnten. »Einsatzbereitschaft geht im Zweifel vor Freiwilligkeit«, hieß es dazu aus dem Ministerium.
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»Das Freiwilligkeitsprinzip bleibt unverändert unsere Handlungsmaxime«, teilte das Ministerium weiter mit. Seit Mai haben sich demnach mehr als 2.500 Soldaten freiwillig gemeldet. In Bereichen mit Personalmangel sollen demnach auch kürzere Abkommandierungen, Rotationsmodelle und dienstliche Kurzzeitaufenthalte geprüft werden.