DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,00 % 52.337,04 Pkt 20:52:33 S&P 500 +0,18 % 7.676,85 Pkt 20:52:34 Nasdaq +0,67 % 26.181,99 Pkt 20:52:32 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold +0,44 % 4.025,40 USD 20:42:32 Silber -0,04 % 53,93 USD 20:42:32 Brent -0,74 % 110,87 USD 20:42:30 WTI -1,30 % 101,93 USD 20:42:25 Bitcoin -0,23 % 79.839,97 USD 20:52:32 EUR/USD -0,33 % 1,11840 USD 20:51:45 EUR/GBP +0,06 % 0,83760 GBP 20:52:34 EUR/CHF +0,55 % 0,92510 CHF 20:52:33 EUR/JPY +0,27 % 176,066 JPY 20:52:34

Papier zu Diagnostik & Therapie

Gesundheit

Kardioinfektiologie

AHA-Update: Diagnostik und Therapie der infektiösen Endokarditis

Die infektiöse Endokarditis bleibt lebensbedrohlich, und die Fallzahlen steigen. Die American Heart Association hat aktuelle Vorschläge zu Diagnostik und Management der Erkrankung veröffentlicht.

Die infektiöse Endokarditis bleibt eine lebensgefährliche Infektion mit hoher Mortalität und langfristigen Risiken für die Überlebenden. Die Inzidenz ist in den vergangenen Jahren gestiegen, die Epidemiologie der Erkrankung hat sich verändert. Der Anstieg der Fallzahlen geht auf intravenösen Drogenkonsum (vor allem in den USA), eine alternde Bevölkerung mit entsprechenden Begleiterkrankungen sowie auf mehr Implantate und bioprothetische Materialien zurück.

Das AHA-Statement: Leitfaden für schwierige Fälle

Die American Heart Association (AHA) hat ein Expertenteam unter Federführung von Prof. Dr. Daniel DeSimone von der Mayo Clinic in Rochester mit einem aktualisierten wissenschaftlichen Statement zur infektiösen Endokarditis beauftragt. Das Papier richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, die mit komplexen Fällen konfrontiert sind, die durch die entsprechenden Leitlinienempfehlungen oft nicht abgedeckt sind. Das Autorenteam formuliert dabei lediglich Vorschläge, formale Empfehlungen enthalten die AHA-Statements seit 2015 nicht mehr. Im Folgenden sind einige wichtige Punkte aus der Publikation aufgeführt.

Ein multidisziplinäres Endokarditis-Team ist das zentrale Element in der Patientenbetreuung. Seine Beteiligung geht mit besseren Behandlungsergebnissen einher. Für die Diagnosestellung gelten die Duke/ISCVID*-Kriterien aus dem Jahr 2023, die moderne molekulardiagnostische und bildgebende Verfahren berücksichtigen. Die Kriterien von 2023 sind sensitiver als die von 2000, bei gleicher oder leicht geringerer Spezifität.

Herz-Bildgebung für zuverlässige Endokarditis-Diagnosen

Bei Verdacht auf infektiöse Endokarditis bleibt die Echokardiografie die Methode der ersten Wahl. Bei Befall von Prothesenklappen und elektronischen Herzimplantaten wird eine transösophageale Echokardiografie (TEE) auch dann durchgeführt, wenn die transthorakale Untersuchung unauffällig ist. Bei Nativklappen richtet sich die TEE nach Vortestwahrscheinlichkeit und Risikofaktoren. Ist die Echokardiografie nicht eindeutig, hilft die Computertomografie weiter. Sie weist vor allem bei Prothesen-Endokarditis paravalvuläre und periprothetische Komplikationen nach.

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