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Papst aktuell: Leo hat Lungenkrebs - Operation „erfolgreich“

Welt

KI-Stimme. Info

Papst Leo hat Lungenkrebs

Bei einer Operation wurde ein Lungenadenokarzinom entfernt

Leo ist nicht als Raucher bekannt, aber: Auch bei Nicht-oder Ex-Rauchern kann Lungenkrebs entstehen

Papst Leo XIV. leidet an Lungenkrebs. Dies teilte das Ärzte-Team der Gemelli-Klinik in Rom nach einer Operation des 71-Jährigen mit. Bei dem Eingriff sei der untere Lappen der rechten Lunge entfernt worden, die anschließende Untersuchung habe bestätigt, dass es sich bei dem Knoten um ein sogenanntes Lungenadenokarzinom handele.

Der Verdacht darauf sei bereits bei den Untersuchungen vor dem Eingriff aufgekommen, hieß es. Dieser sei nun bestätigt worden. Die Operation verlief nach Angaben der Ärzte „erfolgreich und ohne Komplikationen“. Der Papst sei anschließend wie geplant aufgewacht und befinde sich nun in seinem Zimmer.

Über die Größe des Karzinoms wurde zunächst nichts mitgeteilt. Von ihr hängt ab, ob nach dem chirurgischen Eingriff zusätzlich Strahlen- sowie Chemotherapien geboten sind.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass einer der älteren Brüder von Papst Leo ebenfalls in einer Klinik wegen Krebs behandelt wird. Nach Angaben von dessen Ehefrau leide der in Florida lebende Bruder des Kirchenoberhaupts, Louis Prevost, an einem Multiplen Myelom. Beide Brüder würden gerade im Austausch über ihre Erkrankung stehen.

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Papst Leo: Vatikan spricht von „erfolgreicher“ OP

Der Pontifex war am Dienstag in die Gemelli-Klinik gebracht worden. Das Oberhaupt von weltweit rund 1,4 Milliarden Katholiken kam dort im Auto mit Polizeieskorte an. Der 71-Jährige hatte am Sonntag nach dem Angelusgebet erklärt, dass bei einer Routineuntersuchung ein begrenzter Knoten in der Lunge entdeckt worden sei. Dieser sei in einem „sehr frühen Stadium“ und „gut lokalisiert“. Auf Anraten der Ärzte habe er sich zur Entfernung des Knotens für die Operation entschieden.

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Papst hat Lungenkrebs: Das ist ein Lungenadenokarzinom

Ein Lungenadenokarzinom ist ein primär in der Lunge entstandener Tumor, wie die Ärztin Juanita Mora, Sprecherin des Amerikanischen Lungenverbands ALA, erklärt. Er ist bei Leo also der Ausgangspunkt der Krebserkrankung, es handelt sich nicht um Metastasen eines anderen Tumors.

Lungenkrebs wird zudem in zwei Hauptgruppen unterteilt:

die sogenannten nicht-kleinzelligen Karzinome, die häufigste Art von Lungenkrebs

die kleinzelligen Karzinome, die deutlich aggressiver sind und nach Angaben der Amerikanischen Krebsgesellschaft etwa zehn bis 15 Prozent der Lungenkrebserkrankungen ausmachen.

Das Lungenadenokarzinom gehört zur ersten Gruppe und ist die häufigste Form von Lungenkrebs, wie der US-Onkologe David Spigel erklärte, der am Sarah Cannon Research Institute in Nashville zu Lungenkrebs forscht.

Ist Papst Leo Raucher? Auch Nichtraucher oder Ex-Raucher mit Lungenkrebs

Obwohl Rauchen mit Abstand der wichtigste Risikofaktor für Lungenkrebs ist, „betrifft die Mehrzahl der heute diagnostizierten Lungenkrebserkrankungen Menschen, die niemals geraucht oder vor vielen Jahren aufgehört haben“, sagt David Carbone, Direktor des Thoracic Oncology Center der Ohio State University.

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Zu den Faktoren, die die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen, zählen Passivrauchen, Luftverschmutzung, oder berufliche Schadstoffexpositionen. Auch genetische Veränderungen in den Tumorzellen können eine Rolle spielen.

Leo gilt als sportlich, ist nicht als Raucher bekannt und hatte zuletzt keine gesundheitlichen Probleme.

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Papst braucht jetzt Erholung – im eigenen Kliniktrakt

Nach Angaben von Vatikan-Sprecher Matteo Bruni brauche der Papst nach dem Eingriff etwa eine Woche Erholung. Die Gemelli-Klinik hat einen eigenen Trakt für Papst-Aufenthalte. Wegen einer Renovierung wird Leo Medienberichten zufolge aber nicht im Papstzimmer untergebracht. Alle Termine des Papstes wurden bis zum 20. Oktober abgesagt. Zur geplanten Südamerika-Reise vom 6. bis 17. November nach Uruguay, Argentinien und Peru machte der Vatikan bislang keine Angaben.

Auch das Bischofstreffen im Vatikan ist von der Operation betroffen. Die rund 120 Teilnehmer schickten dem Papst am Dienstag eine Grußbotschaft. Darin versicherten sie ihm ihre Nähe und wünschten ihm „rasche Genesung“.

Bislang waren keinerlei gesundheitlichen Probleme des ersten US-Amerikaners an der Spitze der katholischen Kirche bekannt. Leo hält sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. Mit seinen 71 Jahren ist er immer noch ein verhältnismäßig junger Papst. Bei seiner Wahl im Mai vergangenen Jahres wurde gemutmaßt, dass er ein langes Pontifikat vor sich haben werde, möglicherweise mehrere Jahrzehnte lang.

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