Papst lässt sich Lungenknoten entfernen
Ein geplanter Eingriff bringt Papst Leo XIV. vorübergehend ins Krankenhaus. Der Pontifex hatte die bevorstehende Operation selbst öffentlich gemacht und dabei auf den frühen Befund verwiesen. Wie schnell er danach wieder seine Aufgaben wahrnehmen kann, ist noch unklar.
Papst Leo XIV. kommt am Dienstag für eine Operation an der Lunge ins Krankenhaus. Vatikan-Sprecher Matteo Bruni teilte der Nachrichtenagentur AFP am Montag mit, der Papst werde am "Dienstag am späten Vormittag" in der Klinik aufgenommen. Bei dem Eingriff soll dem 71-Jährigen nach Vatikan-Angaben ein Knoten aus der Lunge entfernt werden. Es ist sein erster Krankenhausaufenthalt, seitdem Leo XIV. Papst ist.
Der Eingriff soll den Angaben zufolge im Gemelli-Krankenhaus in Rom erfolgen, das über eine speziell für den Papst eingerichtete Suite verfügt. In dem Krankenhaus am Rande der italienischen Hauptstadt gibt es zudem einen eigens für Aufenthalte von Päpsten vorgesehenen Trakt. Ob Leo XIV. bereits am Dienstag oder erst am Mittwoch operiert wird, gab der Vatikan zunächst nicht bekannt.
Einwöchiger Krankenhausaufenthalt nötig
Leo XIV. hatte am Sonntag nach dem Angelusgebet verkündet, dass er sich "in den kommenden Tagen" operieren lassen werde. Der Knoten sei "in einem sehr frühen Stadium" entdeckt worden und solle auf Anraten der Ärzte entfernt werden, sagte der Papst.
Ein Vatikan-Sprecher erklärte später, dass der Papst danach etwa eine Woche im Krankenhaus bleiben müsse. Lungenknoten, also Verdichtungen des Lungengewebes, sind in den meisten Fällen harmlos, können manchmal aber auch bösartig sein. Sie können unter anderem durch frühere Entzündungen oder Infektionen verursacht werden, aber auch auf gutartige Wucherungen, Lungenkrebs oder Metastasen anderer Tumore zurückgehen. Gewissheit über die Ursache bringt häufig erst eine Gewebeprobe oder die operative Entfernung.
Auswirkungen auf bevorstehende Reise ungewiss
Unklar blieb zunächst, ob der Eingriff Auswirkungen auf die Reisepläne des Papstes haben wird. Für Anfang bis Mitte November ist ein Besuch Leos XIV. in Uruguay, Argentinien und Peru geplant.
In der Gemelli-Klinik war bis kurz vor seinem Tod im April 2025 auch Leos Vorgänger Franziskus behandelt worden. Dem Argentinier fehlte seit jungen Jahren ein Teil der Lunge.
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Leo XIV. wurde im Mai vergangenen Jahres zum Nachfolger des im Alter von 88 Jahren gestorbenen Franziskus zum Papst gewählt. Er ist der erste Pontifex, der aus den USA stammt, und lebte lange Jahre als Missionar und Erzbischof in Peru. Mit seinen 71 Jahren gilt Leo als vergleichsweise jung im Amt des Pontifexes. Er hält sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. Bislang waren keine gesundheitlichen Probleme öffentlich bekannt. (afp/dpa/bearbeitet von amb)