Papst Leo ist krebsfrei - keine weitere Therapie nötig
Gute Nachrichten aus dem Vatikan: Der Lungenkrebs bei Papst Leo XIV. hat nicht gestreut. Das teilten seine Ärzte, Luigi Carbone und Stefano Margaritora, am Mittwochabend auf Basis der endgültigen histologischen Befunde nach seiner Tumor-Operation vom 13. Oktober mit.
Keine weitere Krebstherapie nötig
Zuletzt war unklar, ob der Papst nach dem 90-minütigen Eingriff krebsfrei war. In der jetzt vom Vatikan verbreiteten Mitteilung heißt es: "Die Ergebnisse haben bestätigt, dass es sich um ein Lungenadenokarzinom handelte und dass die Erkrankung lokal begrenzt war." Bei einem Lungenadenokarzinom handelt es sich Experten zufolge um die häufigste Form von Lungenkrebs. Eine weitere Therapie ist aus Sicht der Mediziner nicht nötig.
Experten hatten bereits zuvor erklärt, im besten Fall – wenn der Krebs nicht gestreut hat – sei der Papst nach der OP bereits geheilt und es stehe nur noch etwas Nachsorge an. Auch der Verlust eines Lungenlappens müsse nicht dramatisch sein. Der Verlust eines der fünf Lappen gehe mit etwa 10 bis 20 Prozent Leistungsverlust der Lunge einher, was im Alltag oft kaum auffalle.
Anfang November große Südamerika-Reise geplant
Für den Papst steht in den kommenden Tagen und Wochen ein straffes Terminprogramm an. Insbesondere eine fast zweiwöchige Reise nach Südamerika mit Stationen in Uruguay, Argentinien und Peru Anfang November stand auf der Kippe. Einer seiner behandelnden Ärzte versicherte zuletzt aber schon, aus medizinischer Sicht spreche nichts gegen die Reise. Mit den nun veröffentlichten Ergebnissen dürfte dem Trip nichts mehr im Wege stehen.
Offen ist jedoch, ob angesichts des sportlichen Programms die Reise an den Zustand des Papstes angepasst werden könnte. Nach dem langen Flug von Rom nach Südamerika will Leo auch die peruanische Andenstadt Cusco in 3.400 Metern Höhe besuchen, was manche Ärzte skeptisch sehen. Insbesondere bei Lungenkranken kann ein Besuch in Cusco zu Atemproblemen führen. Einige Besucher klagen auch über die Höhenkrankheit.
Leo ist ein verhältnismäßig junger Papst
Vor eineinhalb Wochen hatte Leo das Angelus-Gebet dazu genutzt, um vor den Gläubigen auf dem Petersplatz überraschend bekannt zu machen, dass bei ihm ein "Knoten in der Lunge" entdeckt worden sei. Mit der Bekanntgabe seiner Erkrankung zeigte Leo eine Offenheit im Umgang mit gesundheitlichen Problemen, wie das für Päpste nicht selbstverständlich ist. Der Vatikan hielt früher den Gesundheitszustand der Päpste streng unter Verschluss.
Mit seinen 71 Jahren ist Leo – mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost – ein verhältnismäßig junger Papst. Bei seiner Wahl vor eineinhalb Jahren gingen viele davon aus, dass der US-Amerikaner die Geschicke der katholischen Kirche für einen langen Zeitraum bestimmen werde. Seither machte er durch eine Enzyklika – ein Lehrschreiben – zum Thema KI auf sich aufmerksam. Weltweit sorgten zudem Kontroversen mit US-Präsident Donald Trump für Schlagzeilen.