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Papst Leo XIV. besucht Lampedusa - "Ort der Hoffnung und der Menschlichkeit"

Welt

Damit tritt Leo XIV. in die Fußstapfen des verstorbenen Papstes Franziskus, der die Notlage von Flüchtlingen zu einer Priorität seines Pontifikats gemacht hatte. Seine erste Reise als Papst führte Franziskus nach Lampedusa, wo er eine »Globalisierung der Gleichgültigkeit« anprangerte. Leo schlug bei seinem Auftritt in dieselbe Kerbe: »Diejenigen, die in diesem Meer ihr Leben verloren haben, sind sowohl Opfer von Entscheidungen, die getroffen wurden, als auch von Entscheidungen, die nicht getroffen wurden«, sagte er mit Blick auf eine fehlgeschlagene paneuropäische Flüchtlingspolitik. Die Insel gilt als »Ground Zero« der europäischen Migration – sie ist der wichtigste Einreiseort für Migranten, die mit Booten aus Libyen oder Tunesien eingeschleust werden. Auf dem gerade mal neun Kilometer langen Eiland spielten sich die großen Dramen der Zuwanderung ab – immer wieder gab es Berichte über Hunderte Tote, darunter viele Kinder. Der Pontifex forderte bei seinem Besuch eine langfristige EU-Strategie für Migration ein. Schutz und Integration müssten Vorrang haben – und die Ursachen von Flucht entschlossener bekämpft werden. Wo bleibt der langfristige strategischen Plan zur Migration? Aufgrund seiner geografischen Lage und seiner institutionellen Struktur sei Europa in der Lage, die Krise in diesem Bereich ganzheitlich anzugehen, sagte das Kirchenoberhaupt am Samstag. Leo XIV. forderte, die Soforthilfe in einen langfristigen strategischen Plan einzubinden, »der Migranten aufnimmt, schützt, fördert und integriert und gleichzeitig auf Entwicklung hinarbeitet, damit niemand zur Auswanderung gezwungen wird«. All dies müsse unter Wahrung der Würde jedes Einzelnen geschehen, so der Papst. Die Verantwortung dafür sieht der Papst nicht allein bei den öffentlichen Institutionen, sondern auch bei der Zivilgesellschaft und der Kirche. Kritik an Massenabschiebungen der Trump-Regierung Bereits im vergangenen Monat hatte er einen Migrations-Hotspot auf den spanischen Kanarischen Inseln aufgesucht. Er prangerte eine Politik an, die Migranten gleichgültig abweise und warnte vor Menschenschmugglern, die Gottes Zorn auf sich zögen, indem sie die Verzweiflung der Flüchtlinge ausnutzen. Leo hat wiederholt betont, wie wichtig es sei, die Würde von Migranten zu wahren, insbesondere angesichts des Massenabschiebungsprogramms der Trump-Regierung in seiner Heimatstadt Chicago. Er richtet sich aber auch an die christlichen Führer Europas.

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