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Papst Leo XIV. sagt Teilnahme am Friedenstreffen in Assisi ab

Welt

Papst Leo XIV. kann am kommenden Dienstag nicht an der Begegnung „Entwaffneter und entwaffnender Friede“ in Assisi teilnehmen. Um seine Genesung nach der Lungenoperation vom 13. Oktober nicht zu gefährden, muss er auf die geplante Reise verzichten. Das teilte der Vatikanische Pressesaal an diesem Freitag mit.

In einer weiteren Mitteilung unter Berufung auf die behandelnden Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora informierte der Vatikanische Pressesaal über den Gesundheitszustand des Papstes. Eine wie geplant durchgeführte Röntgenuntersuchung des Brustkorbs habe den ausgezeichneten Genesungsverlauf nach der Operation bestätigt. Da der Eingriff jedoch erst kurze Zeit zurückliege, hätten die Ärzte aus Vorsichtsgründen von der für den 27. Oktober vorgesehenen Hubschrauberreise abgeraten.

Botschaft an die Teilnehmer

Papst Leo XIV. wird den Teilnehmern der Begegnung „Entwaffneter und entwaffnender Friede“ nun mit einer Botschaft seine Nähe ausdrücken, kündigte der Pressesaal an. Sie richtet sich an die Organisatoren, die Oberhäupter und Vertreter der christlichen Konfessionen und anderer Religionen sowie an die weiteren Gäste.

Der Papst wolle damit seine Verbundenheit zum Ausdruck bringen und die Bedeutung des interreligiösen Dialogs unterstreichen. Er sei überzeugt, dass der „Geist von Assisi“, der „Dialog und die Suche nach Worten und Gesten des Friedens gerade in einer Zeit zahlreicher Konflikte wertvolle Ressourcen“ seien.

40 Jahre Weltgebetstag für den Frieden

Das Treffen in Assisi erinnert an den historischen Weltgebetstag für den Frieden, zu dem Papst Johannes Paul II. am 27. Oktober 1986 Vertreter verschiedener Religionen in die Stadt des heiligen Franziskus eingeladen hatte. Seit 1987 führt die Gemeinschaft Sant’Egidio diese Initiative mit jährlichen internationalen Friedenstreffen in wechselnden Städten fort. Zum 40. Jahrestag kehrt die Begegnung nun nach Assisi zurück.

Im vergangenen Jahr hatte Leo XIV. am internationalen Friedenstreffen „Den Frieden wagen“ teilgenommen, das Sant’Egidio vom 26. bis 28. Oktober 2025 in Rom veranstaltete. Bei der abschließenden Friedenszeremonie am Kolosseum mahnte der Papst: „Die Welt dürstet nach Frieden: Es ist genug mit den Kriegen, mit ihren leidvollen Häufungen von Toten, Zerstörungen und Vertriebenen!“ Krieg sei niemals heilig, "nur der Friede ist heilig, weil er von Gott gewollt ist“.

Assisi-Besuch vor Lungen-OP angekündigt

Die Teilnahme des Papstes an der Abschlussveranstaltung des diesjährigen Friedenstreffens in Assisi war am 6. Oktober bei der Vorstellung des Programms angekündigt worden, also noch vor der Operation am 13. Oktober in der römischen Gemelli-Klinik, bei der ein Adenokarzinom der Lunge entfernt wurde.

Die Art der Erkrankung war durch die endgültigen Ergebnisse der histologischen Untersuchungen und molekularbiologischen Analysen bestätigt worden, über die der Vatikanische Pressesaal am Mittwochabend informiert hatte. Zugleich wurde mitgeteilt, dass nach einer weiteren onkologischen Beurteilung für den Papst „keine zusätzliche Therapie erforderlich“ sei.

Assisi: Hoffnung auf baldigen Besuch von Papst Leo XIV. bleibt bestehen

Nach der Bekanntgabe, dass Papst Leo XIV. am kommenden 27. Oktober nicht nach Assisi reisen kann, hat der Kustos des Sacro Convento, Pater Marco Moroni OFMConv., sein Bedauern über die Absage zum Ausdruck gebracht und zugleich die Verbundenheit der Franziskanergemeinschaft mit dem Papst betont.

„Bis zuletzt haben wir gehofft, dass Papst Leo XIV. nach Assisi kommen könnte, um das Gebet anlässlich des 40. Jahrestages des interreligiösen Treffens im Geist von Assisi zu leiten, das von Johannes Paul II. initiiert wurde“, erklärte Pater Moroni.

Gleichzeitig würdigte er das anhaltende Engagement des Papstes für den Frieden. „Wir sind ihm zutiefst dankbar, denn sein Einsatz für den Frieden geht, wie wir auch während seines Krankenhausaufenthalts und seiner Genesungszeit gesehen haben, unvermindert weiter“, sagte der Franziskaner.

Die Feierlichkeiten zum Jubiläum des historischen Friedenstreffens werden daher auch ohne die Anwesenheit des Papstes stattfinden. „Am Dienstag werden wir deshalb, wenn auch aus der Ferne, in Gemeinschaft mit ihm beten“, so Moroni.

Abschließend äußerte der Kustos die Hoffnung auf einen baldigen Besuch des Pontifex in der Stadt des heiligen Franziskus: „Wir hoffen, dass er schon bald nach Assisi kommen kann, zum Grab des heiligen Franziskus, vielleicht noch vor dem Abschluss des von ihm ausgerufenen franziskanischen Jubiläumsjahres.“

(vatican news - bp/mg)

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