Paragon insolvent: Mehr als 250 Beschäftigte in Suhl betroffen
Wirtschaft
Insolvenz bei Autozulieferer Paragon - Folgen für Suhl noch unklar
Stand: 07.09.2026 17:07 Uhr
Ausbleibende Millionen-Zahlungen eines Investors haben Paragon nach eigenen Angaben in eine neue Krise gestürzt. Auch der Standort Suhl mit mehr als 250 Beschäftigten ist betroffen.
von MDR THÜRINGEN
Der Autozulieferer Paragon mit einem Standort in Suhl hat Insolvenz für drei Gesellschaften der Unternehmensgruppe beantragt. Das Unternehmen teilte mit, dass am Montag beim Amtsgericht Paderborn entsprechende Anträge für die Paragon GmbH & Co. KGaA sowie die Tochtergesellschaften Paragon electronic GmbH und Paragon movasys GmbH eingereicht wurden. Hintergrund seien ausbleibende Zahlungen eines Investors in zweistelliger Millionenhöhe.
Betrieb soll vorerst weiterlaufen
Welche Folgen die Insolvenz für den Standort Suhl und die dortigen Beschäftigten hat, ist bislang unklar. Die Geschäftsführung um Gründer Klaus Dieter Frers hat angekündigt, dass der Geschäftsbetrieb an den Standorten vorerst normal weiterlaufen soll, sobald das Amtsgericht einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt hat.
Paragon entwickelt und produziert unter anderem Elektroniksysteme für die Automobilindustrie sowie Komponenten für Elektromobilität und Batteriesysteme. Neben dem Firmensitz im ostwestfälischen Delbrück unterhält die Unternehmensgruppe mehrere Standorte in Deutschland und im Ausland. Am Standort in Suhl beschäftigt die Paragon GmbH & Co. KGaA über 250 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Nicht das erste Insolvenzverfahren
Es ist nicht die erste Krise. Das Unternehmen stand bereits 2009 vor einer fast identischen Situation. Damals musste das Unternehmen während der weltweiten Finanz- und Automobilkrise schon einmal Planinsolvenz (auch für die damalige Tochter in Suhl) anmelden. Mitte 2010 konnte dieses Verfahren jedoch erfolgreich beendet und das Unternehmen saniert werden.
MDR (gh/sar)