Partei in Not: Mit hunderten Millionen will Elon Musk die US
Elon Musk hat seit Anfang Juli rund 250 Millionen Euro an republikanische Wahlkampforganisationen überwiesen. Das berichtet die „New York Times“. Damit ist Musk der mit Abstand größte bislang bekannte Geldgeber im laufenden US-Zwischenwahlkampf. Zusätzlich soll Musk Geld an Organisationen gegeben haben, die ihre Spender nicht offenlegen müssen. Die öffentlich bekannten Beträge bilden demnach nicht die gesamte Summe ab.
Die Ausgaben verschaffen den Republikanern einen erheblichen finanziellen Vorteil, etwa für die Schaltung von Wahlwerbung. Einen Milliardär, der für die Demokraten annähernd so viel Geld ausgibt wie Musk, gibt es derzeit nicht.
Dennoch sehen die Umfragen für die Demokraten sowohl für den US-Senat als auch für das Repräsentantenhaus rosig aus. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie bei einem normalen Ablauf der Wahlen die Mehrheit in beiden Kammern des US-Parlaments zurückerobern.
Musk investiert vor allem in Texas
Besonders viel Geld fließt nach Texas. Musk lebt in Austin, seine Firmen Tesla und SpaceX sitzen ebenfalls in Texas. Seit 1988 ist dort kein Demokrat mehr als Senator gewählt worden – doch in diesem Jahr stehen die Chancen des jungen, moderaten James Talarico mehr als gut. In diversen Umfragen führt er vor dem republikanischen Amtsinhaber Ken Paxton, der trotz diverser Korruptionsskandale von Trump unterstützt und erneut nominiert wurde.
Paxton hat von Musk diverse Millionen für seinen Wahlkampf erhalten. Davon werden unter anderem Flugblätter finanziert, die Talarico eine „radikale Trans-Agenda“ vorwerfen. Auch werden Wähler telefonisch, per E-Mail und Textnachrichten kontaktiert.
Trotz der gewaltigen Summen tritt Musk aber weniger persönlich in Erscheinung als im Präsidentschafts-Wahlkampf 2024. Eine Auswertung der „New York Times“ zählt in diesem Jahr nur vier direkte Beiträge des Unternehmers auf X zu Kandidaten in umkämpften Rennen. Auch öffentliche Wahlkampfauftritte und Aktionen, bei denen Musk etwa 2024 persönlich Millionenschecks überreichte, sind bislang ausgeblieben.
„Trump ist fest entschlossen, die Zwischenwahlen zu manipulieren“
Doch es gibt Befürchtungen, dass Musk auf verborgenere Weise Einfluss auf die Wahlen nehmen könnte. Hierbei kommen Musks Hauruck-Aktionen mit seiner kurzlebigen „Doge“-Behörde ins Spiel. Kurz nach Trumps Amtsantritt als Präsident sammelte Musk eine große Menge an Daten aus Regierungsbehörden über amerikanische Bürger.