Parteitag in Erfurt: „Großes Fest der Demokratie“ – Göring‑Eckardt ruft zu Anti
Audioplayer wird geladen Anzeige Die aus Thüringen stammende ehemalige Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) ruft zur Teilnahme an den angemeldeten Demonstrationen gegen den AfD-Bundesparteitag am Wochenende auf. Sie sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Erfurt ist eine lebendige, weltoffene Stadt. Die AfD steht all dem entgegen. Erfurt wird mit einem großen Fest der Demokratie in der Stadt antworten. In der ganzen Stadt werden Menschen unterwegs sein, die miteinander reden, diskutieren, die Freiheit feiern. Wir setzen alles daran, dass der Tag in Erfurt friedlich bleibt und rufen dazu auch alle Protestierenden auf.“ Göring-Eckardt kündigte an: „Unser Protest wird laut sein, er wird bunt sein und offen für alle, die sich der AfD und ihrer menschenverachtenden Politik friedlich entgegenstellen wollen.“ Anzeige Lesen Sie auch Weltplus ArtikelProtest gegen AfD-Parteitag Zuvor hatten bereits die Kampagnenorganisation Campact und die Klimaaktivistin Luisa Neubauer verkündet, sich am kommenden Wochenende an den Protesten gegen den Bundesparteitag der AfD in Erfurt beteiligen. In einer gemeinsamen Erklärung kündigten Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz und Neubauer an, an den vom Bündnis „Widersetzen“ organisierten „friedlichen Sitzblockaden“ teilzunehmen, um den Parteitag „so lange wie möglich aufzuhalten“. Auch der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak spricht sich für Blockaden aus. Bei WELT TV sagte er: „Sorgt dafür, dass ein starkes Bild einer wehrhaften, aber eben friedlichen Demokratie entsteht. Und dazu können auch Blockaden zählen.“ Allerdings müssten es nicht zwangsläufig Sitzblockaden sein. „Das geht auch im Stehen. Man kann auch im Stehen ein starkes Signal senden gegen eine Partei, die droht ganz viel von dem zu zerstören, was unser Land stark macht.“ Anzeige Mindestens 35.000 Gegendemonstranten erwartet Der Bundesparteitag der AfD findet am 4. und 5. Juli auf dem Gelände der Erfurter Messe statt. Mehrere zivilgesellschaftliche Bündnisse haben zu Protesten aufgerufen. Das Bündnis „Widersetzen“ plant nach eigenen Angaben Blockaden, um den Parteitag vollständig zu verhindern. Unterstützt wird es von der Linkspartei; auch mehrere Linken-Bundestagsabgeordnete wollen an den Aktionen teilnehmen. Lesen Sie auch Die Sicherheitsbehörden bereiten sich auf eine Großlage vor. Wie WELT AM SONNTAG unter Berufung auf interne Polizeidokumente berichtete, erwarten die Behörden mindestens 35.000 bis 50.000 Gegendemonstranten. Zudem geht die Polizei intern von bis zu 2500 gewaltbereiten oder gewaltsuchenden Linksextremisten aus. nw