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Parthenogenese: Wie Tiere ohne Partner Nachwuchs bekommen

Wissenschaft

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Dass die Tierwelt so manche Überraschung bereithält, weiß inzwischen jeder. Doch wussten Sie auch, dass es einige Tierarten gibt, die ohne Partner trotzdem Nachwuchs bekommen können? Doch wie genau kann das funktionieren? Warum können einige Tiere ohne Partner Babys bekommen? Bei bestimmten Haiarten , Krokodilen, Schlangen , Bienen und vielen weiteren Arten können Jungtiere aus unbefruchteten Eiern entstehen. Dieses Phänomen heißt Parthenogenese, also eingeschlechtliche Fortpflanzung. Dabei entsteht neues Leben ohne Beteiligung eines Männchens, wie PETBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) bereits erklärt. Was lange als biologische Ausnahme galt, wurde inzwischen bei mehr als 80 Tierarten nachgewiesen. So entsteht Nachwuchs ohne Befruchtung Parthenogenese kann auf verschiedene Arten funktionieren. Bei einer Variante wird der Chromosomensatz zunächst wie bei einer normalen Zellteilung halbiert. Danach verschmelzen die Zellkerne jedoch wieder miteinander. So kann sich die Eizelle ohne Befruchtung weiterentwickeln. Bei einer anderen Variante fällt diese Teilung ganz weg. Der vollständige Chromosomensatz bleibt erhalten. Die Nachkommen sind dann praktisch Klone ihrer Mutter. Möglich ist das, weil bestimmte Keimzellen den vollständigen Chromosomensatz weitergeben. Es gibt außerdem Arten, bei denen sich die Tiere trotz des halbierten Chromosomensatzes fortpflanzen können. Fehlendes Erbgut wird dabei durch eine weitere Form der Zellteilung ausgeglichen. Die Nachkommen haben am Ende nur einen halben Chromosomensatz. Lange gingen Forscher davon aus, dass solche Tiere weniger gesund sind und kürzer leben. Besonders häufig bei bedrohten Arten Zu den bekanntesten Beispielen gehören der Schaufelhammerhai und mehrere Rochenarten. Auch bei Krokodilen wurde Parthenogenese inzwischen nachgewiesen. Forscher vermuten, dass diese Form der Fortpflanzung vor allem bedrohten Tierarten helfen könnte. Wenn Populationen sehr klein werden und passende Partner fehlen, können manche Tiere offenbar trotzdem Nachwuchs bekommen. Arten, die fast nur so leben Bei einigen Tieren ist die Parthenogenese sogar der Normalfall. Dazu zählen Jungferngeckos, Marmorkrebse, Kronenschnecken, die Blumentopfschlange und der brasilianische Skorpion Tityus serrulatus. Bei mehreren dieser Arten wurden bislang überhaupt keine Männchen nachgewiesen. Wie manche dieser Tiere trotz ungewöhnlicher Gene dauerhaft erfolgreich Nachwuchs erzeugen, ist weiterhin Gegenstand der Forschung.

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