Partielle Mondfinsternis August 2026: Wann und wo ist sie zu sehen?
Mondfinsternis am Freitag: Wann sie in Norddeutschland zu sehen ist
Stand: 26.08.2026 13:59 Uhr
Erst vor wenigen Wochen war in Norddeutschland eine Sonnenfinsternis zu sehen, am Freitag wird am frühen Morgen auch der Mond verdunkelt. Beides hängt miteinander zusammen.
"Das geht immer Hand in Hand", sagt Julia Lanz-Kröchert vom Planetarium Wolfsburg. In den zwei Wochen vor oder nach einer Sonnenfinsternis kommt es jeweils auch zu einer Mondfinsternis: Dieses Mal ist es am frühen Freitagmorgen so weit, wenn auch nur partiell. Die zeitliche Nähe hängt mit der ähnlichen Konstellation von Sonne, Erde und Mond zusammen. Während bei einer Sonnenfinsternis der Schatten des Mondes auf die Erde fällt, verschattet bei der Mondfinsternis die Erde den Mond - sie steht dann zwischen Mond und Sonne.
Partielle Mondfinsternis von viel größeren Gebieten aus sichtbar
Während eine Sonnenfinsternis meist nur von Aussichtspunkten zu beobachten ist, ist eine Mondfinsternis prinzipiell einfacher am eigenen Wohnort zu sehen. "Wenn der Mond im Erdschatten steht, kann die Mondfinsternis von der gesamten Nachtseite der Erde gesehen werden", erklärt Lanz-Kröchert. "Bei der Sonnenfinsternis ist der Schatten winzig klein - man muss zufällig genau darunter liegen, um sie zu sehen. Man sieht sie halt nicht überall."
Nicht bei jedem Vollmond - was ist eine Mondfinsternis?
Eine Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond geben. Nicht bei jedem Vollmond kommt es auch zu einer Mondfinsternis. Weil die Mondbahn leicht zur Erdbahn geneigt ist, wandert der Mond nicht jedes Mal durch den Erdschatten, sondern wird beim Vorbeiziehen trotzdem noch von der Sonne angestrahlt.
Freie Sicht auf den Mond? Eher schlechte Wetterprognose
Für die Beobachtung ist vor allem ein freier Blick zum westlichen beziehungsweise westsüdwestlichen Horizont wichtig. Doch gerade der könnte vielerorts in im Nordwesten Deutschlands zum Zeitpunkt der Mondfinsternis zwischen 3 Uhr und 6 Uhr am Freitag verdeckt sein, sagt Alexander Fromm vom ARD-Wetterkompetenzzentrum. Von Südwesten her soll ihm zufolge in der Nacht zu Freitag eine Kaltfront aufziehen, die in zuerst in Niedersachsen, Bremen und Hamburg sowie später Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein für Wolken, kräftige Regenschauer und Gewitter sorgen kann. In Ostpommern hingegen seien in der Nacht größere Wolkenlücken möglich, die einen Blick auf den Mond freigeben könnten. Insgesamt, so der Meteorologe, seien die Wetterbedingungen zum Beobachten der Mondfinsternis im gesamten Sendegebiet des NDR nicht gut. Vor allem gegen sechs Uhr, wenn die partielle Mondfinsternis voraussichtlich ihren Höhepunkt erreicht, sei es vermutlich vielerorts im Norden stark bewölkt.
Niedersachsen: Uhrzeiten für die Mondfinsternis 2026
Trotz vielen erwarteten Wolken in Niedersachsen - wo im Bundesland könnte es womöglich freie Sicht auf den Mond geben? Vergleichsweise gute Chancen gibt es laut ARD-Meteorologen Fromm im südlichen und östlichen Niedersachsen. Das Maximum soll die partielle Mondfinsternis zum Beispiel in Hannover gegen 6.12 Uhr erreichen. Der Mond steht dann nur noch etwa zwei Grad über dem Horizont und geht rund 20 Minuten später unter. Bäume, Gebäude oder Hügel können die Sicht deshalb schnell versperren. Das sind die erwarteten Uhrzeiten:
ab 3.23 Uhr: Eintritt in den Halbschatten
gegen 4.33/4.34 Uhr: Kernschatten erreicht den Mond
gegen 6.12/6.13 Uhr: Maximum der partiellen Mondfinsternis
danach: Mond geht während der laufenden Finsternis unter
Hamburg: Wann ist die Mondfinsternis 2026 zu sehen?
Das Planetarium Hamburg erwartet, dass der Mond am Freitag zu 94 Prozent vom Schatten der Erde verdeckt sein wird. Diese Uhrzeiten nennt es für die Hansestadt:
gegen 3.23 Uhr: Finsternis beginnt mit einem Halbschatten.
ab 4.33 Uhr: Der Schatten der Erde beginnt, sich über den Mond zu legen und färbt ihn rötlich.
gegen 6.12 Uhr: Die maximale partielle Mondfinsternis wird erreicht. Sie endet um 6.29 Uhr, wenn der Mond untergeht.
Schleswig-Holstein: Uhrzeiten für die Mondfinsternis 2026
Die Sternwarte Neumünster rechnet damit, dass der Vollmond am Freitag bis zu 93,5 Prozent im Schatten der Erde verschwindet. Es handele sich damit beinahe um eine totale Mondfinsternis. Wer sie beobachten möchte, sollte früh aufstehen. Ab 4.34 Uhr beginnt der Sternwarte zufolge die Schattenwanderung des Mondes. Um 6.13 Uhr ist er dann maximal verfinstert.
Mecklenburg-Vorpommern: Chance auf freie Sicht
Verhältnismäßig wenige Wolken gibt es laut ARD-Meteorologe Alexander Fromm in der Nacht zu Freitag voraussichtlich in einem Gebiet zwischen Rügen, Usedom und Ostvorpommern. Zum Höhepunkt der partiellen Mondfinsternis am frühen Morgen könnte es aber zunehmend bewölkt sein.