DAX -0,07 % 26.372,35 Pkt 15:49:26 MDAX +0,22 % 32.296,49 Pkt 15:49:26 Euro Stoxx 50 +0,44 % 6.562,48 Pkt 15:49:15 Dow Jones +0,35 % 53.977,77 Pkt 16:04:26 S&P 500 +0,97 % 7.803,50 Pkt 16:04:18 Nasdaq +1,41 % 26.818,32 Pkt 16:04:21 Nikkei +1,16 % 68.308,59 Pkt 08:45:03 Gold +0,53 % 4.432,20 USD 15:54:24 Silber -0,69 % 65,11 USD 15:54:24 Brent -2,94 % 86,36 USD 15:54:24 WTI -3,15 % 80,65 USD 15:54:26 Bitcoin +0,36 % 63.631,89 USD 16:04:23 EUR/USD -0,08 % 1,15350 USD 16:04:20 EUR/GBP -0,01 % 0,85430 GBP 16:04:26 EUR/CHF +0,11 % 0,93720 CHF 16:04:25 EUR/JPY -0,08 % 183,702 JPY 16:04:26

Partnersuche: Laubfrösche verlieren bei zu viel Gequake den Überblick

Wissenschaft

Dieser Ausdruck wurde am 13.08.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Zu viel Gequake Froschweibchen sind überfordert bei der Partnerwahl Manchen Laubfröschen geht es laut Forschenden ähnlich wie Singles beim Swipen: Bei zu viel Auswahl scheinen sie den Überblick zu verlieren. Um das zu untersuchen, baute das Team eine Dating-Arena für die Tiere. 13.08.2026, 13.22 Uhr War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! Bezirzen zu viele Froschmännchen am Teich gleichzeitig eine potenzielle Partnerin, ist das Weibchen überfordert mit dem lärmenden Chor und kann sich kaum entscheiden. Dies könne nachhaltig beeinflussen, wie sich die Art weiterentwickle, schreibt ein Forschungsteam der University of Tennessee in Knoxville im Fachjournal »iScience« – denn es erschwere es den Tieren, den bestmöglichen Partner auszuwählen. Das als Entscheidungs-Überlastung (»choice overload«) beschriebene Phänomen sei fast vergleichbar mit Singles, die sich vor lauter Swipen durch die Auswahl in Dating-Apps überfordert, erschöpft und ausgebrannt fühlten. Wer am schönsten quakt, ist der begehrteste Partner Während der Paarungszeit der vorwiegend in Nordamerika heimischen Art Copes Grauer Laubfrosch (Hyla chrysoscelis) umwerben die Männchen die Weibchen üblicherweise, indem sie ihre Kehlen aufblähen und eine Reihe hoher Schwingungen von sich geben. Um das Phänomen zu erforschen, baute das Forschungsteam eine Art Dating-Arena für die Frösche auf: Die weiblichen Frösche wurden einer nach dem anderen in einem zwei Meter breiten Bereich platziert, in dem sowohl Außengeräusche als auch Temperatur kontrolliert wurden. Über Lautsprecher wurden den Weibchen dann aufgezeichnete Originalgesänge von Männchen ihrer Art vorgespielt – und zwar sowohl längere Rufe, die als Geräusche begehrterer Vertreter eingestuft werden, als auch kürzere, sogenannte Ablenkungsrufe. Alles nur Quak? Das Ergebnis: Mussten sich die Weibchen nur zwischen zwei Optionen – einem längeren und einem kürzeren Quaken – entscheiden, hopsten sie in 77 Prozent der Fälle dem längeren Quaken entgegen. Wenn ihnen jedoch nacheinander acht verschiedene Gesänge vorgespielt wurden, entschieden sie sich nur in 25 Prozent der Fälle für das eigentlich begehrte längere Quaken. In manchen Fällen trafen die Weibchen dann sogar gar keine Wahl mehr. »Indem sie ein Männchen mit einem wohlklingenden Ruf wählen, können die Weibchen genetische Vorteile für ihren Nachwuchs erzielen« In einem weiteren Versuch spielten die Forschenden zusätzlich die Rufe anderer Frösche im Hintergrund ab, um einen natürlichen Froschchor nachzubilden. Das beeinflusste die Weibchen jedoch nicht deutlich. Die Tiere hatten also offenbar keine Probleme, die einzelnen Rufe zu hören und zu unterscheiden. Nach Interpretation des Teams lag die Schwierigkeit der Weibchen demnach darin, dass die größere Zahl möglicher Partner die Wahl erschwerte. Auch ein schlechterer Sänger hat manchmal Glück »Die Entscheidungen, die Weibchen treffen, sind biologisch gesehen wichtig«, erklärt die Biologin und Studienautorin Jessie Tanner . »Indem sie ein Männchen mit einem wohlklingenden Ruf wählen, können die Weibchen genetische Vorteile für ihren Nachwuchs erzielen. Aber möglicherweise sind sie nicht immer in der Lage, diese Wahl effektiv zu treffen.« Eigentlich würde man gemäß der Evolutionstheorie annehmen, dass weniger begehrte Froschmännchen mit kürzeren Rufen über die Zeit hinweg aus den Populationen verschwänden. Die mangelnde Entscheidungsfähigkeit der Weibchen könne jedoch dazu beitragen, dass diese Tiere immer wieder eher zufällig als Partner ausgewählt würden und damit genetisch in den Populationen erhalten blieben. alw/dpa

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren