Patrice Aminati: Zeit vor der Trennung "war grausam"
Patrice Aminati lebt mit unheilbarem Hautkrebs. Was die Krankheit mit ihrem Selbstbild gemacht hat und warum sie sich in der schwersten Zeit von ihrem Mann Daniel Aminati entfernte, erzählte sie in einer TV-Produktion.
Patrice Aminati (31) hat in der ZDF-Reihe "Terra Xplore: Im Kopf von ..." offengelegt, wie sehr die Krebsdiagnose ihr Bild von sich selbst beschädigt hat. Und welche Folgen das für ihre Ehe mit "taff"-Moderator Daniel Aminati (53) hatte. "Ich habe mich selber so wahnsinnig gehasst in diesem Moment", sagte sie im Gespräch mit Psychologe Leon Windscheid (37).
Gemeint ist die Zeit, in der die Krankheit ihren Alltag übernahm. "Du bist jemand, der nicht mehr kann, der unfassbar traurig ist, der hilfs- und pflegebedürftig ist", beschrieb sie diesen Zustand. Dagegen stellte sie die Frau, die einst vor den Traualtar trat: "Mein Ex-Mann hat eine junge Frau geheiratet, die Kraft hat, die Bock aufs Leben hat."
Patrice Aminati fand Zuflucht bei Mama und Papa
Aminati ist an schlechten Tagen bis heute auf die Hilfe ihrer Eltern angewiesen. Dort fühlte sie sich auch in den schwersten Monaten am besten aufgehoben. "Ich habe mich da wohler gefühlt bei meinen Eltern, in diesem Nest, geborgen, als mit einem Partner, mit dem man natürlich auch eine Liebesbeziehung hat", erzählte sie.
"Wenn du in diesem desolaten Zustand bist, körperlich und seelisch, ist das nicht schön", fügte sie hinzu. Als Frau habe sie sich damals überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Ihr Urteil über diese Phase fiel kurz aus: "Das war grausam."
Aminati: Trennung war "nicht gegen jemanden"
Viel gemeinsame Zeit ohne die Krankheit blieb dem Paar nicht. Im April 2022 hatten die beiden geheiratet, 2023 kam die Diagnose schwarzen Hautkrebs - der inzwischen palliativ behandelt wird -, sieben Monate nach der Geburt der Tochter. Im vergangenen Jahr wurde die Trennung bekannt. Eine solche Krise zu zweit durchzustehen, nannte Aminati "unfassbar schwer".
Die Trennung sei "eine Entscheidung - nicht gegen jemanden, sondern für mich" gewesen, so Aminati.
Zu Hause fällt das Wort Krebs nie
Ihr größter Wunsch ist, den 18. Geburtstag ihrer Tochter Charly Malika (4) zu erleben. "Ich habe die Verantwortung für dieses Kind. Zumindest, bis sie 18 ist. Und wenn ich auf allen Vieren über diese Ziellinie. Aber ich muss da sein, denn kein Kind darf oder sollte ohne die Mama aufwachsen", sagte sie.
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"Wir sagen das Wort [Krebs] nie", verriet Aminati über den Umgang mit der Vierjährigen. "Ich habe sie noch nicht darüber aufgeklärt, was im Raum steht." Wenn die Mama ausfällt, sind Papa und Opa da. Für Aminati ist das ein tröstlicher Gedanke: "Das Leben geht einfach weiter.
Die Episode ist ab Montag, 2. November, um 10 Uhr im ZDF-Streaming-Portal abrufbar und bleibt dort laut Sender zehn Jahre lang online. (ili/spot) © 1&1 Mail & Media/spot on news