PayPal-Nutzer aufgepasst: Warnung vor dreister „909-Euro-Masche” von Betrügern
Aktuell kursiert eine Fake-Mail im Namen von PayPal, die Empfänger mit einer angeblichen Zahlung über 909,00 Euro unter Druck setzt. In der Nachricht heißt es laut „Watchlist Internet“, der Betrag werde an den Zahlungsanbieter Digistore24 überwiesen. Ziel der Mail ist es offenbar, Betroffene in Panik zu versetzen und sie auf eine gefälschte Internetseite zu locken. 909 Euro abgebucht: So lockt diese Fake-PayPal-Mail in die Falle Die Mail sieht einer echten Abbuchung ähnlich mit der Nachricht „Sie haben 909,00 Euro an Digistore24 GmbH bezahlt“. Wer eine so hohe angebliche Abbuchung liest, soll möglichst schnell reagieren und auf Buttons wie „Zahlungsdetails anzeigen“ oder „Buchung stornieren“ klicken. Genau dort beginnt der eigentliche Betrug. Der Link führt nicht zu PayPal, sondern auf eine Phishing-Seite, auf der Zugangsdaten oder weitere sensible Informationen abgegriffen werden sollen. So lässt sich die Falle erkennen Ein wichtiger Hinweis ist die Internetadresse hinter dem Link. Wer mit der Maus darüberfährt, ohne zu klicken, kann prüfen, ob die Adresse tatsächlich zu paypal.com führt. Ist das nicht der Fall, sollte die Nachricht sofort gelöscht oder in den Spam-Ordner verschoben werden. Wer unsicher ist, sollte PayPal nie über einen Link in der Mail, sondern ausschließlich über die offizielle App oder die bekannte Website öffnen. Nur wenn dort dieselbe Buchung auftaucht, besteht überhaupt Handlungsbedarf. ANZEIGE ANZEIGE BSI warnt: So setzen Phishing-Betrüger ihre Opfer unter Druck Die aktuelle PayPal-Mail folgt einem Muster, vor dem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik seit Langem warnt. Demnach enthält etwa jede dritte unerwünschte E-Mail bereits einen Phishing-Versuch. 62 Prozent der Menschen haben nach eigenen Angaben schon einmal bewusst eine solche Nachricht erhalten. Besonders perfide ist dabei die Tarnung als seriöser Dienstleister: Kriminelle geben sich als Bank, Bezahldienst oder anderer vertrauenswürdiger Anbieter aus und arbeiten entweder mit einer angeblich positiven Nachricht wie einer Rückerstattung oder mit Schockmomenten wie einer hohen Abbuchung. Ziel ist immer dasselbe: Empfänger sollen unter Druck gesetzt werden, auf einen Link klicken und ihre Zugangsdaten oder Bankinformationen preisgeben. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik betont außerdem, dass Phishing längst nicht mehr nur per E-Mail verbreitet wird, sondern auch über SMS, QR-Codes, soziale Netzwerke oder Telefonanrufe. Umso wichtiger ist es, Zahlungs- oder Kontowarnungen niemals direkt aus einer Nachricht heraus zu bearbeiten, sondern immer nur über die offizielle App oder die bekannte Website des jeweiligen Dienstes zu prüfen.