DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

PayPal: Tiefer Fall des einstigen Bezahlpioniers

Technologie

In der amerikanischen Technologiebranche hat Paypal eine prägende Rolle. Nicht nur wegen seiner langjährigen Dominanz im Geschäft mit Bezahldiensten, sondern auch, weil illustre Namen wie Elon Musk und Peter Thiel mit den Anfangsjahren des Unternehmens verbunden sind. Bis heute ist in den USA oft von der „Paypal Mafia“ die Rede. Damit sind Führungsfiguren aus der Gründungszeit gemeint, die sich später auch mit anderen und teils noch viel bekannteren Unternehmen einen Namen machten. Paypal wurde schon nach wenigen Jahren an den Onlinehändler Ebay verkauft und war lange Zeit dessen Vorzeigegeschäft. 2015 wurde der Bezahldienst abgespalten, danach hat er seinen früheren Mutterkonzern lange überstrahlt. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, die dem Onlinehandel und damit verbundenen Bezahldiensten einen kräftigen Schub brachte, konnte sich Paypal über sprunghaftes Wachstum freuen. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Aber seit einigen Jahren kämpft Paypal mit Schwierigkeiten. Das Unternehmen sieht sich verstärkter Konkurrenz gegenüber, etwa von Techkonzernen wie Apple oder dem europäischen Zahlungsdienst Wero. Bislang hat Paypal dagegen kein Rezept gefunden. Im Februar hat das Unternehmen abrupt die Führung ausgewechselt. Der neue Vorstandsvorsitzende Enrique Lores hat eine ernüchternde Bestandsaufnahme abgegeben. Er hat gesagt, Paypal habe jahrelang nicht genug in sein Geschäft investiert und müsse „wieder ein Technologieunternehmen werden“. Inmitten seiner Anstrengungen, Paypal wieder aufzurichten, sieht sich Lores nun einem Übernahmeversuch gegenüber. Der deutlich jüngere, aber derzeit weitaus erfolgreichere Bezahlspezialist Stripe will Paypal zusammen mit dem Finanzinvestor Advent kaufen. Es ist ein gewagtes Manöver, mit dem das bislang vor allem auf Unternehmenskunden spezialisierte Start-up seinen Aktionsradius erheblich ausweiten würde. Die Erfolgsaussichten von Stripe und Advent sind noch schwer einzuschätzen, zumal Paypal sich bislang bedeckt gibt. In jedem Fall unterstreicht das Übernahmeangebot aber, wie anfällig Paypal geworden ist. Der einstige Pionier in der Onlinebezahlung ist tief gefallen.

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