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Pentagon sägt Spitzenmilitärs ab: Elon Musk und „Superintelligenz“ kommen - 170 Generäle müssen gehen

Technologie

Das Pentagon durchlebt derzeit einen Umbruch. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gab kürzlich bekannt, die Stellen für Generäle und Admiräle um 20 Prozent zu kürzen. Laut dem Fachportal „Military.com“ entspricht das rund 170 Positionen. Bereits zuvor hatte er zahlreiche ranghohe Militärvertreter entlassen.

Parallel dazu übernimmt Elon Musk eine neue Beratungsrolle im Pentagon. Hegseth berief den Unternehmer in das neue „Project Meridian“, das sich mit künftigen Kriegen und den dafür nötigen Waffen befassen soll, berichtet die „Washington Post“.

Team um Musk soll „Schlachtfelder der Zukunft“ untersuchen

Musk soll das Gremium gemeinsam mit dem Anduril-Gründer Palmer Luckey und dem früheren republikanischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses Newt Gingrich führen. Hegseth kündigte das Projekt am Mittwoch an.

Die Gruppe soll die „Schlachtfelder der Zukunft“ untersuchen und bestimmen, „welche Waffen und Technologien Kriegsteilnehmer brauchen, um in diesen Umgebungen zu dominieren“. Ein Bericht mit Empfehlungen soll bis Ende Januar vorliegen.

Seine Vorstellungen über moderne Kriegsführung hat Musk seit Jahren öffentlich beschrieben. „Künftige Kriege drehen sich ganz um Drohnen und Hyperschallraketen“, schrieb er 2024.

Musk ist zurück im Regierungsumfeld

Für Musk ist es die erste feste Rolle im Regierungsumfeld seit seinem Ausscheiden bei „Doge“ vor gut einem Jahr. Das sogenannte Department of Government Efficiency sollte verschwenderische Staatsausgaben aufspüren. Musks Tätigkeit endete chaotisch. Er stritt öffentlich mit Präsident Donald Trump über dessen Ausgabengesetz.

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Inzwischen haben sich beide wieder angenähert. Erst am 29. September nahm Musk mit anderen Tech-Managern an einem Treffen im Weißen Haus zur Sicherheit von Künstlicher Intelligenz teil.

Hegseth will Pentagon mit „Superintelligenz“ stärken

Trump und seine gesamte Regierung bezeichnen die Technologie inzwischen nur noch als „Superintelligenz“ (SI). Nachdem Musk bei dem Treffen versehentlich den geläufigen englischen Begriff „AI“ für „Artificial Intelligence“ nutzte, korrigierte er sich schnell und sprach von „SI“.

Hegseth kündigte laut „Air & Space Forces Magazine“ an, eines Jahres ein neues Vier-Sterne-Kommando für autonome Kriegsführung aufbauen, das Drohnen, „Superintelligenz“ und Führungsnetze schneller in alle Teilstreitkräfte bringen soll.

Kritik an Rolle von Musk und Luckey

Die Personalwahl sorgt bei Trump-Kritikern für Zweifel. Musk und Luckey gehören zu den wichtigsten Geldgebern des „Maga“-Lagers. Beide besitzen Unternehmen, die von Aufträgen des US-Verteidigungsministeriums profitieren.

Musk finanzierte Trumps Wahlsieg 2024 mit mehr als 250 Millionen US-Dollar (rund 220 Millionen Euro). Auch vor den Kongresswahlen mischt er weiter mit. Sein America PAC gab laut Bericht 3,4 Millionen US-Dollar (rund 3 Millionen Euro) aus, um den demokratischen Kandidaten Abdul El-Sayed im Senatsrennen in Michigan zu verhindern.

In Texas flossen 6,4 Millionen US-Dollar (rund 5,7 Millionen Euro) gegen den Demokraten James Talarico und 1 Million US-Dollar zugunsten des von Trump unterstützten Ken Paxton.

SpaceX und Anduril mit engen Drähten ins Pentagon

SpaceX gehört seit 2018 zu den wichtigen Auftragnehmern der US-Raumfahrtprogramme. In Trumps Raketenabwehrprojekt „Golden Dome“ spielt das Unternehmen inzwischen eine wichtige Rolle. Das Vorhaben könnte bis zu 1,2 Billionen US-Dollar kosten (etwa 1,07 Billionen Euro).

Auch Luckey ist in Washington längst mehr als nur ein Tech-Unternehmer. Seine Firma Anduril hat bereits bedeutende Staatsaufträge erhalten. Luckey sammelte außerdem Geld für mehrere republikanische Kandidaten. Ein Insider nannte ihn den „Paten der republikanischen Spendenbeschaffung an der Westküste“.

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