Perseiden 2026: In welcher Himmelsrichtung Sie die meisten Sternschnuppen finden
Astronomie-Fans aufgepasst! In diesen Tagen sollen bis zu hundert Meteore stündlich über den Nachthimmel sausen. Wie jedes Jahr im August ziehen die sogenannten Perseiden ihre Bahnen und rufen Sterngucker, Hobbyastronomen und Fotografen auf den Plan. Höchste Zeit also, um sich einen kleinen Vorrat an Wünschen anzulegen – schließlich sollen diese angeblich in Erfüllung gehen, wenn man eine Sternschnuppe sieht. Wir verraten Ihnen, wann genau Sie den Blick gen Himmel richten sollten, in welche Richtung Sie schauen müssen und wie gut oder schlecht die Beobachtungschancen in diesem Jahr stehen. Wo findet man die Perseiden am Nachthimmel? Der scheinbare Ausstrahlungspunkt des Meteorschauers (in der Fachsprache auch als Radiant bezeichnet) ist das Sternbild Perseus, woher sich auch der Name Perseiden ableitet. Die Konstellation ist am Nachthimmel im Nordosten zu finden. Perseus (seines Zeichens griechischer Halbgott, Sohn des Zeus und nebenbei Mörder der Medusa) steht in unmittelbarer Nähe zu den Sternbildern Kassiopeia und Giraffe. Wer mit diesen Konstellationen nur wenig anfangen kann, sollte einen Blick in die nachfolgende Wegbeschreibung werfen: Wann sind die Perseiden am besten zu sehen? Das Maximum der Perseiden wurde in diesem Jahr in der Nacht vom 12. auf den 13. August (also von Mittwoch auf Donnerstag) erwartet. Aber auch in den Tagen danach lassen sich die Perseiden noch bestaunen. Dem Astronomie-Onlinedienst „Star Walk“ zufolge erstreckt sich der gesamte Beobachtungszeitraum vom 17. Juli bis zum 24. August – wobei rund um den Höhepunkt am meisten Meteore zu beobachten sein sollten. Perseiden beobachten: Wie stehen die Chancen 2026? In diesem Jahr stehen die Chancen für Sternschnuppen-Sichtungen besonders gut. 2026 fällt das Maximum der Perseiden zeitgleich mit einem Neumond zusammen. Während noch im vergangenen Jahr der zu 83 Prozent beleuchtete Erdtrabant mit seiner Helligkeit eine Beobachtung störte, beträgt die Mondbeleuchtung in diesem Jahr laut „Star Walk“ null Prozent. Dadurch sollen nicht nur die hellen Meteore, sondern auch schwache Lichtspuren sichtbar sein. Sternschnuppenjäger sollten die günstigen Bedingungen in diesem Jahr also nutzen. Das nächste Mal, dass ein Perseiden-Höhepunkt und ein Neumond auf einen Tag fallen, wird erst im Jahr 2045 wieder der Fall sein. Wie viele Sternschnuppen kann man 2026 sehen? Bei besten Beobachtungsbedingungen kann man rein theoretisch bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sehen, verraten Experten der Stiftung Planetarium Berlin. In der Realität seien es allerdings meistens deutlich weniger. Das liege meist an Faktoren wie einer eingeschränkten Sicht oder an Lichtverschmutzung, die insbesondere in hell erleuchteten Städten immer mehr zunehme. Wo kann man die Perseiden am besten beobachten? Meteorschauer lassen sich am besten in lichtarmen und dunklen Regionen beobachten. Wer möglichst viele Sternschnuppen sichten will, sollte also einen Ort mit wenig künstlicher Beleuchtung aufsuchen. In Städten können Freiflächen, Parks oder Anhöhen mit viel freier Sicht rundherum die Sichtbedingungen verbessern – oder man sucht ländlichere Gegenden auf. Welche Beobachtungsmöglichkeiten es in Berlin gibt, haben wir hier für Sie zusammengestellt. Wie kann man die Perseiden am besten fotografieren? Sternschnuppen haben eine wesenstypische Angewohnheit: Kaum sind sie da, sind sie auch schon wieder weg. Hobbyfotografen haben da oftmals das Nachsehen, denn ehe man seine Kamera gezückt hat, ist das Naturspektakel wieder von der Bildfläche verschwunden. Wir haben Ihnen ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie die Sternschnuppen am besten fotografieren können. 1 Dunklen Ort aufsuchen Sternschnuppen lassen sich am besten an Orten fotografieren, an denen es nur wenig bis gar keine anderen Lichtquellen gibt. 2 Weitwinkelobjektiv nutzen Mithilfe eines Weitwinkelobjektivs lässt sich ein großer Bereich des Himmels abdecken, und das kann gerade bei der Jagd auf Sternschnuppen hilfreich sein. Als Fotograf weiß man vorher nie genau, wo die nächste Sternschnuppe aufblitzt. 3 Stativ nutzen Sowohl für große Kameras als auch für das Fotografieren via Handy gilt: nicht wackeln. Die besten und schärfsten Ergebnisse erreichen Sie, indem Sie ein Stativ und einen Fernauslöser benutzen. 4 Lange Belichtungszeit wählen Wechseln Sie bei Ihrer Kamera in den „Manuellen Modus“ und wählen Sie für die Sternschnuppenjagd eine lange Belichtungszeit aus. Achtung: Wird die Belichtungszeit zu lang eingestellt, dann verwischen die umliegenden Sterne zu unsauberen Lichtspuren. 5 Nicht aufgeben Nun heißt es warten. Als Fotograf weiß man nie, wann die nächste Sternschnuppe auftaucht, daher sollte einfach ein Foto nach dem anderen geschossen werden. Profis empfehlen, auf einen automatischen Intervall-Auslöser zurückzugreifen, falls die Kamera über solch eine Funktion verfügt. Perseiden-Aussprache: Viele machen es falsch Die Frage, wie man „Perseiden“ ausspricht, wird jedes Jahr wieder heiß diskutiert. Laut Duden wird das Wort wie folgt getrennt: Per–se–i–den. Entsprechend der Trennung zwischen „se“ und „i“ wird auch bei der Aussprache eine kurze Pause gemacht. Das „e“ und das „i“ werden also nicht wie ein „ei“ ausgesprochen. In Lautschriftzeichen oder auch IPA (Internationales Phonetisches Alphabet) sieht „Perseiden“ wie folgt aus: [pɛʁzeˈʔiːdn̩]. Der kleine Strich (ˈ) zwischen dem „e“ und dem „ʔ“ dient hier als Betonungszeichen. Er zeigt an, dass die Hauptbetonung des Wortes auf der nachfolgenden Silbe (also auf dem „i“) liegt.