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Perseiden 2026: Wo die Sternschnuppen am 12. August in Bonn zu sehen sind

Wissenschaft

Die Perseiden, ein regelmäßig wiederkehrender Meteorstrom, schenken den Menschen jedes Jahr zwischen Mitte Juli und Ende August zahlreiche Sternschnuppen. Dann fliegt die Erde durch die Staubspur des Kometen „Swift-Tuttle“, dessen Staubpartikel in der Erdatmosphäre verglühen. Bis sie verglüht sind, legen die Kometenpartikel noch einige Kilometer zurück und hinterlassen Leuchtspuren am Himmel, die wir als Sternschnuppen wahrnehmen. Der Komet ist im Übrigen nach den US-Astronomen Lewis Swift und Horace Tuttle benannt, die ihn unabhängig voneinander am 19. Juli 1862 entdeckt hatten. Höhepunkt dieses Himmelsspektakels werden die Nächte vom 11. auf den 12. und vom 12. auf den 13. August sein. Wenn die Sicht klar ist, sind bis zu 30 Sternschnuppen pro Stunde am Nachthimmel zu sehen. Zwar ist die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle, der für das Spektakel verantwortlich ist, seit der letzten Auffrischung im Jahr 1992 schon wieder etwas verblasst (nächster Vorbeiflug des Kometen: 2126). Deshalb treffen auch weniger Meteore auf die Erde als noch in den 1990er und 2000er-Jahren (damals bis zu 100 Himmelsereignisse pro Stunde). Ein weiterer Grund für die geringere Anzahl an Sternschnuppen ist, dass die Erde die dichtesten Gebiete der Staubfahne des Kometen in den meisten Jahren um Dutzende Millionen Kilometer verfehlt. Dennoch bleiben die Perseiden einer der eindrucksvollsten Meteorströme des Jahres. Optimale Sicht auf die Sternschnuppen haben Beobachter in unseren Breiten bei wolkenlosem Himmel von einem dunklen Ort außerhalb der Stadt aus. Der Wetterdienst wetteronline.de empfiehlt, auf das Land zu fahren, um störenden Lichtquellen zu entkommen. Die beste Sicht hätten Beobachter während der dunkelsten Nachtzeit (zwischen 23 Uhr und 4 Uhr morgens) von einer unbewaldeten Bergkuppe aus. Der Mond wird die Sicht auf die Sternschnuppen jedenfalls in diesem Jahr nicht beeinträchtigen, da der 12. August auf eine Neumondnacht fällt. Um den Schwarm der Perseiden zu sehen, sollten Interessierte nach Nordosten schauen. Der Großteil der Sternschnuppen komme dort aus dem Sternbild Perseus und könne zum Teil als sogenannte „Feuerkugeln“ die Helligkeit der Venus erreichen. Zur weiteren Orientierung dient auch das Sternbild Kassiopeia, das sich oberhalb von Perseus befindet. Aber auch ohne diese zielgenaue Ausrichtung kommt man bei klarer Sicht auf seine Kosten: Denn die Sternschnuppen verteilen sich über den gesamten Himmel.

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