Perseiden: Sommer-Sternschnuppen erreichen in der Nacht ihren Höhepunkt
Hochsommer ist Sternschnuppenzeit: Der Meteorregen der Perseiden erreicht in der Nacht auf Donnerstag sein Maximum. Der Strom ist von 23 Uhr bis 4 Uhr morgens am besten zu beobachten, Astronominnen und Astronomen rechnen mit bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde. Neumond und gutes Wetter versprechen in diesem Jahr optimale Bedingungen für den Blick auf den Sternschnuppenregen. Bei Neumond steht der Mond ungefähr zwischen Erde und Sonne und ist von der Erde aus kaum oder gar nicht zu sehen. Das bedeutet, die beleuchtete Seite des Mondes zeigt größtenteils von der Erde weg. Zudem soll der Himmel weitgehend klar sein. Während im äußersten Norden Wolken den Blick auf die Sternschnuppen versperren können, ist der Himmel laut der Wettervorhersage im Rest von Deutschland frei von Wolken. In Wahrheit kommen die Sternschnuppen aber aus der unmittelbaren Erdumgebung. Auf seiner Bahn um die Sonne kreuzt unser Planet alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der 1862 entdeckte Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn um unser Zentralgestirn zurückließ. Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikel aus Kometenstaub mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein – also mit einer Geschwindigkeit von 216.000 Kilometern pro Stunde. In einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden. In Wirklichkeit leuchten nicht die Teilchen selbst, sondern die Luft drumherum. Sonnenfinsternis erwartet Vor dem Sternschnuppenregen wird über Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein. Derlei Ereignisse gebe es zwar immer wieder hierzulande – zuletzt Ende März 2025. »Diese ist aber etwas ganz Besonderes, weil sie bei Sonnenuntergang geschieht und die Sonne teilweise verfinstert untergeht«, erklärte Florin Stroe von der Sternwarte Nordsachsen der Nachrichtenagentur dpa. Laut der Europäischen Raumfahrtorganisation Esa wird sich am 12. August die Sonne über Grönland, Island, dem Norden Spaniens, den Balearen und einem kleinen Teil Nordostportugals komplett verdunkeln. In Teilen Deutschlands werden es immerhin zwischen 84 und 90 Prozent sein. Das Ereignis wird insgesamt fast zwei Stunden dauern. Der Mond schiebt sich in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ab 19.11 Uhr allmählich vor die Sonne. In den Bundesländern weiter südlich beginnt das kosmische Spektakel einige Minuten später, in Bayern etwa um 19.19 Uhr. Der Höhepunkt mit der maximalen Sonnenbedeckung wird etwa eine Stunde später erreicht, wobei es ebenfalls wieder eine leichte Zeitverzögerung in Nord-Süd-Richtung gibt. Das Maximum stellt sich in Kiel und Rostock um 20.07 Uhr ein, in Berlin um 20.09 Uhr, in Dresden um 20.11 Uhr, in Köln um 20.13 Uhr, in München und Stuttgart um 20.16 Uhr und in Freiburg um 20.18 Uhr. Danach gibt der Mond nach und nach wieder die Sonne frei, bis die partielle Finsternis mit dem Sonnenuntergang je nach Standort etwa zwischen 20.30 und 21 Uhr beendet sein wird. Experten warnen davor, direkt in die Sonne zu schauen. Dadurch kann die Netzhaut der Augen geschädigt werden. Hier verrät die Astrophysikerin Carolin Liefke die beste Beobachtungsposition und erklärt, warum es irgendwann keine totale Sonnenfinsternis mehr geben wird.