DAX +1,94 % 26.086,94 Pkt 16:26:02 MDAX +1,12 % 30.837,29 Pkt 16:26:11 Euro Stoxx 50 +0,78 % 6.216,16 Pkt 16:26:00 Dow Jones -0,04 % 52.357,82 Pkt 16:41:11 S&P 500 +0,05 % 7.726,66 Pkt 16:41:11 Nasdaq -0,80 % 26.265,51 Pkt 16:41:09 Nikkei +1,10 % 64.659,47 Pkt 07:45:03 Gold -0,37 % 4.036,70 USD 16:31:08 Silber -1,60 % 52,60 USD 16:31:02 Brent -5,06 % 109,49 USD 16:31:04 WTI -2,51 % 100,20 USD 16:31:08 Bitcoin +0,33 % 81.536,54 USD 16:41:06 EUR/USD +0,33 % 1,11670 USD 16:40:44 EUR/GBP -0,16 % 0,83480 GBP 16:41:12 EUR/CHF +0,04 % 0,92270 CHF 16:41:11 EUR/JPY +0,24 % 176,208 JPY 16:41:12

Personalerin warnt vor Trend im Anschreiben, der die Bewerbung „ruiniert“

Technologie

Startseite

Panorama

Personalerin warnt vor Trend im Anschreiben, der die Bewerbung „ruiniert“

Von: Sophia Sichtermann

Uns auf Google folgen

Wer sein Bewerbungsanschreiben von ChatGPT & Co. schreiben lässt, riskiert eine Absage. Eine Karriere-Expertin erklärt, woran Personaler KI-Texte sofort erkennen.

Hamburg – Künstliche Intelligenz ist heute allgegenwärtig – auf Instagram, WhatsApp und längst auch im Berufsalltag. Viele Bewerber lassen ihr Anschreiben und ihren Lebenslauf von KI-Modellen wie ChatGPT, Claude oder DeepSeek erstellen. Schließlich beherrschen diese nicht nur perfekte Rechtschreibung, sondern treffen auf Wunsch auch einen professionellen Ton.

„KI ist ein super hilfreiches Tool, das wir unbedingt nutzen sollten. Einfach, weil es uns schneller macht, aber auch, weil es eine Kompetenz ist, die in Zukunft wichtig sein wird. Es gibt nur ein paar Dinge, auf die man achten sollte“, sagt Karriereberaterin und ehemalige Personalerin Silke Koppitz gegenüber der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media. Ihr Warnhinweis: „Wenn das Anschreiben wie aus einem Zufallsgenerator wirkt und mit dir als Person wenig zu tun hat, dann verfehlt es seinen Zweck.“

Personaler erkennen KI-Formulierungen im Anschreiben sofort

Im Bewerbungsschreiben gehe es darum, sich zu positionieren und zu zeigen: „Wer bin ich? Was bekommt ihr mit mir? Das habe ich zu bieten!“ Personaler wollten die Persönlichkeit des Bewerbenden erkennen – die Bewerbung sei oft auch die erste Arbeitsprobe. Chatbots könnten den eigenen, menschlichen Stil nicht ersetzen: „Wenn die Unterlagen austauschbar wirken, sticht man nicht aus der Masse der Bewerbungen hervor“, erklärt Koppitz.

Dazu komme, dass der KI-Einsatz in vielen Fällen offensichtlich sei. „Oft erkennt man den Einsatz von KI-Chatbots an typischen Formulierungen“, sagt die Expertin. Viele davon wirkten wie Übersetzungen aus dem Englischen – ein Beispiel sei das Wort „mächtig“. „Man versteht, was gemeint ist, aber so würde man es nicht formulieren. Auch Personaler erkennen solche Formulierungen.“ Auf LinkedIn warnt Koppitz deshalb unmissverständlich: „ChatGPT ruiniert deine Bewerbung.“

So lässt sich KI bei der Jobsuche sinnvoll nutzen

Richtig eingesetzt, könne KI Bewerbenden jedoch echten Mehrwert bieten. „Wenn ich einen neuen Job brauche oder mich beruflich umorientieren möchte, kann ich mit dem Chatbot brainstormen. Zum Beispiel: ‚Schlag mir Übungen vor, mit denen ich Klarheit bekomme‘“, empfiehlt Koppitz bei der Frankfurter Rundschau. Auch bei der Stellensuche helfe das Tool: „Ich arbeite im Bereich XY, welche Jobtitel sollte ich in der Suche verwenden?“ Viele wüssten nicht, welche Suchfilter sinnvoll seien oder welche Stellen zu ihnen passen könnten. „Da hilft das Tool enorm.“

Selbst bei Probeaufgaben könne ein Chatbot unterstützen. „Man kann der KI eine bestimmte Rolle zuweisen, je nach Kontext: ‚Du bist Projektmanager mit 30 Jahren Berufserfahrung und einem IQ von 180. Prüfe meine Annahmen und sag mir, was ich nicht bedacht habe!‘“, schlägt die Expertin vor. Wichtig dabei: „Das Denken darf man auf keinen Fall auslagern.“

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren