Personalnot in den Hamburger Bezirksämtern
Stand: 21.08.2026 07:02 Uhr In Hamburgs Bezirksämtern ist fast jede zehnte Stelle unbesetzt. Laut Antwort des Senats auf eine Anfrage der Fraktion der Linken in der Bürgerschaft sind es 9,2 Prozent der Stellen. Der Antwort des Senats zufolge waren Ende Juni mehr als 740 Stellen in den Bezirksämtern nicht vergeben. Manche Bereiche sind besonders betroffen: So war im Bürgerservice im Bezirk Hamburg-Nord fast jede dritte Stelle nicht besetzt. Auch der Krankenstand ist bei den Bezirksämtern zum Teil sehr hoch. Spitzenreiter ist die Abteilung Grundsicherung im Bezirksamt Hamburg-Mitte - dort waren in der ersten Jahreshälfte durchschnittlich rund 18 Prozent der Mitarbeiter krankgemeldet. In der Gesamtbevölkerung waren es laut der Krankenkasse DAK nur fünf Prozent. Die Linke fordert bessere Entlohnung Die Linke meint, der Krankenstand sei auch deswegen so hoch, weil die Personalnot die Beschäftigten unter Druck setze. Der Senat müsse die Arbeit in den Ämtern deutlich besser entlohnen. Dann gebe es auch mehr Bewerberinnen und Bewerber. Der Senat hält dagegen. Man habe bereits mehr Personal eingestellt und wolle das auch weiter tun. Mit einer Zulage soll die Arbeit in den Bezirksämtern außerdem attraktiver gemacht werden.