Peter Thiel: Milliardär steigt bei Argentiniens größtem Öl-Exporteur ein
Der Milliardär baut seine Verbindungen nach Argentinien aus: Neben einer Immobilie in Buenos Aires hält Thiel nun auch einen Anteil an Vista Energy – der vom Fracking unter Milei profitiert. Peter Thiel: Der US-Milliardär investiert in Argentinien. Foto: Bloomberg Buenos Aires. Peter Thiels Hedgefonds hat eine bedeutende Beteiligung an Vista Energy SAB aufgebaut, dem größten Öl-Exporteur Argentiniens. Damit vertieft der US-Tech-Milliardär seine Beziehungen zu dem südamerikanischen Land, nachdem er zuletzt bereits mit dem Kauf einer Villa in Buenos Aires für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hielt Thiel Macro zum Ende des zweiten Quartals knapp 1,2 Millionen Vista-Aktien. Der Wert der Beteiligung lag zum Stichtag 30. Juni bei rund 76 Millionen Dollar. Größer ist im Portfolio des Fonds demnach nur die Position in Amazon. Vista ist zugleich das einzige Nicht-US-Unternehmen unter den ausgewiesenen Beteiligungen. Thiel war in diesem Jahr mehrfach in Argentinien unterwegs. In Buenos Aires wurde er sogar in einem Schachklub im Viertel gesichtet. Das nährt Spekulationen, ob sein Engagement im Land über private Interessen und Finanzanlagen hinausreichen könnte. Bereits im April traf sich Thiel mit Präsident Javier Milei. Beide gelten als ideologisch nahestehend und vertreten libertäre Positionen. Milei treibt in Argentinien derzeit einen radikalen marktwirtschaftlichen Umbau voran, nachdem die Wirtschaft über rund zwei Jahrzehnte stark reguliert war. Nach Angaben des Präsidenten erkundigte sich Thiel bei dem Treffen unter anderem nach den Aussichten auf eine dauerhafte Fortsetzung der Reformen sowie nach Vermögenssteuern. Eine Stellungnahme von Thiels Sprecher lag zunächst nicht vor. Milei treibt Fracking voran Vista wurde 2017 von Miguel Galuccio gegründet. Schon als Manager eines staatlichen Ölkonzerns hatte er das Fracking in der argentinischen Schieferformation „Vaca Muerta“ vorangetrieben und war dafür von Umweltschützern kritisiert worden. Inzwischen ist Vista zum größten Öl-Exporteur des Landes aufgestiegen. Das Unternehmen fördert nach eigenen Angaben umgerechnet rund 160.000 Barrel Öl und Gas pro Tag, davon gehen etwa 70 Prozent in den Export. Nach Zukäufen in diesem und im vergangenen Jahr will Vista seine Produktion weiter steigern. Das Vaca-Muerta-Gebiet entwickelt sich zunehmend zum Wachstumsmotor der argentinischen Wirtschaft und soll sich der Fördermenge von einer Million Barrel pro Tag nähern. Staatsfinanzen Shutdown statt Defizit: Milei will Argentiniens Politik an harte Fiskalregeln ketten Verwandte Themen ArgentinienChevronErdgasHedgefonds Unter Milei haben sich die internationalen Kapitalmärkte für Bohrunternehmen und Pipelinebetreiber wieder geöffnet. Das beschleunigt den Ausbau der Infrastruktur, darunter die Schieferöl-Pipeline samt Exporthafen VMOS, an der Vista beteiligt ist. Das Projekt soll im kommenden Jahr fertig werden und Argentinien deutlich größere Rohölexporte auf den Weltmarkt ermöglichen. Auch andere US-Investoren positionieren sich bereits: Chevron baut seine Präsenz in der patagonischen Schieferregion aus, und auch der Ölunternehmer Harold Hamm steigt dort ein. Mehr: Von Florida nach Buenos Aires: Was will Peter Thiel in Argentinien? Bloo, bay Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt