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Petition für mehr Transparenz im Bremer Mathe

Wissenschaft

Zusammengefasst Mats Oehmke, Abiturient an der Oberschule an der Ronzelenstraße, fordert mit einer Petition faire Bewertung und mehr Transparenz beim diesjährigen Mathematikabitur. Kritisiert werden unter anderem der Aufbau, die Punkteverteilung und die Komplexität der Prüfungen, gestützt durch Einschätzungen von Lehrkräften und 469 Unterzeichner auf Change.org. Die Bildungsbehörde weist die Vorwürfe zurück; Senator Rackles hat bis zum 29. Juli Zeit für eine Stellungnahme, danach entscheidet der Petitionsausschuss über das weitere Verfahren. Unser Artikel wurde mit KI für Sie zusammengefasst. → Mehr Infos Mehr anzeigen Weniger anzeigen Mit einer Petition fordert der Bremer Mats Oehmke, der gerade sein Abitur an der Oberschule an der Ronzelenstraße absolviert hat, mehr Transparenz und eine faire Bewertung im diesjährigen Mathematikabitur. Im Mittelpunkt seiner Kritik steht vor allem, dass die Punkteverteilung in der diesjährigen Prüfung nach seiner Einschätzung deutlich anders ausgefallen sei als in den Vorjahren. Oehmke hat diese nach eigener Aussage mit den auf dem Bremer Portal veröffentlichten Abiklausuren aus den Grundkursen früherer Jahre verglichen. Nach seiner Darstellung sind die diesjährigen Prüfungen im Grund- und Leistungskurs zudem deutlich schwerer gewesen als bisher. Dabei geht es aus seiner Sicht nicht nur um einzelne schwierige Aufgaben, sondern um die grundsätzliche Komplexität, den hohen Zeitaufwand, ungewohnte Aufgabenformate und die mangelnde Vergleichbarkeit mit früheren Abiturklausuren. "Wir haben viel mit Altklausuren geübt", erzählt Oehmke, "auch mit Aufgaben aus dem Schuljahr 2022/2023." Die Komplexität sei "nicht annähernd vergleichbar", hätten seine Mitschüler und er befunden. Änderungen am Bewertungssystem Seine Kritik richtet sich dabei ausdrücklich nicht nur gegen die Schwierigkeit einzelner Aufgaben, sondern auch gegen deren Aufbau. Gerade die andere Gewichtung und Verteilung der Punkte habe aus seiner Sicht dazu beigetragen, dass die diesjährige Klausur nicht denselben Maßstäben entsprochen habe denen in den Vorjahren. "Allein aus meinem Kurs hatten sieben Mitschüler null Punkte", sagt der 18-Jährige. Er selbst sei zwar durchgekommen, die betroffenen Mitschüler auch spätestens im zweiten Anlauf. Dennoch will er an seiner Petition festhalten. "Denn an anderen Schulen sind ja auch Leute durchgefallen", sagt er. Politisches Engagement ist für ihn nach eigenen Angaben nichts Ungewöhnliches: Er ist in der Grünen Jugend aktiv und war an seiner Schule auch als Klassen- und Schülersprecher bekannt. Oehmke findet Mitstreiter Die Petition beruft sich zudem auf Einschätzungen von Lehrkräften, die sich über Umfang, Anspruch und Formulierungen der Aufgaben überrascht gezeigt hätten. Nach Oehmkes Ansicht ist das ein Hinweis darauf, dass die Prüfungen die erwartbaren Anforderungen überschritten haben könnten. Auf der Plattform Change.org unterstützen mittlerweile 469 verifizierte Unterzeichner diese Auffassung, im Petitionssystem der Bremischen Bürgerschaft sind es 114. Die Forderungen der Unterzeichner sind klar: eine transparente Stellungnahme der Bildungsbehörde, eine Überprüfung der Vergleichbarkeit mit früheren Jahrgängen sowie die Berücksichtigung des erhöhten Schwierigkeitsgrades bei Korrektur und Notengebung. Falls nötig, sollte es auch einen Notenausgleich geben. "Mein Ziel ist es nicht, das Abitur abzuwerten, sondern faire und nachvollziehbare Prüfungsbedingungen sicherzustellen", betont Oehmke. Nur wenige Rückmeldungen Die Bildungsbehörde weist die Vorwürfe zurück. Laut einer Stellungnahme von Torsten Klieme, Staatsrat bei Bildungssenator Mark Rackles, ist die Einschätzung des Petenten unbegründet. Auch die Aussage, dass mehrere Lehrkräfte ihr Unverständnis geäußert hätten, sei nicht nachvollziehbar. Am Prüfungstag sowie in den darauffolgenden Tagen seien nur "marginale Rückmeldungen durch die Lehrkräfte oder Schulleitungen" erfolgt. Als "bewährtes Qualitätsinstrument" bezeichnet Klieme zudem die Hotline, über die am Prüfungstag Feedback eingehe. Zum Mathe-Abi habe es in diesem Jahr "keine besonderen Rückmeldungen" gegeben. Nach Oehmkes Schilderung habe es allerdings bereits vor Prüfungsbeginn Auffälligkeiten gegeben. Zwei Stunden vor Beginn seien in Absprache mit dem Bildungsressort und anderen Schulen vier Änderungen an den Aufgaben notwendig gewesen. "Das mussten wir Schüler dann handschriftlich auf dem Klausurzettel anpassen", erklärt der Abiturient. Bildungsbehörde erklärt die Änderungen Patricia Brandt, Sprecherin des Bildungsressorts, weist diese Kritik zurück. Es habe "keine grundsätzlichen inhaltlichen Beanstandungen der Aufgaben" gegeben. Teilweise seien allerdings Formulierungen verwendet worden, die für Schülerinnen und Schüler weiterer Erläuterung bedurft hätten, da Lehrkräfte womöglich andere Bezeichnungen nutzten. In solchen Fällen könnten die Schulen in Absprache mit der Behörde Worterklärungen geben und dies im Prüfungsprotokoll vermerken. Die Prüfungsaufgaben seien an den Bremer Bildungsplan Mathematik und an die Schwerpunktthemen des Fachs angepasst, heißt es von Staatsrat Klieme. Das gelte auch bei der Übernahme länderübergreifender Aufgaben. Die Arbeitsanweisungen seien als Operatoren bundesweit standardisiert und seit Jahren im Gebrauch. Deshalb entspreche das diesjährige Abitur den Anforderungen der vergangenen Jahre; eine Anpassung der Noten oder ein Ausgleich seien aus Sicht der Behörde nicht angemessen. Wie es nun weitergeht Überzeugt hat diese Antwort Oehmke nicht. In seiner Erwiderung auf die Antwort Kliemes betont er noch einmal, dass seine Kritik sich ausdrücklich nicht auf die verwendeten Operatoren beziehe, sondern auf den Aufbau und die Punkteverteilung einzelner Aufgaben. "Ein Verfahren allein dadurch zu rechtfertigen, dass es bereits lange besteht, ersetzt keine inhaltliche Auseinandersetzung mit den vorgebrachten Kritikpunkten", moniert der Petent. Senator Rackles hat nun bis zum 29. Juli Zeit, um auf Oehmkes Stellungnahme zu reagieren, informiert Sabine Saupe-Smith vom zuständigen Referat der Bürgerschaft. Dann entscheidet der Vorsitzende des Petitionsausschusses, Claas Rohmeyer (CDU), ob diese Petition auf die Tagesordnung kommt. Welche Konsequenzen hat das Niedersächsische Kultusministerium nach der Kritik am Mathematik-Abitur für die Zukunft angekündigt? Das Kultusministerium Niedersachsen hat angekündigt, den Prüflingen im kommenden Jahr eine halbe Stunde mehr Zeit bei der Mathematik-Abiturprüfung zu geben und den Umfang der erwarteten Leistungen zu reduzieren. Quellen Mathe-Abi zu schwierig Schulleiter rechnet mit deutlich mehr Nachprüfungen Das hat es in Niedersachsen noch nicht gegeben. Nach Kritik an den Abiturprüfungen im Fach Mathe hat das Kultusministerium den Fall geprüft und die Ergebnisse neu bewertet. Wie bewerten Lehrer und Schulleiter aus der Region die Entscheidung des Ministeriums, die Mathematik-Noten nachträglich anzuheben? Lehrer und Schulleiter wie Denis Ugurcu, Sandra Pohl und Silke Oetjen äußern Verständnis für die Anpassung und begrüßen die nachträgliche Anhebung der Noten nach den schwierigen Mathematik-Prüfungen. Quellen Mathe-Abi zu schwierig Schulleiter rechnet mit deutlich mehr Nachprüfungen Das hat es in Niedersachsen noch nicht gegeben. Nach Kritik an den Abiturprüfungen im Fach Mathe hat das Kultusministerium den Fall geprüft und die Ergebnisse neu bewertet. Wie wird die nachträgliche Notenanpassung beim Mathematik-Abitur in anderen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern beurteilt? In Mecklenburg-Vorpommern stößt die nachträgliche Notenanpassung auf Kritik des Deutschen Lehrerverbandes und von Wirtschaftsvertretern, da dadurch die bundesweite Vergleichbarkeit der Noten verzerrt werde. Quellen Bildung Lehrerverband rügt Hochwertung von mecklenburgischem Abi Ein zusätzlicher Notenpunkt in Mathe für den Abiturjahrgang in Mecklenburg-Vorpommern sorgt für Kritik. Rechtfertigen Corona-Beschränkungen und Zeitmangel die nachträgliche Anpassung? Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt. → Mehr Infos Zur Startseite

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