Petition zur Beibehaltung der Bitcoin-Haltefrist ist online!
Seitdem Finanzminister Lars Klingbeil Ende April die Eckwerte für den Haushalt 2027 vorgestellt hatte, ist bekannt, dass sich die Besteuerung von Kryptowährungen in Deutschland ändern soll. Konkreter wurde es mit dem Haushaltsentwurf von Anfang Juli dieses Jahres. Laut diesem sollen Gewinne mit Bitcoin und Co. künftig den Kapitaleinkünften zugeordnet werden. Das würde bedeuten, dass die steuerfreie Haltefrist entfällt und immer Kapitalertragsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer greifen würde. Die Bundestagspetition „Erhalt der steuerlichen Haltefrist für private Veräußerungsgeschäfte mit Kryptowerten“, die Ende Mai eingereicht wurde, möchte dies verhindern. Hinter der Initiative steht ein Team, das sich unter anderem aus Vertretern des Bitcoin Bundesverbands zusammensetzt. Die bekannte Bitcoinerin Nicole Nowak brachte den Stein Ende April bereits ins Rollen. Die offizielle Begründung für die Petition lautet: Eine Änderung oder Abschaffung der Haltefrist oder der bisherigen steuerlichen Einordnung würde zu erheblicher Rechtsunsicherheit führen, notwendige private Vermögensbildung und eigenverantwortliche Vorsorge deutlich erschweren und Deutschland im internationalen Wettbewerb benachteiligen. Es wird verlangt, Kryptowährungen wie Bitcoin weiterhin als „andere Wirtschaftsgüter“ zu klassifizieren. Zu dieser Kategorie gehören auch Fremdwährungen, Gold und Sammlergegenstände, bei denen die Gewinne ebenfalls nach mindestens 365 Tagen Haltedauer steuerfrei realisiert werden können. Eine Antwort auf die Frage, wieso mit dieser Systematik gebrochen werden sollte, lieferte das Bundesfinanzministerium bislang noch nicht. Es scheint einzig und allein darum zu gehen, mehr Steuern einzunehmen, wobei dies als Begründung für eine Regeländerung unzureichend sein dürfte. Die Bundestagspetition ist jetzt online und kann ab sofort unterzeichnet werden. 30.000 Unterschriften werden bis zum 15. September 2026 für das Quorum benötigt. Damit sollte es eine öffentliche Beratung im Petitionsausschuss geben, bei der auch der Petent angehört wird. Für die Unterzeichnung muss man sich bei der E-Petition-Plattform des Deutschen Bundestags mit seinen richtigen Daten – inklusive E-Mail, Name und Adresse – anmelden. Es gibt stichprobenartige Prüfungen. Ebenso kann ein Pseudonym genutzt werden und es lässt sich auswählen, öffentlich nur mit der Mitzeichnernummer geführt zu werden. Für eine Unterzeichnung ist es nicht erforderlich, deutscher Staatsbürger zu sein. Bitcoin-Enthusiasten aus Österreich oder der Schweiz sind also herzlich eingeladen, sich anzuschließen. Je mehr Unterschriften gesammelt werden können, desto größer ist der Druck auf die Regierung. Zudem lässt sich damit demonstrieren, wie viele Menschen etwas gegen Klingbeils Pläne haben. Damit das Mindestziel der 30.000 Unterschriften möglichst schnell erreicht werden kann, sollten auch Freunde und Familie mobilisiert werden, denen etwas an Rechtssicherheit und Bitcoin liegt. Der Vorgang dauert weniger als 2 Minuten. Das Blocktrainer-Team liefert sachliche und fundierte Aufklärungsarbeit rund um die Themen Bitcoin und Wirtschaft. Durch den integren und pflichtbewussten Ansatz hat sich Blocktrainer einen Namen in der deutschsprachigen Bitcoin- und Finanzszene gemacht. Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, sondern ein reines Bildungs- und Informationsangebot dar. Die Artikel und Seiten auf blocktrainer.de können Partner-Links enthalten. Diese dienen sowohl der weiterführenden Information als auch der Finanzierung unserer Webseite.