Pflege: Gutverdienern drohen steigende Beiträge in der Pflegeversicherung
Berlin. Die Pflegeversicherung rutscht immer tiefer ins Minus. Schon im Oktober könnte ihr das Geld ausgehen. Stopfen sollen die Finanzlöcher unter anderem Gutverdiener. Denn was vielen Versicherten bislang nicht klar sein dürfte: Die Einkommensgrenze, bis zu der Pflegebeiträge fällig werden, soll nach Plänen der Bundesregierung im kommenden Jahr außerordentlich stark steigen.
Nach Berechnungen des Verbandes der privaten Krankenversicherungen (PKV) könnte die Einkommensgrenze von derzeit 5812,50 Euro auf einen Schlag auf knapp 6950 Euro im Monat steigen. Für Gutverdiener würden damit auf mehr als 1100 Euro zusätzliches Monatseinkommen Pflegebeiträge fällig.
Die Bundesregierung nennt bislang keine konkreten Werte, weil die Reform noch nicht final abgestimmt ist und die reguläre Anpassung an die Lohnentwicklung für das kommende Jahr noch aussteht. Die PKV rechnet beispielhaft mit einem Anstieg von drei Prozent.
Und ein solcher Anstieg würde sich unmittelbar auf dem Gehaltszettel bemerkbar machen: Für einen Selbstständigen mit einem Kind und einem Beitragssatz von 3,6 Prozent würde der maximale Pflegebeitrag nach Berechnungen des PKV-Verbands von derzeit 209,25 Euro auf 249,97 Euro im Monat steigen.