DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,04 % 64.285,40 USD 08:14:37 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Pflegeheime: Eigenanteil für Pflege im Heim erneut gestiegen

Nation

Bewohnerinnen und Bewohner haben dieses Jahr mehr für ihren Aufenthalt im Pflegeheim zahlen müssen. Laut einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (VDEK) mussten Pflegebedürftige nach Stand vom 1. Juli im ersten Aufenthaltsjahr im Heim durchschnittlich 3.364 Euro monatlich selbst bezahlen. Dies seien 256 Euro mehr pro Monat als ein Jahr zuvor. »Die Pflegekosten steigen ungebremst, und bei einer Teilleistungsversicherung wie der Pflegeversicherung geht das zulasten der Betroffenen«, sagte die VDEK-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner. Eine Ursache seien die hohen Steigerungen bei den Personalkosten. So seien die Gehälter von Pflegekräften in den vergangenen Jahren stark gestiegen und lägen im Branchenvergleich nunmehr über dem Durchschnitt. Die Heimkosten setzen sich zusammen aus dem Eigenanteil für die pflegerische Versorgung und die Ausbildungskosten der Pflegekräfte, den Investitionskosten für die Pflegeeinrichtung und den Kosten für Verpflegung und Unterkunft. Der Eigenanteil hat im vergangenen Jahr laut VDEK-Daten um mehr als zwölf Prozent von 1.583 Euro auf 1.775 Euro zugelegt. Reform von Nina Warken sieht noch höhere Eigenanteile vor »Es gab Nachholbedarf, und es ist richtig, dass Pflegekräfte gut bezahlt werden«, sagte Elsner. »Doch es kann nicht sein, dass das zu immer stärkeren Belastungen der Pflegebedürftigen führt.« Die geplante Pflegereform müsse daher »eine faire Lastenteilung« erreichen. Der VDEK verlangte zudem, dass die Kosten der Ausbildung des Fachpersonals sowie Investitionskosten für Bau oder Instandhaltung der Gebäude von den Ländern getragen werden. Die bisherigen Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sehen indes vor, Pflegebedürftige noch stärker zu belasten. Warken plant unter anderem, den Anstieg des Zuschusses der Pflegeversicherung bei längeren Heimaufenthalten zeitlich zu strecken. Deutliche Kostenunterschiede sind nach wie vor zwischen den Bundesländern zu sehen. So ist die Eigenbeteiligung für Pflegebedürftige in Heimen in Sachsen-Anhalt aktuell mit durchschnittlich 2.891 Euro monatlich im ersten Aufenthaltsjahr am niedrigsten und in Bremen mit durchschnittlich 3.761 Euro am höchsten.

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