Pflegereform: Anke Rehlinger will Eigenanteil bei Kosten für Pflegeheim deckeln
Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger hat sich dafür ausgesprochen, den Eigenanteil an den Kosten für einen Platz im Pflegeheim zu deckeln. »Reformen müssen das Leben von Menschen verbessern«, sagte die SPD-Politikerin der Funke Mediengruppe. »Wir sollten mit der Pflegereform die Kosten für die stationäre Pflege für die Betroffenen begrenzen.«
Rehlinger warb dafür, den Eigenanteil für Pflegebedürftige bei 1.500 Euro zu deckeln. Das sei innerhalb des Versicherungssystems finanzierbar und entlaste Pflegebedürftige sowie ihre Angehörigen deutlich. »Das wäre ein Punkt, mit dem man auch offensiv werben kann für ein Gesamtpaket«, sagte Rehlinger.
Eine Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen hatte zuletzt ergeben, dass Stand 1. Juli im ersten Jahr im Heim im bundesweiten Schnitt 3.364 Euro im Monat aus eigener Tasche gezahlt werden mussten. Das sind monatlich 119 Euro mehr als zu Jahresbeginn und 256 Euro mehr als zum 1. Juli 2025.
Koalition arbeitet an Reform
Die schwarz-rote Koalition auf Bundesebene arbeitet an einer Reform der Pflegeversicherung. Anders als etwa die Krankenversicherung trägt diese jedoch nur einen Teil der Kosten. Pflegebedürftige bekommen Leistungen der Pflegekasse, müssen dazu aber einen Eigenanteil leisten. Ein noch von der früheren Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorgelegter Gesetzentwurf sieht Ausgabenbremsen und Mehreinnahmen vor, um Milliardenlücken zu decken und allgemeine Beitragserhöhungen zu vermeiden.