Pharma: Kursrutsch nach Daten-Leak: Moderna bis zu 26 Prozent im Minus
New York. Am Donnerstag ist die Aktie des US-Pharmakonzerns Moderna zeitweise um 26 Prozent eingebrochen, nachdem Details aus einer noch unveröffentlichten Studie zu einem mRNA-Krebsimpfstoff bekannt geworden waren. Zum Börsenschluss lagen die Papiere noch rund 18 Prozent im Minus.
Laut Screenshots, die auf der Kurznachrichtenplattform X kursieren, hat die Website OncologyCentral am Donnerstag einen Teil der Studienergebnisse veröffentlicht. Diese sollten eigentlich erst am Samstag auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) in Madrid vorgestellt werden.
Auf X teilte die ESMO mit, die Sperrfrist für die Ergebnisse der Phase-3-Studie sei verletzt worden. Da die Daten bereits öffentlich zugänglich seien, habe die Fachgesellschaft die Informationen selbst veröffentlicht und die Sperrfrist für den vollständigen Datensatz aufgehoben.
Der von den US-Firmen Moderna und Merck entwickelte mRNA-Krebsimpfstoff senkt der Studie zufolge in Kombination mit einer bewährten Immuntherapie das Sterbe- und Rückfallrisiko bei schwarzem Hautkrebs (Melanom) deutlich. Die Behandlung verringere dieses Risiko um 42 Prozent, wie aus Daten hervorgeht.