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Phil Collins glaubt, dass Noel Gallagher ihn gar nicht wirklich für den Antichristen hält

Unterhaltung

Dieser Ausdruck wurde am 15.07.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Vor Hall-of-Fame-Treffen Phil Collins glaubt, dass Noel Gallagher ihn gar nicht wirklich für den Antichristen hält Oasis-Songwriter Noel Gallagher hat häufig über Genesis-Frontmann Phil Collins gelästert. Nun könnten sich die beiden bei einer Preisverleihung begegnen. Collins glaubt zu wissen, welcher Song Gallagher getriggert hat. 15.07.2026, 17.28 Uhr Jahrelang war Phil Collins, 75, der Watschenmann des britischen Pop. Es gehörte fast schon zum guten Ton, den Sänger und Schlagzeuger der Gruppe Genesis zu verachten – und dies auch öffentlich kundzutun. Besonders Noel Gallagher tat sich dabei hervor, der Songwriter und Gitarrist der Band Oasis. Schon 1994, beim ersten großen Interview mit dem »Guardian« , verkündete Gallagher als Mission seiner Band: »Wir müssen sicherstellen, dass Phil Collins aus den Charts fliegt – und Wet Wet Wet gleich mit. Und der einzige Weg, das geregelt zu kriegen, besteht nun mal darin, selbst in den Ring zu steigen und die Ratten totzutreten.« Seit der Promotion für das Oasis-Debütalbum »Definitely Maybe« hat Noel Gallagher Collins mehrfach als den »Antichristen« bezeichnet. Der riesige Erfolg, den Collins besonders in den Achtzigerjahren mit Genesis und seinen Soloplatten hatte, machte ihn besonders zur Zielscheibe für Noel Gallagher. »Man muss nicht großartig sein, um Erfolg zu haben – siehe Phil Collins«, ätzte Gallagher einmal. Und 2002 bilanzierte er im »taz«-Interview : »Phil Collins hat fünfmal mehr Platten verkauft als ich. Macht ihn das auch nur annähernd so einflussreich wie mich? Nö.« Doch es gibt auch einen politischen Hintergrund: Phil Collins war in den Achtzigern und Neunzigern einer der wenigen prominenten Popstars, denen Sympathien für die konservativen Tories nachgesagt wurden. 1992 nannte ihn das Boulevardblatt »The Sun« als einen der Prominenten, die Großbritannien verlassen würden, wenn die Labour-Partei an die Macht käme. Das geschah 1997 – und tatsächlich war Collins in die Schweiz ausgewandert (auch wenn er später betonte, nicht aus Steuergründen umgezogen zu sein). Vor der Unterhauswahl 2005 rief Noel Gallagher zur Wahl von Labour auf. Sein Argument: »Wenn die Tories wieder an die Macht kommen, plant Phil Collins, wieder zurückzukommen und hier zu leben. Und ganz ehrlich: Niemand von uns will das!« Nachdem Phil Collins seine gesundheitlichen Probleme öffentlich gemacht und US-Rapper seine Musik gesampelt hatten, schien sich die öffentliche Meinung zu drehen. »Selbst ich werde irgendwann cool«, betonte Collins 2015 gegenüber der »Zeit« . Dem »Playboy« sagte er, er habe nachgeforscht und ein befreundeter Journalist habe ihm erzählt, dass er Noel Gallagher gefragt habe, warum er ständig auf Phil Collins herumhacke. »Keine Ahnung«, habe der geantwortet: »Ich habe irgendwann damit angefangen und einfach immer weitergemacht. Dabei habe ich im Grunde gar nichts gegen ihn.« Aber – alte Gewohnheiten sterben schwer – noch 2021 wiederholte Noel Gallagher im »Tagesspiegel« die »Antichrist«-Aussage. Und auf die Anmerkung, Collins solle doch ganz witzig sein, antwortete Gallagher: »Das lässt seine Musik nicht vermuten.« Insofern könnte es Mitte November in Los Angeles zu einer interessanten Begegnung kommen. Denn sowohl Phil Collins als auch Oasis werden dann festlich in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Und es gibt, das verriet Collins in einem neuen Interview dem Musikmagazin »Mojo« , zuvor ein Festessen für alle neu Aufgenommenen. Phil Collins kennt sich aus mit der Zeremonie, denn er hat sie schon 2010 als Mitglied von Genesis erlebt. Nun wird er zusätzlich für sein Solowerk geehrt. Diesmal könnte der Ehrenlunch »interessant« werden, glaubt Collins, denn er werde ja dort wohl Oasis begegnen. Sänger Liam Gallagher habe seiner Tochter, der Schauspielerin Lily Collins (»Emily in Paris«) mal gesagt, er hasse niemanden. Dass er für Bruder Noel angeblich der »Antichrist« sei, dafür hat Phil Collins eine Theorie: Ihm sei zu Ohren gekommen, dass Gallagher mal in den Achtzigern auf Drogen ein Genesis-Konzert gesehen habe. »Ich habe mir das jetzt noch mal durch den Kopf gehen lassen«, so Collins, »Noel hat zwar nicht gesagt, um welchen Song es ging, aber ich vermute, dass es ›Mama‹ war.« Empfohlener externer Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Bei dem Genesis-Hit singt Collins mit bedrohlichem Lachen, dabei fällt das Licht dramatisch auf sein Gesicht. Doch er wolle mal das Beste von Gallagher annehmen: »Ich gehe davon aus, dass er nicht wirklich glaubt, ich sei der Antichrist«. Übrigens hat Noel Gallagher mehrfach einen anderen Collins-Song als die Wurzel seiner Wut bezeichnet: Seine Single »You Can't Hurry Love« sei in den Achtzigerjahren »gefühlte 147 Wochen auf Platz eins« der englischen Charts gewesen und habe anderen, besseren Bands den Weg an die Spitze versperrt, ausdrücklich nannte er gegenüber der »Times« Paul Wellers Gruppe The Jam. Doch Gallaghers Erinnerung trügt: Collins' Supremes-Coverversion war im Januar 1983 nur zwei Wochen lang auf Platz eins der britischen Singlecharts – und der bestplatzierte Jam-Song in diesen beiden Wochen auf Platz 24. feb

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