Philippinen: Fähre zu Trauminsel brennt - Tote und Vermisste vor Coron
Urlaubsparadies in Südostasien
Fähre zu Trauminsel brennt – Tote und viele Vermisste
Von dpa, t-online, mtt
Aktualisiert am 10.09.2026 - 09:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf dem Weg ins philippinische Urlaubsparadies Coron bricht auf einer Fähre Feuer aus. Die Flammen verwandeln das Schiff in ein Inferno. Menschen springen in Panik von Bord.
Nach einem verheerenden Brand auf einem Passagierschiff vor der philippinischen Provinz Palawan werden 87 Menschen vermisst. Fünf Personen seien bislang tot geborgen und 42 weitere gerettet worden, sagte die Sprecherin der philippinischen Küstenwache, Noemie Cayabyab, nach Angaben des Senders GMA. Die Zahlen seien aber noch nicht endgültig, da die Rettungsarbeiten andauerten, erklärte sie.
Das Fährschiff "MV June Aster" war am Mittwochabend (Ortszeit) auf dem Weg von der Hauptstadt Manila nach Coron, als es – zu diesem Zeitpunkt rund zwei Kilometer vor der Küste – aus noch unbekannter Ursache plötzlich Feuer fing. Laut der philippinischen Nachrichtenagentur PNA waren 117 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder an Bord.
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Auf Bildern der Küstenwache ist die völlig ausgebrannte Fähre zu sehen. Von dem Schiff ist bloß noch ein qualmendes Gerippe übrig. Rettungskräfte konnten die "MV June Aster" wegen der extremen Hitze zunächst nicht betreten. Zudem wurde Explosionsgefahr gefürchtet.
Einige Passagiere sollen Berichten zufolge nach dem Ausbruch des Brandes in Panik von Bord gesprungen sein. Die philippinische Küstenwache teilte mit, dass mehrere Schiffe nach Überlebenden suchten. Die Rettungsteams nutzen dabei Programme, mit denen Strömungen modelliert werden. So sollen Gebiete identifiziert werden, in die Menschen im Meer abgetrieben worden sein könnten.
Der Ort Coron liegt auf der Insel Busuanga. Zusammen mit der spektakulären Kalksteininsel Coron gilt die Region mit herrlichen Stränden und weltbekannten Tauchzielen als internationales Urlaubsparadies. Unter den bisher 43 Geretteten sind auch zwei chilenische Staatsangehörige.
Gab es genug Rettungswesten?
An der Rettung beteiligten sich neben der Küstenwache auch die Feuerwehr und andere Schiffe in der Region. Die Behörden haben Ermittlungen zur Unglücksursache eingeleitet.
Untersucht werden soll auch, ob es möglicherweise Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften gab, etwa ob das Schiff überladen war oder ob alle Passagiere mit Rettungswesten ausgestattet waren.
Verwendete Quellen
facebook.com: Mitteilungen der philippinischen Küstenwache
gmanetwork.com: "87 people still missing in Coron ship fire – PCG" (englisch)
bbc.com: "Five dead and 86 missing after ferry catches fire in Philippines" (englisch)
theguardian.com: "Deadly Philippines ferry fire triggers search for scores of missing" (englisch)
Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
Quellen anzeigen
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