Piastri: "Man fährt auf die Wände zu und muss ihnen dann ausweichen"
In den ersten beiden Trainingssessions am Freitag in Madrid lief es noch nicht optimal für McLaren. Im FP1 wurde Lando Norris Sechster, Oscar Piastri Achter. Im FP2 schaffte Piastri es auf Platz 7, Norris hatte in der Session ein Problem am Auto und musste das Getriebe tauschen, war entsprechend kaum auf der Piste und wird als Letzter mit nur zwei Runden ohne schnelle Zeit gelistet. Norris und McLaren verloren damit wichtige Trainingszeit. Die ist auf der komplett neuen Rennstrecke besonders wichtig. Auf dem Madring fand ja bekanntlich bislang noch kein F1-Rennen statt, die Datenlage ist dünn.
Reifenabnutzung ein Problem!
Ein mögliches weiteres Problem für den Sonntag bahnte sich schon am Trainings-Freitag an. Piastri: «Im Rennmodus war es ein Albtraum, die Reifen trotz Graining im Griff zu behalten. Viele Kurven waren daher sehr schwierig, aber es war ein interessanter Tag. Ich glaube, wir haben ein wenig mit dem Tempo zu kämpfen, aber hoffentlich können wir am Samstag noch etwas mehr herausholen.» Vor dem (vor)entscheidenden Qualifying um 16 Uhr steht am Samstagmittag noch ein weiteres, finales Training über 60 Minuten an.
Hilft es in Sachen Reifenabbau, dass noch mehr gefahren wird, auch durch die Rahmenserien Formel 2 und Formel 3, die ebenfalls auf dem Madring unterwegs sind? Piastri mutmaßt: «Normalerweise wird es im Laufe des Wochenendes besser, aber wir müssen abwarten, wie viel besser. Im Moment bin ich mir echt nicht sicher. Ich glaube auch, dass es für uns schlimmer ist als für einige andere, was natürlich nicht gerade toll ist. Was das Setup angeht, gibt es zwar ein paar Dinge, die man tun kann, aber leider nicht allzu viele. Mal sehen, was wir herausholen können.»
Oscar Piastri über den Madring
Aber wie ist er nun, dieser Madring? Piastri: «Ehrlich gesagt war es schwieriger zu lernen als manche anderen Strecken. Es gibt hier viele Abschnitte, in denen man nicht wirklich an den Wänden entlangfährt, sondern eher auf sie zusteuert und ihnen dann ausweichen muss. Das macht die Sache ziemlich anspruchsvoll, und ich glaube, alle müssen sich erst noch daran gewöhnen.» Knifflig also. Aber das erste Fazit fällt positiv aus. Der Australier: «Aber wenn man über eine Runde hinweg einen guten Rhythmus findet, macht es ziemlich viel Spaß.»