Pierre Leclerc: Designer von BMW X5 erhält russische Staatsbürgerschaft
Hatte X5 und X6 entworfen Putin verleiht früherem BMW-Designer die Staatsbürgerschaft Von t-online, pri Aktualisiert am 14.07.2026 - 10:48 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Wladimir Putin ehrt einen ehemaligen Designer von BMW. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass in Russland weiter Fahrzeuge der deutschen Marke vom Band rollen. Der russische Staatschef Wladimir Putin hat dem früheren BMW-Designer Pierre Leclercq überraschend die russische Staatsbürgerschaft verliehen. Einen entsprechenden Erlass veröffentlichte der Kreml auf seiner Webseite. Die Hintergründe der Verleihung blieben unklar. Der Belgier Leclercq stand von 2001 bis 2011 im Dienst von BMW. Für den deutschen Autobauer hatte der Designer unter anderem die SUVs X5 und X6 entworfen. Später arbeitete er für Chinas ersten privaten Autokonzern Great Wall Motors und den südkoreanischen Automobilkonzern Kia. Zuletzt war er Chefdesigner bei Citroën. "Der X5 war das erste Auto, das ich je entworfen habe", sagte Leclercq der Zeitschrift "Autocar", "deshalb wird es immer etwas ganz Besonderes für mich sein". Der Designer sagte weiter über seine Arbeit am SUV: "Ich habe hart gearbeitet, all meine Leidenschaft hineingesteckt und die Proportionen sowie Oberflächen bis auf den Bruchteil eines Millimeters genau ausgefeilt – und es hat funktioniert." Erst zu Wochenbeginn hatte die Zeitung "Auto Motor Sport" berichtet, dass Russland bestimmte BMW-Modelle trotz westlicher Sanktionen und ohne Zustimmung des deutschen Konzerns weiterbaue. Demnach würden in der russischen Exklave Kaliningrad Modelle vom Typ X5, X6 und X7 montiert, allerdings in geringer Stückzahl. EU-Sanktionen und russische Tochterfirmen Die Fahrzeuge entsprechen äußerlich weiterhin dem Modellstand von 2022, werden inzwischen aber als Modelle der Baujahre 2025 oder 2026 zugelassen. Laut russischen Medien sollen auch einzelne lokal beschaffte Bauteile wie Kabelbäume, Schläuche, Gummiteile oder lackierte Karosserieteile verbaut werden, weil Originalteile fehlen. Dennoch werden immer noch Preise von umgerechnet mehr als 150.000 Euro verlangt. Die EU und andere westliche Staaten hatten nach der russischen Invasion in der Ukraine weitreichende Sanktionen gegen Russland erlassen. Rechtlich sind Tochtergesellschaften ausländischer Konzerne in Russland selbstständige Unternehmen und nicht an EU-Regeln gebunden. In der Folge hatten sich aber zahlreiche westliche Firmen von ihren russischen Gesellschaften getrennt. Auch der Autobauer BMW hatte sich aus Russland zurückgezogen.