Pietro Lombardi über seine Eltern: „Ich war kein guter Sohn“
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Palma de Mallorca (Spanien) – Diese Worte gehen unter die Haut. Eigentlich wollte Pietro Lombardi (34) auf Mallorca ein paar entspannte Tage verbringen. Doch der Familienurlaub wurde für den Sänger zu einer emotionalen Reise und führte sogar zu einer sehr schmerzhaften Erkenntnis … Im Podcast „Patchwork Boys“ verrät Pietro seinem Kumpel und Podcastpartner Oliver Pocher (48), dass er seine Eltern zum ersten Mal überhaupt mit auf die Insel genommen hat. Für Mutter und Vater war es sogar der erste Flug ihres Lebens! „Ich bin platt“, gesteht Pietro. „Morgen reisen meine Eltern ab.“ Pietros bittere Erkenntnis: „Ich war kein guter Sohn“ Auf Mallorca wollte Pietro ihnen jeden Wunsch erfüllen. Palma, Aussichtspunkte, Olivenhaine, gemeinsame Restaurantbesuche und abends Kartenspielen mit der ganzen Familie: „Mein Vater liebt die Landschaft. Dann wollte er viele Olivenbäume sehen, das fand er auch ganz toll.“ Doch genau dieser Urlaub öffnet Pietro die Augen: „Weißt du, was ich gemerkt habe in diesem Urlaub? Dass ich in den letzten Jahren, glaube ich, kein guter Sohn war.“ Olli ist überrascht und hakt sofort nach: „Kein guter Sohn im Sinne von? Du hast keine Zeit mit deinen Eltern verbracht?“ Pietro kümmert sich finanziell, doch investierte zu wenig Zeit Pietro gibt niedergeschlagen zu, dass er einfach „zu wenig Zeit“ mit ihnen verbracht hat. Obwohl er seine Eltern finanziell unterstützt, merkt er jetzt, dass Geld längst nicht alles ist: „Man denkt immer, wenn man den Eltern irgendwie finanziell hilft, dass es damit getan ist. Aber das ist nicht damit getan. Es sind diese Momente.“ Besonders bewegt ihn, wie wenig seine Eltern eigentlich brauchen, um glücklich zu sein: „Als sie hier angekommen sind auf der Insel, da war so ein anderes Strahlen. Für die ist Urlaub am Balkon zu sitzen, und einen Pool zu sehen. Die brauchen gar nicht Strand oder Luxus. Einfach morgens Kaffee trinken und mit der Familie zusammen sein.“ Gerade das habe ihn nachdenklich gemacht: „Ich habe mir den Stress selbst gemacht. Ich bin jeden Morgen aufgestanden und habe gedacht: Was mache ich heute mit denen? Obwohl es denen eigentlich scheißegal war.“ Künftig soll sich das ändern, Pietro will deutlich mehr Zeit in Mama und Papa investieren: „Jetzt werde ich meine Eltern auf jeden Fall zwingen, sowohl im Winter als auch sonst mit mir mitzukommen.“ Sein großes Vorbild bei diesem Vorhaben: Podcast-Kumpel Oliver Pocher , der regelmäßig Zeit mit seinem Vater verbringt und mit ihm gemeinsam auf Reisen geht. „Du gehst los und sagst: Ich will meinem Vater noch die geilste Zeit machen. Und das habe ich, glaube ich, viel zu wenig getan“, gesteht Pietro. Die gemeinsame Zeit war für den Sänger ein Wendepunkt, der in seinem Kopf einen Schalter umlegte: „Der Urlaub war wichtig für mich. Dass ich wirklich sage: Ich bin jetzt einfach mal Sohn und versuche, eine gute Zeit mit meinen Eltern zu haben.“