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Piloten Acosta und Espargaro schnellste im Spielberg

Sport

Der Auftakt zum Österreich-GP am Donnerstag hatte bei dauerhaft nassem Wetter stattgefunden. Auch der als Kultevent etablierte Moped-GP inklusive etlichen MotoGP-Helden – und SPEEDWEEK.com-Redakteur Stephan Moosbrugger im Windschatten – ging auf nasser Bahn aber mit bester Laune und Zweitaktfahne über die Bühne.

Auch am Freitagmorgen zeigte sich der Red Bull Ring grau und wolkenverhangen – doch das Asphaltband der Speed-Piste war trocken. Auch die Sessions der Moto3 und Moto2 fanden ohne Regenreifen statt. Aber: Bei nur 13 Grad Luft- und 15 Grad Asphalttemperatur galt es, die sensiblen Slicks auf Betriebstemperatur zu bringen. Die speziellen Bedingungen hatten zuvor die Moto2-Piloten mit etlichen Stürzen bestätigt.

Anders als noch eine Woche zuvor in Italien gingen nun wieder 22 Piloten auf den Kurs – Ai Ogura sitzt in Österreich wieder auf der Trackhouse-Aprilia, während Pol Espargaro und Taka Nakagami ihre angeschlagenen Kollegen bei KTM (Vinales) und Honda (Mir) ersetzen.

Die Session war keine zehn Minuten alt, da musste Jorge Martin seine Aprilia RS-GP mit einem technischen Defekt am Rand der Strecke parken. Zur Freude der KTM-Community hatte zeitgleich Pedro Acosta mit der ersten Runde unterhalb der 1:30er-Marke die Spitze übernommen. Acosta war damit früh eine halbe Sekunde schneller als Johann Zarco (Honda) und die Marquez-Brüder mit Marc vor Alex. Marco Bezzecchi reihte sich nach der ersten Sequenz an fünfter Stelle ein.

Am hinteren Ende fanden sich die Yamaha-Piloten Rins und Razgatlioglu sowie Rückkehrer Ai Ogura ein, der die letzten beiden MotoGP-Events mit einem gebrochenen Daumen hatte auslassen müssen.

Nach einer Viertelstunde konnte Jorge Martin, der mit Marc Marquez die WM-Tabelle anführt, wieder auf den Kurs. Während sich Marc Márquez auf Rang 2 schon, damit aber immer noch 0,4 Sekunden hinter Acosta lag, steuerte der «Martinator» erst auf Rang 4 und zwei Umläufe später auf Position 2. Martins Zeit: 1:30,159 min.

Als es in die zweite Hälfte des FP1 ging, lockerte der Himmel auf, die Bedingungen wurden freundlicher. Für KTM-Pilot Pol Espargaro gingen dennoch die gelben Flaggen raus. Der Vinales-Ersatz hatte sich vor Kurve 4 verbremst und war dann im Kies umgekippt. Auch Marco Bezzecchi verpasste einmal seinen Bremspunkt, ratterte in Kurve 2 durch Kies, blieb aber sitzen.

Im Finale nutzten die Athleten die besseren Umstände, etliche Piloten legten nach und das Feld schob sich näher zusammen. Von der Spitze aus versuchte Acosta, weiter zu feilen, verpasste im ersten Anlauf aber eine Verbesserung um wenige Hundertstel. Kurios: Bei Gresini-Pilot Alex Márquez löste sich auf der schnellen Anfahrt zur Schlossgoldkurve (4) ein Teil der Seitenverkleidung. Mit schleifendem Material ging es geradeaus in den Kies.

Dann legte Acosta nach, fuhr minimal schneller und besser noch – Acosta zog Pol Espargaro auf Position 2! Damit endete die Session aus Sicht der Österreicher brillant. Binder und Bastianini landeten mit den weiteren KTM-Bikes auf 14 und 17. Die WM-Rivalen Jorge Martin und Marc Marquez beendeten das FP1 auf den Positionen 3 und 4, vor Zarco und dem zweiten Aprilia-Werkfahrer Marco Bezzecchi.

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