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Pinke Heuschrecke in der Nähe von Trams entdeckt

Welt

Stand: 09.07.2026 05:08 Uhr

Eine leuchtend pinke Heuschrecke hat ein Biologe bei Trams im Landkreis Nordwestmecklenburg entdeckt. Die seltene Farbmutation, Erythrismus genannt, entsteht durch eine genetische Besonderheit - macht das auffällige Tier aber auch zur leichten Beute für Fressfeinde.

Wer in Trams bei Jesendorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) durch die Natur wandert, kann auf eine pinke Heuschrecke treffen. Ein solches Exemplar hat Biologe Torben Bruhns entdeckt, fotografiert und dieses Foto an den NDR MV geschickt. Dass Heuschrecken eine pinke Farbe annehmen, kann passieren, das Phänomen nennt sich Erythrismus. So ein Tier bildet durch eine genetische Besonderheit viele rote Pigmente.

Tier durch seine Farbe besonders gefährdet

Heuschreckenexperte Wolfgang Wranik aus Rostock sagt dazu, kleinere Veränderungen in der genetischen Struktur können schon zu farblichen Verschiebungen führen, durch Unterdrückung oder Überproduktion bestimmter Pigmentanteile. "Diese Tiere sind, weil es gegenüber der Normalfärbung von Heuschrecken sehr auffällig ist, besonders gefährdet, weil sie Vögeln, Spinnen oder anderen Räubern viel schneller auffallen", so Wranik. Solche Tiere würden selten lange überleben.

Heuschrecke offenbar noch eine Larve

Heuschreckenexperte Wolfgang Wranik sieht auf dem Foto von Torben Bruhns, dass es sich bei dem auffälligen Tier um eine Larve handelt. Das erkenne man an den Flügelteilen auf dem Rücken. Larven seien schwer zu bestimmen. Daher sei es schwer zu sagen, um welche Art Heuschrecke es sich handelt, so Wranik.

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