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Pixel 11 Pro XL und Pixel 11 Pro Fold im Test: Googles neue Modelle mit HiLight im Check

Technologie

Dieser Ausdruck wurde am 19.08.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Pixel 11 Pro XL und Pixel 11 Pro Fold im Test Kann ein bisschen Bling-Bling Googles Killerfeature sein? Die neuen Pixel-Smartphones sind zugleich Upgrades und Downgrades, außerdem teurer als ihre Vorgänger. Eine Funktion namens HiLight wird als Highlight vermarktet. Lohnt es sich, dafür die neuen Modelle zu kaufen? Von Matthias Kremp 19.08.2026, 18.19 Uhr War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Es wirkt schon ein wenig verzweifelt, wenn ein großer Tech-Konzern ein Blinklämpchen bemüht, um seine »Pro«-Smartphones von den Standardmodellen abzuheben. Doch bei den neuen Modellen der Pixel-11-Serie tut Google genau das. Im Pixel 11 Pro, dem Pixel 11 Pro XL sowie dem Pixel 11 Pro Fold steckt eine LED-Leuchte, die man in einer von fünf Farben aufleuchten lassen kann, wenn bestimmte Kontakte anrufen oder Nachrichten senden. Wenn man mit der Gemini-KI spricht, zeigt sie ein blauweißes Farbenspiel an. Das ist es dann aber auch mit den Fähigkeiten des kleinen Lämpchens. Ansonsten dient es nur als Fotolicht und Taschenlampe, auf dem Pixel 11 (ohne »Pro«) sind das seine einzigen Funktionen. Warum diese HiLight genannte Funktion ein Highlight sein soll, erschließt sich mir nicht. Viele Smartphones, auch iPhones, können den Blitz schon lange aufleuchten lassen, wenn sie etwas mitteilen wollen. Neu ist nur, dass Google das jetzt farbig ermöglicht und die entsprechende Funktion aus den Bedienungshilfen in die Systemeinstellungen geholt hat. Weniger RAM für mehr Euros Wirklich neu ist dagegen, dass die neuen Pixel-Smartphones durchweg teurer geworden sind. Die Einstiegspreise liegen jetzt bei 999 Euro für das Pixel, 1199 Euro für das Pixel 11 Pro sowie 1999 Euro für das Pixel 11 Pro Fold. Das sind jeweils 100 Euro mehr als die Startpreise der Vorgänger vor einem Jahr. Dafür bekommt man hier auch die Speicherkrise, das sogenannte »RAMageddon« zu spüren. So wurde zwar die minimale Ausstattung mit Speicherplatz von 128 auf 256 Gigabyte (GB) angehoben, zugleich aber der Arbeitsspeicher der Basismodelle im Vergleich zu den Vorgängern teilweise reduziert. So kommen die Basisversionen der Pro-Modelle nun mit nur 12 GB RAM, so wie das Pixel 11. Mit 16 GB werden nur die Varianten mit 512 GB und 1 Terabyte (TB) Speicherplatz bestückt. Eine Ausnahme ist das Pro Fold, das weiterhin in allen Varianten 16 GB bekommt. Im Alltag dürfte das für viele Nutzer zumindest vorerst keine große Rolle spielen. Im Test mit einem Pixel 11 Pro XL, einem Pixel 11 Pro Fold und einem Pixel 11 waren jedenfalls keine signifikanten Unterschiede feststellbar. Da die Installation von Benchmark-Apps auf den von Google bereitgestellten Testgeräten nicht möglich war, können wir die Unterschiede nicht mit Zahlenwerten unterfüttern. Man kann aber davon ausgehen, dass die neuen Geräte insgesamt schneller als ihre Vorgänger geworden sind. Laut Google ist der neue Tensor-G6-Chip, der in allen Modellen steckt, dafür optimiert, zum einen KI-Modelle schneller arbeiten zu lassen, zum anderen Fotos schneller zu bearbeiten. Nicht mehr Pixel, aber größere Dazu passt, dass Google einige der Kameras in den Geräten verbessert hat. So werden etwa die Hauptkamera des Pixel 11 und die Telekamera der 11-Pro-Modelle mit größeren Sensoren bestückt. Bei gleichbleibender Pixelzahl werden die Sensorpixel dadurch größer, was die Lichtempfindlichkeit erhöht und so detailliertere Aufnahmen bei Dunkelheit und schnelle Schnappschüsse bei Sonnenlicht ermöglicht. Im Test machten vor allem die Kameras des Pro XL eine gute Figur. Fotostrecke Testfotos Google Pixel 11 Pro XL Foto: Matthias Kremp / DER SPIEGEL Wer mag, kann sich beim Fotografieren von Googles bekanntem Kamera-Coach helfen lassen. Der erfordert jedoch Geduld. Erst analysiert er das Motiv, dann erarbeitet er mehrere Vorschläge und wenn man einen davon ausgewählt hat, muss er noch die für das gewünschte Ergebnis nötigen Schritte erstellen, die man dann abarbeiten soll. Für Schnappschüsse taugt das nicht. Dafür bietet sich eher die »Magische Aufnahme« an. In diesem Modus wird ein Video aufgenommen, aus dem Googles KI die nach ihrer Ansicht besten Standbilder als Fotos extrahiert. Ob die Ergebnisse dieser Schnellschussfunktion halten, was Google verspricht, ist Glückssache. Immerhin kann man aus der Videoaufzeichnung nach Belieben eigene Fotos extrahieren. Glückssache ist auch, was die »Super Zoom« und »Pro Zoom«-Funktionen ergeben. So nennt Google die Möglichkeit, Bildausschnitte über die Fähigkeiten des optischen Zooms hinaus digital heranzuholen. Die KI simuliert dafür quasi ein Teleobjektiv, das stärker ist als die eingebauten Fünffach-Linsen. Beim Pixel 11 und 11 Pro Fold ist dieser KI-Zoom auf 30-fache Vergrößerung begrenzt, bei den Pro-Varianten kann man bis zu 120-facher Vergrößerung gehen. Die Ergebnisse sehen vor allem bei klaren geometrischen Figuren, wie etwa Maschinen, oft beeindruckend gut aus. Spätestens wenn Schrift ins Bild kommt, wird allerdings klar, wie kreativ Googles KI die Wirklichkeit interpretiert. Die Falte ist noch da Ein Sonderfall im Pixel-Portfolio ist das faltbare Pixel 11 Pro Fold. Es ist einen Hauch dünner und knapp 20 Gramm leichter als sein Vorgänger. Möglich ist das unter anderem, weil die Rückseite nicht aus Glas, sondern aus einem leichten Glasfaserverbundwerkstoff (oft auch als Carbon bezeichnet) besteht. Der hat auch den Vorteil, dass er nicht zerbricht, wenn das Gerät herunterfällt. Es wäre eine gute Idee gewesen, das auch bei den nicht-faltbaren Modellen einzubauen. Gegenüber vielen anderen Foldables, wie etwa denen von Samsung, zeichnet sich das Pixel zudem mit seiner IP68-Zertifizierung aus. Anders als etwa das Galaxy Z Fold8 (hier unser Testbericht) ist es also gegen Staub und Wasser geschützt, sodass man es angstfrei auch am Strand und am Pool verwenden kann. Im Gegensatz zum Fold8 behält das Pixel 11 Pro Fold ein Hochkantformat bei. Für E-Mail, Websurfen und Texte Tippen ist das prima, zum Anschauen von Videos würde ich das breite Format des Fold8 vorziehen. Vor allem aber würde ich Samsungs fast faltenfreies Display bevorzugen. Beim Pixel nämlich ist zumindest bei dunklen Bildschirminhalten immer noch deutlich die Falte zu erkennen, an der der Bildschirm zusammengeklappt wird. Viel KI, aber nicht alle Neben der Hardware sind die Pixel-Smartphones wieder Mutterschiffe für Googles neue KI-Funktionen. Auf den Geräten laufen neben dem Chatbot Gemini, dem Bildgenerator Nano Banana und dem Videogenerator Omni Dutzende weitere KI-Features, die man oft erst auf den dritten oder vierten Blick entdeckt. Auf proaktive Assistenzfunktionen, die etwa auf Basis von Ortsinformationen und verwendeten Apps Handlungsvorschläge machen sollen, müssen Nutzer in Deutschland vorerst verzichten. Sie sind unter anderem für Anwender mit Accounts in den USA und Kanada nutzbar. Auf Googles KI, die vom Pixel 11 aus selbstständig ein Taxi ruft oder eine Reservierung im Restaurant vornimmt, muss man hierzulande noch warten. Worauf man nicht verzichten muss, sind schnellere Ladefunktionen. Alle Pixel-11-Modelle können kabellos per Qi2-Technologie mit bis zu 25 Watt aufgeladen werden. Weil sie zudem über Googles »Pixelsnap«-Magnete verfügen, haften sie magnetisch an entsprechenden Ladegeräten. Dazu zählen auch alle, die Apples identisches MagSafe haben. Im Test hielten alle drei Testgeräte bei normaler Nutzung mehr als einen Tag lang durch, bevor sie mit Strom betankt werden mussten. Realistische Messungen sind im kurzen Testzeitraum allerdings nicht möglich, die Werte können im Alltag also noch nach oben oder unten abweichen. Fazit Die Pixel-11-Serie zeigt einmal mehr, wo Google glänzen kann und wo der Konzern Nachholbedarf hat. Die neuen Smartphones sind in vielen Bereichen gut, in manchen sehr gut und bei den KI-Funktionen Spitzenklasse. Man mag sich kaum ausmalen, wie gut Fotos damit sein könnten, wenn die Kamera noch einen Tick besser und die KI-Nachbearbeitung der Fotos etwas weniger intensiv wäre. Auch beim Design zeigen sich Stärken und Schwächen. Die breiten Kamerabalken von Pixel 11 und 11 Pro/XL waren schon immer eine gute Idee, beim Pixel 11 trägt der Balken nun erfreulich wenig auf. Warum aber stecken die Kameras des Pro Fold dann in einem quadratischen Buckel, der das Gerät beim Tippen zum Wackelpeter auf der Tischplatte macht? Und warum haben nicht alle Modelle eine robuste und leichte Rückseite aus Glasfaserverbundwerkstoff? Zu matten Farbtönen wie Obsidian würde das genauso gut passen wie zum Olivgrün unseres Test-Foldables. Wie so oft sind die Pixel-Geräte die beste Wahl, wenn man sichergehen will, immer die neuesten Android-Funktionen zu bekommen, die Google mit seinen regelmäßigen »Pixel Drops« veröffentlicht. Google verspricht, die Pixel-11-Serie sieben Jahre lang mit solchen Drops, Betriebssystem-Updates und Sicherheitsupdates zu versorgen. Das ist vorbildlich und kann die Geräte potenziell zu Langläufern machen, die nicht so schnell ungenutzt in Schubladen verschwinden oder ungeschützt neuen Sicherheitslücken ausgeliefert sind. Hintergrund: Produkttests im Netzwelt-Ressort Über welche Produkte wir in der Netzwelt berichten und welche wir testen oder nicht, entscheiden wir selbst. Für keinen der Testberichte bekommen wir Geld oder andere Gegenleistungen vom Hersteller. Es kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass wir über Produkte nicht berichten, obwohl uns entsprechende Testprodukte vorliegen. Testgeräte und Rezensionsexemplare von Spielen bekommen wir in der Regel kostenlos für einen bestimmten Zeitraum vom Hersteller zur Verfügung gestellt, zum Teil auch vor der offiziellen Veröffentlichung. So können unsere Testberichte rechtzeitig oder zeitnah zur Veröffentlichung des Produkts erscheinen. Vorabversionen oder Geräte aus Vorserienproduktionen testen wir nur in Sonderfällen. In der Regel warten wir ab, bis wir Testgeräte oder Spielversionen bekommen können, die mit den Verkaufsversionen identisch sind. Wenn sie bereits im Handel oder online verfügbar sind, kaufen wir Produkte in einigen Fällen auf eigene Kosten ein. In der Regel werden Testgeräte nach dem Ende des Tests an die Hersteller zurückgeschickt. Die Ausnahme sind Rezensionsexemplare von Spielen und langfristige Leihgaben: So haben wir zum Beispiel Spielekonsolen und Smartphones in der Redaktion, die wir über längere Zeit nutzen dürfen. So können wir beispielsweise über Softwareupdates, neues Zubehör und neue Spiele berichten oder Langzeiturteile fällen. Oft werden Rezensionsexemplare am Ende eines Jahres zum Beispiel gesammelt und im Rahmen eines firmeninternen Flohmarkts verkauft, wobei die Erlöse für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. Teilweise werden sie auch direkt an gemeinnützige Einrichtungen gespendet. Die Kosten für Reisen zu Veranstaltungen, egal ob sie in Deutschland oder im Ausland stattfinden, trägt DER SPIEGEL stets selbst. Das gilt auch dann, wenn beispielsweise aufgrund kurzfristiger Termine ein Unternehmen die Reiseplanung übernimmt. Veranstaltungen, zu denen wir auf eigene Kosten reisen, sind unter anderem die Messen Ifa, CES, E3 und Gamescom, Entwicklerveranstaltungen wie die Google i/O, WWDC und Build sowie Events von Firmen wie Apple, Google, Microsoft oder Nintendo. Auf Konferenzen wie dem Chaos Communication Congress oder der re:publica bekommen wir in der Regel, wie auch andere Pressevertreter, kostenlose Pressetickets, da wir über die Konferenz berichten und keine klassischen Teilnehmer sind. Seit Dezember 2016 finden sich in einigen Netzwelt-Artikeln sogenannte Affiliate-Anzeigen, die sogenannte Links zu Onlineshops enthalten. Besucht ein Nutzer über einen solchen Link einen dieser Shops und kauft dort online ein, wird DER SPIEGEL, aber nie die Autorin oder der Autor individuell, in Form einer Provision an den Umsätzen beteiligt. 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