Plant der FC Bayern München einen Megatransfer? "Wird richtig Geld kosten"
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FC Bayern, News: Ralf Fährmann ist bei Jonas Urbig skeptisch und glaubt an Top-Transfer
Der ehemalige Bundesliga-Torhüter Ralf Fährmann ist nicht überzeugt davon, dass Jonas Urbig schon das Zeug dafür hat, Bayern Münchens Nummer eins zu sein.
"Ich sehe das sehr kritisch, um ehrlich zu sein", sagte Fährmann im Sport1-Doppelpass zur Torwart-Thematik beim FCB. Zwar sei Urbig ein "herausragender Torwart, der die Abläufe programmiert hat wie ein Roboter und wirklich top ist – aber wir reden über Bayern München", so der frühere Schalke-Keeper weiter. Beim deutschen Rekordmeister reiche es "nicht aus, einfach nur ein perfekter Torwart zu sein. Du brauchst eine Aura, eine gewisse Erfahrung, eine gewisse Strahlkraft."
Wenn Manuel Neuer kommenden Sommer tatsächlich wie erwartet seine Karriere beenden sollte, ist Urbig bei Bayern als neue Nummer eins vorgesehen. Nach Neuers unglücklichem Auftritt beim 2:2 in Augsburg war zuletzt sogar eine Debatte entstanden, ob Urbig nicht bereits im Laufe dieser Saison die Stammbesetzung im FCB-Tor werden sollte. Bei den beiden jüngsten Partien gegen Viking Stavanger (3:3) und RB Leipzig (6:1) hütete der 23-jährige Urbig jedenfalls den Münchener Kasten, da Neuer aufgrund von Fußproblemen ausfiel.
Fährmann zog derweil einen Vergleich zum ehemaligen Bayern-Torhüter Yann Sommer, um seine Zweifel an Urbig zu erklären. "Als er bei Bayern München war, wurde er schon kritisch gesehen", sagte der 38-Jährige über den Schweizer, der 2022/23 ein halbes Jahr lang für den FCB spielte, dann allerdings schon zu Inter Mailand weiterzog (mittlerweile spielt Sommer bei Club Brügge).
Zudem erinnerte sich Fährmann auch an Beispiele aus der Vergangenheit, als junge Torhüter an der Bürde, die Nummer eins bei den Bayern zu sein, scheiterten. "Man hat es in der Vergangenheit gesehen mit Michael Rensing und Thomas Kraft. Es ist schwierig, einen Torwart aus dem eigenen Stall heranzuzüchten, der dann die Wucht von Bayern München auch tragen kann", so Fährmann.
Rensing stammte aus der FCB-Jugend und lernte lange als Nummer zwei hinter Oliver Kahn, sollte den Titan 2008 schließlich beerben. Allerdings setzte sich Rensing, der Bayern 2010 dann verließ, ebenso wenig dauerhaft durch wie Thomas Kraft. Jener hatte Anfang 2011 als junger Keeper zunächst den erfahrenen Hans-Jörg Butt aus dem FCB-Tor verdrängt, musste nur wenige Monate später aber wieder ins zweite Glied und wechselte im Sommer 2011 dann zu Hertha BSC, da die Bayern Neuer als neue Nummer eins von Schalke holten.
Einen Vergleich zwischen dem Neuer aus dessen Anfangszeit beim FCB und Urbig wollte Fährmann indes nicht ziehen. "Manuel Neuer hatte schon sehr viele Spiele gespielt bei Schalke, hat Champions League und Nationalmannschaft gespielt und hatte ein gewisses Standing bei Schalke. Er hatte die Erfahrung und die Präsenz und hat es schon gezeigt. Das sehe ich bei Jonas Urbig nicht", so der Ex-Schalker, der nicht daran glaubt, dass Bayern vollständig auf Urbig setzt, sondern diesem stattdessen einen prominenten Konkurrenten zur Seite stellt: "Ich glaube, dass sich Bayern München noch mal einen absoluten Toptorwart kaufen wird, der auch richtig Geld kosten wird", mutmaßte Fährmann.
Mit Stefan Effenberg gab ein ehemaliger Bayern-Star Fährmann jedoch deutlich Contra. "Das glaube ich nicht", sagte Effenberg zu Fährmanns Transferthese. "Man darf nicht vergessen: Urbig hat seine Spiele in der Bundesliga, sehr wohl auch in K.o.-Spielen in der Champions League. Alle Punkte, die du aufgezählt hast, treffen bei Urbig zu." Für einen jungen Keeper wie Urbig gebe es nichts Besseres, "als an der Seite von Manuel Neuer zu lernen. Und der lässt es auch zu. Das ist noch mal ein Pfund, zu sagen: Ich vertraue diesem Torwart", so Effenberg.
Urbig war Anfang 2025 vom 1. FC Köln nach München gewechselt, in der laufenden Saison hat der frischgebackene deutsche Nationalspieler bisher wettbewerbsübergreifend vier Einsätze absolviert. Urbigs Vertrag bei Bayern läuft bis 2029.
FC Bayern, News: Max Eberl verteilt Sonderlob an Sacha Boey - der bleibt aber wohl Verkaufskandidat
In der Rückrunde der vergangenen Saison an Galatasaray verliehen, sollte Sacha Boey den FC Bayern im Sommer eigentlich endgültig verlassen. Allerdings fand sich kein Abnehmer für den Rechtsverteidiger, weshalb der FCB auf ihm sitzen blieb.
Da sich Boey im Training dennoch nie hängen ließ und stets voll mitzieht, belohnte Bayerns Trainer Vincent Kompany den 26-Jährigen beim 6:1 gegen RB Leipzig am Samstag mit dessen erstem Saisoneinsatz, wechselte ihn knapp eine Viertelstunde vor Schluss ein.
"Das war schön! Min-jae (Kim, d. Red.) hatte ein bisschen Probleme, deswegen musste er raus. Sacha gibt im Training 100 Prozent. Er schmeißt sich rein", verteilte FCB-Sportvorstand Max Eberl ein Sonderlob an den eigentlich schon aussortierten Boey. "Er weiß, seine Situation hier ist extrem schwer. Aber jetzt war er da. Der Trainer hat ihn belohnt für seine Trainingsleistungen. Und das ist halt schön", so Eberl weiter.
Laut Bild bleibt Bayerns Plan mit Boey allerdings bestehen, der Franzose soll nun möglichst im anstehenden Wintertransferfenster verkauft werden. Boeys Vertrag an der Säbener Straße ist noch bis 2028 gültig.
FC Bayern München, News: Kann Manuel Neuer gegen Arsenal wieder spielen?
Ob Manuel Neuer im Champions-League-Kracher gegen den FC Arsenal am Mittwoch ins Tor des FC Bayern München zurückkehren wird, ist weiterhin offen.
Neuer habe Flüssigkeit im Fuß gehabt, sagte FCB-Sportvorstand Max Eberl nach dem 6:1 gegen RB Leipzig am Samstag über den Ausfall des 40-Jährigen gegen die Sachsen und einige Tage zuvor bei Viking Stavanger (3:3). "Wir schauen mal, ob es bis Mittwoch reicht", wollte sich Eberl nicht auf ein Neuer-Comeback gegen den englischen Meister festlegen.
Der kicker berichtet derweil, dass man FCB-intern optimistisch sei. Demnach geht man bei den Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters davon aus, dass Neuer am Mittwoch einsatzbereit sein wird. Falls dem doch nicht so sein sollte, würde er erneut von Jonas Urbig vertreten werden.