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PlayStation-Disc-Aus: PS6 für 1000 Dollar? Warum das Ende der Disc laut Analyst alternativlos ist

Technologie

Sonys Ankündigung vom 1. Juli, neue PlayStation-Spiele ab Januar 2028 nicht mehr auf Disc zu pressen, hallt auch weiterhin in den Köpfen der Community nach. Doch während viele Spieler den Verlust des Gebrauchtmarkts und das Fehlen physischer Medien im Regal beklagen, zeichnen Experten ein nüchternes Bild der Lage. Dazu zählt auch Branchenanalyst Piers Harding-Rolls vom britischen Marktforschungsunternehmen Ampere Analysis. Denn seiner Ansicht nach war der Schritt von Sony nicht nur abzusehen, sondern sei auch alternativlos. Ein zentraler Grund: der Launch der PS6 und deren drohende Herstellungskosten. Die drohenden Kosten der Next-Gen Während Sony primär das veränderte Nutzungsverhalten der Spieler vorschiebt, die Statistiken zufolge mittlerweile überwiegend zu digitalen Versionen greifen, führt Harding-Rolls im Gespräch mit dem Edge-Magazin (via GamesRadar) jetzt die steigenden Produktionskosten für die nächste Konsolengeneration als Hauptgrund an. Globale Engpässe bei Arbeitsspeicher und der gigantische Ressourcenbedarf durch den weltweiten KI-Boom treiben die Einkaufspreise für Komponenten in schwindelerregende Höhen. Und das bedeute dem Analysten nach ein finanzielles Dilemma für Sony und die PS6. „Der Konsolenmarkt steht vor einer ernsten Lage, da dieser beispiellose Anstieg der Komponentenpreise potenziell die Rentabilität des gesamten Sektors untergräbt“, so Harding-Rolls. Einer der Kerngründe, warum Sony bereits frühzeitig gegenzusteuern versucht: „Wenn man mit einem Gerät für 1.000 Dollar auf den Markt kommt, fängt man an, seine Zielgruppe erheblich einzuschränken.“ Am Ende gehe es laut Harding-Rolls somit schlicht um die Existenz des klassischen Geschäftsmodells: „Es geht also darum: ‚Wie können wir zu einem angemessenen Preis rentabel auf den Markt gehen? Wie können wir die Skalierung des Konsolenmarktes in der nächsten Generation aufrechterhalten?’“ Disc-Aus soll die PS6 bezahlbar halten Damit die Hardwarepreise für Spieler also nicht völlig durch die Decke gehen, muss Sony das Geld an anderer Stelle wieder reinholen. Und das klassische Disc-Geschäft sei am Ende vor allem eins: ein unnötiger Kostenfresser. „Ich denke, das war abzusehen“, stellte der Analyst klar, und betonte, dass die Verteilung der Einnahmen bei physischen Veröffentlichungen aus Sicht der Plattformbetreiber einfach unrentabel ist: „Der Verkauf physischer Spiele führt dazu, dass mehr Umsatz aus dem Ökosystem von Sony und seinen Publisher-Partnern abfließt – und sie sind es, die die Kosten tragen.“ Fällt die Disc weg, bleibt am Ende deutlich mehr hängen: „Ohne Gebühren für das Pressen der Disc und den Versand bleibt mehr Gewinn für Sony und die Publisher.“ Dass Sony das Disc-Aus ausgerechnet punktgenau auf Anfang 2028 datiert, sei demnach auch keineswegs überraschend. Schließlich gilt der Zeitraum in der Branche auch als wahrscheinlichstes Launch-Fenster für die PS6. So handelt es sich laut Harding-Rolls um eine „Frage des Konsolengenerations-Timings“, da das Unternehmen „es möglicherweise für klug hält, zu Beginn des nächsten Zyklus einen schnittigen Neuanfang zu machen.“ Kurz gesagt: Aus betriebswirtschaftlicher Sicht habe Sony laut Harding-Rolls gar keine andere Wahl, als die Disc abzusägen, um die PS6 zum Start für die breite Käuferschicht bezahlbar zu halten. Ob Sonys Plan am Ende aufgeht und vor allem, welchen Preis man für die Next-Gen-Konsole aufrufen wird, bleibt derweil abzuwarten.

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