DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,05 % 64.280,71 USD 08:19:27 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

PlayStation-Store: 80 bis 85 Prozent Marktanteil - Ex-Sony-Manager erklärt das Disc-Aus und dementiert Preismonopol

Technologie

Sony hat angekündigt, für neue PlayStation-Spiele ab Januar 2028 keine Discs mehr zu produzieren. Damit rückt eine rein digitale Zukunft näher. Darüber sprach Insider Gaming mit Gordon Thornton, der fast 18 Jahre bei Sony Interactive Entertainment tätig war und das Unternehmen 2022 verließ. Thornton verantwortete als Senior Vice President das weltweite Direktgeschäft mit den Kunden. Er baute den PlayStation-Store mit auf und trieb dessen digitale Vertriebswege voran. Unter seiner Führung erreichten der Store und die digitalen Sparten laut Insider Gaming einen globalen Jahresumsatz von 14 Milliarden US-Dollar. Heute arbeitet er als Chief Commercial Officer beim Zahlungsdienstleister ZBD. Marktanteil, Monopolvorwürfe und die Preisfrage Das wichtigste Thema im Interview war Sonys Vorstoß in die digitale Zukunft. Hinsichtlich der Kritik am digitalen Kurs verwies Thornton auf die Marktposition. Der PlayStation-Store halte bei PlayStation-Spielen bereits einen Anteil von 80 bis 85 Prozent. Der klassische Handel konkurriere vor allem in der Startphase eines Spiels, während der Store das Katalogsegment nahezu vollständig beherrsche. Dem Ex-PlayStation-Manager zufolge handelt es sich hierbei um Spiele, die älter als 90 Tage sind. Trotz des Widerstands der Disc-Fans, die mit Petitionen und Boykott-Aufrufen reagieren, hält Thornton den Trend für unumkehrbar. Klassisches Spielen im Wohnzimmer sei in Westeuropa und den USA längst online gewandert. Zudem hätten regelmäßige digitale Angebote und Sonderaktionen dazu geführt, dass Verbraucher auf den richtigen Preis warten. „All dies macht digitale Spiele für Spieler attraktiv, attraktiver noch als die allgemeinen Vorteile physischer Spiele, wie beispielsweise das Teilen von Discs“, glaubt Thornton. Den Vorwurf, Sony betreibe ein Monopol und diktiere die Preise, wies er zurück. Der Store arbeite nach einem Kauf-und-Verkauf-Modell, bei dem der Publisher als Lieferant auftrete und den empfohlenen Verkaufspreis selbst festlege. „Da die unverbindliche Preisempfehlung direkt vom Publisher festgelegt wird, hat Sony keine Kontrolle über diese Preisstrukturen, was den Vorwürfen einseitiger Preisfestlegungen entgegenwirkt“, so Thornton. Warum kosten digitale Spiele nicht weniger als ihre Disc-Pendants? Zur oft gestellten Frage, warum digitale Spiele trotz fehlender Herstellungs- und Vertriebskosten der Discs nicht günstiger sind, erklärte der ehemalige PlayStation-Manager, dass die Branche nicht nach einem Kosten-plus-Modell arbeite. Das heißt, die Preise der Spiele werden nicht basierend auf den Herstellungskosten variabel kalkuliert. Publisher würden stattdessen den Umsatz maximieren, etwa über tragfähige Wertkreisläufe im Spiel selbst. Diese Zusatzeinnahmen sollen die steigenden Entwicklungskosten decken, sodass der Verkaufspreis beständig bleibt, unabhängig davon, ob ein Spiel physisch oder digital verkauft wird. Das heißt, eine effizientere Margenstrategie trägt auch dazu bei, dass Spielepreise weitgehend stabil bleiben. Mehr zum Thema auf PLAY3.DE: Offen ist weiterhin die Frage, wie Sony Interactive Entertainment die berechtigten Sorgen der Spieler um eine langfristige Verfügbarkeit von Spielen ausräumen möchte. Denn während Discs der vollständigen Kontrolle der Spieler unterliegen, sind sie bei digitalen Games an die Verfügbarkeit über die jeweiligen Plattformen angewiesen. Was ist, wenn Sony oder Microsoft den Zugang verwehren? Sei es durch auslaufende Lizenzen, einen Verlust des Accounts oder einen mehrwöchigen Netzwerkausfall?

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