Poker: Steuer-Hammer für WSOP-Gewinner: So viel bleiben von den 10 Mio. Dollar übrig
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Las Vegas – Kaum gewonnen, schon fast wieder zerronnen! Anfang August krönte sich der Amerikaner Lucas Jumalon (22) zum neuen Poker-König. Bei der World Series of Poker in Las Vegas holte er sich den Titel im Main Event, sackte ganz nebenbei unglaubliche 10 Mio. Dollar (8,61 Mio. Euro) ein. Doch von dem fetten Gewinn muss er jetzt ordentlich Kohle an die amerikanische Steuerbehörde abdrücken. Fast 4 Mio. Dollar an Steuern Wie Russell Fox, ein Experte für Bundessteuern bei Clayton Financial and Tax in Las Vegas, in seinem Blog erklärte, müsse Jumalon rund 4 Mio. Dollar an Steuern an den US-Fiskus abdrücken. Der Bundesstaat Washington, wo der Gewinner herkommt, erhebt gemeinsam mit der Bundessteuer Abgaben in Höhe von 39,91 Prozent auf die Titel-Prämie. Damit bleiben rund 6 Mio. Dollar für Jumalon am Ende übrig. Einige Spieler, die am Final-Tisch saßen, mussten allerdings einen deutlich höheren Steuersatz bezahlen. Spitzenreiter in dieser Kategorie: US-Landsmann Jamie Shaevel. Er landete auf dem 7. Platz, bekam dafür 1,5 Mio. Dollar. Weil aber der US-Staat Kalifornien einen höheren Steuersatz auf Glücksspielgewinne verzeichnet, muss er unglaubliche 50,37 Prozent bezahlen. Heißt im Klartext: Die Hälfte des Geldes ist futsch. Kanadische Spieler mussten am wenigsten abdrücken Am wenigsten mussten die beiden kanadischen Spieler Greg Mueller (3. Platz für 3,75 Mio. Dollar) und Rami Hammoud (6. Platz für 1,75 Mio. Dollar) an die Steuerbehörde blechen. Sie kamen mit einem Prozentsatz von rund 29 davon. Für sie hat sich die Auszahlung am Ende zumindest bei den Abzügen am meisten gelohnt. Dennoch bleibt natürlich Jumalon der ganz große Gewinner des Poker-Sommers. Tschüss aus der Wüste Nevadas, rein in den Online-Grind. Nach der WSOP in Las Vegas läuft jetzt die World Series of Poker Online-Edition auf der Poker-Plattform GGPoker. Bis zum 28. September werden 33 Gold-Armbänder vergeben. Die ersten beiden sind allerdings schon weg. Zwei brasilianische Siege gab es direkt zum Auftakt der Serie.