Polarluft-Schock und Temperatursturz und Schnee
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München erwartet Polarluft-Schock: Temperatur stürzt ab – Schnee droht
Von: Klaus-Maria Mehr
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Polarluft erreicht Bayern: In München stürzen die Temperaturen ab, dazu drohen Bodenfrost und Schnee in den Bergen. Die DWD-Prognose.
München – Nach goldenen Oktobertagen steht München und dem gesamten südbayerischen Raum ein drastischer Wetterwechsel bevor. Während sich die Menschen in der bayerischen Landeshauptstadt bis Wochenmitte noch über milde Temperaturen und viel Sonnenschein freuen können, rollt pünktlich ab Donnerstag eine eiskalte Überraschung heran: Ein gewaltiger Polartrog beendet das spätsommerliche Wetter abrupt und bringt Kälte, Dauerregen, Frost und in den Bergen sogar Schnee.
Bis Mittwoch hält die Wärme: Perfektes Herbstwetter in München
Noch zeigt sich der Herbst in der bayerischen Landeshauptstadt von seiner freundlichen Seite. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erreichen die Tageshöchstwerte in München und Südbayern zu Beginn der Woche angenehme 18 bis 23 Grad, stellenweise sind sogar bis zu 25 Grad möglich. Frühherbstlicher Frühnebel lichtet sich zumeist rasch und macht der Sonne Platz.
Auch Merkur.de-Wetterexperte Dominik Jung betont die Ruhe vor dem Sturm: „Noch einmal Sonne satt, noch einmal T-Shirt-Wetter: Bis einschließlich Mittwoch hält sich die ungewöhnliche Wärme über Deutschland.“ Doch dieses Schönwetterfenster schließt sich rapide.
Wetterexperte Dominik Jung warnt: „Herbst kommt mit voller Wucht“
Die Ursache für den bevorstehenden Umschwung liegt weit im Norden. „Über Skandinavien formiert sich ein mächtiger Trog mit eiskalter Polarluft, der sich unaufhaltsam nach Süden schiebt. Das Hoch, das uns wochenlang den goldenen Herbst beschert hat, wird regelrecht zur Seite gedrückt“, erklärt Dominik Jung.
Ab Donnerstag bricht der Spätsommer komplett in sich zusammen. „Dann geht es Schlag auf Schlag. Schon am Donnerstag kommen viele Regionen nur noch auf 11 bis 14 Grad, am Freitag und Samstag sind vielerorts gerade mal 8 bis 12 Grad drin. Wo es länger regnet, bleibt das Thermometer sogar einstellig hängen. Innerhalb von gut 48 Stunden wird es damit um 10 bis 15 Grad kälter“, so der Experte weiter.
DWD-Prognose für München: Temperatursturz und Regen ab Donnerstag – es wird stürmisch
Die Vorhersagen des DWD für Südbayern bestätigen das nasskalte Szenario. In der Nacht zum Donnerstag greift eine Kaltfront von Westen her auf Bayern über. Dichte Wolken und teils kräftiger Regen verdrängen die milde Luft.
Mit dem Eintreffen der Kaltfront frischt der Wind über Südbayern spürbar auf. Der DWD rechnet beim Frontdurchgang ab Donnerstag mit teils stürmischen Böen aus westlichen Richtungen. Dominik Jung weist ausdrücklich auf den spürbaren Windchill-Effekt hin: „Dazu frischt der Wind teils kräftig auf, und gefühlt fühlt sich das eher nach November an als nach Oktober. Wer am Wochenende draußen unterwegs ist, braucht plötzlich wieder Jacke, Schal und Mütze.“
Am Freitag und am Wochenende erreichen die Temperaturen in München kaum noch die 9-Grad-Marke. In Kombination mit böigem Wind fühlt sich das Wetter noch deutlich kälter an. „Wer am Wochenende draußen unterwegs ist, braucht plötzlich wieder Jacke, Schal und Mütze“, warnt Jung.
Schneefallgrenze sinkt auf 800 Meter – Frostgefahr in den Nächten
Besonders markant: In den bayerischen Alpen und höheren Lagen des Alpenvorlands sinkt die Schneefallgrenze auf 800 bis 1000 Meter. „Und dann der Knaller: Oberhalb von etwa 900 bis 1000 Metern kann der Regen in Schnee übergehen. Feldberg, Brocken, Fichtelberg und die Alpen könnten die ersten weißen Flocken der Saison abbekommen“, kündigt Jung an. Zudem prüfen Meteorologen derzeit die Gefahr einer Vb-Wetterlage, die im Alpenraum erhebliche Niederschlagsmengen mit sich bringen könnte.
In den Nächten droht bei Aufklaren akute Frostgefahr: „Reißen die Wolken auf, sacken die Werte auf 1 bis 4 Grad ab, in Mulden und Tälern gibt es verbreitet Bodenfrost. Vor allem zum Wochenende hin müssen Sie morgens mit gefrorenen Wiesen und vereisten Autoscheiben rechnen.“
Was Autofahrer und Gartenbesitzer jetzt tun sollten
Angesichts des bevorstehenden Wintergrußes rät der Wetterexperte zur schnellen Vorbereitung: „Holen Sie empfindliche Kübelpflanzen jetzt rechtzeitig ins Haus und denken Sie langsam an die Winterreifen. Der Herbst kommt nicht leise, er kommt mit voller Wucht.“ Autofahrer in München und dem Umland sollten sich ab Ende der Woche auf rutschige Straßen, Aquaplaning und vereiste Scheiben einstellen.