„Politbarometer“ – 70 Prozent bewerten Merz’ Arbeit als schlecht
Audioplayer wird geladen Anzeige Die AfD kann ihren Vorsprung beim ZDF-„Politbarometer“ weiter ausbauen. In der aktuellen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen legt die Partei einen Prozentpunkt zu und kommt auf 28 Prozent. Die Union liegt weiterhin bei unveränderten 23 Prozent. Es ist mit fünf Prozentpunkten damit der höchste je gemessene Vorsprung der AfD auf die restlichen Parteien im ZDF-„Politbarometer“. In anderen Umfragen ist der Vorsprung noch größer. Anzeige Grüne und Linke verlieren je einen Prozentpunkt und liegen bei 13 beziehungsweise 12 Prozent. Die SPD bleibt bei 12 Prozent. Die FDP würde mit vier Prozent nicht in den Bundestag einziehen. Alle anderen Parteien kommen zusammen auf acht Prozent (+ 1). Die aktuelle schwarz-rote Koalition hätte damit keine Mehrheit. Anzeige Die Politbarometer-Umfrage im Überblick AfD: 28 Prozent (+1) CDU: 23 Prozent (unverändert) Grüne: 13 Prozent (-1) Linke: 12 Prozent (-1) SPD: 12 Prozent (unverändert) FDP: 4 Prozent (unverändert) Sonstige: 8 Prozent (+1) Mehrheit sieht Merz’ Vorgehen kritisch Das Vorgehen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei der Neubesetzung von Spitzenämtern in der Bundesregierung sieht eine Mehrheit der Wahlberechtigten der Umfrage zufolge kritisch. 57 Prozent finden, dass Merz seine Sache bei dem Personalwechsel eher schlecht gemacht hat. Rund ein Fünftel (21 Prozent) urteilt eher positiv. Auch unter Anhängern von CDU/CSU überwiegt mit 43 Prozent leicht die Kritik (eher gut: 39 Prozent). Lesen Sie auch Dass die Arbeit der Bundesregierung durch die personellen Veränderungen eher besser wird, glauben nur 17 Prozent der Befragten. 13 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus, die Mehrheit (61 Prozent) erwartet keine großen Auswirkungen. Gleichzeitig sieht eine Mehrheit der Befragten (55 Prozent) eine Neubesetzung einiger Spitzenämter in der Regierung grundsätzlich positiv. 31 Prozent halten eine Neubesetzung für schlecht. Lesen Sie auch Merz hatte den Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) für einen größeren Umbau in Fraktion, Regierung und Partei genutzt. Es dauerte aber elf Tage, bis er mit der Ernennung neuer Minister den größten Teil am Mittwoch abschließen konnte. Vor allem der Austausch von Verkehrsminister Patrick Schnieder befeuerte Unmut in Merz’ eigener Partei. Generell ist der Umfrage zufolge eine Mehrheit mit der Arbeit der Bundesregierung und des Bundeskanzlers unzufrieden. 68 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Regierung ihre Arbeit eher schlecht macht (eher gut: 28 Prozent). 70 Prozent bezeichnen die Leistungen von Kanzler Merz als eher schlecht (eher gut: 26 Prozent). Für das ZDF-„Politbarometer“ hat die Forschungsgruppe Wahlen vom 28. bis 30. Juli 1.405 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online befragt. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ. rct