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Polizei Berlin: Erneut Schüsse auf Geschäft - Gehört es dem Rapper Samra?

Nation

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Unbekannte haben mehrmals auf ein Geschäft in Steglitz-Zehlendorf geschossen. Einsatzkräfte fanden am frühen Morgen am Tatort in der Osdorfer Straße zudem einen selbstgebauten Spreng- beziehungsweise Brandsatz, wie die Polizei auf der Plattform X mitteilte. Dieser sei nicht explodiert. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Teile der Straße waren am Montagmorgen in beide Richtungen gesperrt. Mittlerweile fließt der Verkehr wieder.

Der betroffene Friseur befindet sich an der Osdorfer Straße Ecke Hildburghauser Straße. Aktuell sind immer noch Kriminaltechniker im Einsatz, um Spuren zu sichern. Der Bereich um den Tatort ist weiterhin abgesperrt. Mindestens zehn Schüsse wurden auf das Geschäft abgefeuert. Mehrere hundert Schülerinnen und Schüler werden wohl am ersten Schultag wegen der Schüsse zu spät gekommen sein. Denn seit etwa 5 Uhr konnten die Busse der Linien 186 und 112 nicht fahren.

Auf den Fotos ist zu sehen, dass der Friseur folgenden Schriftzug trägt: „Hair Salon Cutaleyy - By Samra“. Offensichtlich gehört der Laden dem Berliner Rapper Samra. Die „B.Z.“ schreibt, dass es bereits im März 2022 einen Angriff auf das Geschäft gegeben habe.

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Schüsse in Steglitz: Gewerkschaft der Polizei nimmt Stellung

Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), sagt in einer Stellungnahme: „Es ist jetzt kein Geheimnis, dass das Rapbusiness auch für Protagonisten aus der Organisierten Kriminalität interessant ist und hier mitunter Kontakte gepflegt werden. Losgelöst davon, ob der Laden einem Rapper gehört oder nicht, sehen wir in der letzten Nacht einen weiteren Beleg für die besorgniserregende Entwicklung, dass zur Konfliktlösung oder Durchsetzung eigener Interessen zunehmend zu Schusswaffen und längst sogar zu Brand- und Sprengsätzen gegriffen wird.“

Die Schusswaffengewalt in Berlin hat sich in den vergangenen Jahren drastisch verschärft. Mehr als 600 Ermittlungsverfahren hat die Sondereinheit „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“) beim Landeskriminalamt (LKA) rund neun Monate nach Gründung eingeleitet (Stand: 13. August).

Bei der Staatsanwaltschaft ist die Ermittlungsgruppe „Telum“ (lateinisch für „Angriffswaffe“) für die Verfahren zuständig. Sie wurde in Reaktion auf „Ferrum“ eingerichtet, um die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität (OK) zu verstärken. Die beiden Einheiten arbeiten eng zusammen.

mit dpa/dw

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