Polizei fahndet nach Tatverdächtigem
10:45 Uhr: Union-Fraktionsvize fordert Härte gegen "Klima-Extremismus"
Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Günter Krings, hat ein härteres Vorgehen gegen "Klima-Extremismus" gefordert. Die Anschläge auf das Stromnetz in mehreren Bundesländern hätten "eine terroristische Qualität", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Hier müssen die harten Straftatbestände zum Schutz unserer rechtsstaatlichen und demokratischen Ordnung konsequent zur Anwendung gebracht werden."
Günter Krings
Bildquelle: WDR/Philip Dulian
Zugleich appellierte Krings an Parteien und Zivilgesellschaft: "Es darf nicht der Eindruck entstehen, hier gebe es Sympathien für solche gefährlichen Gewalttaten oder gar eine stillschweigende Billigung", sagte er der Zeitung.
18:14 Uhr: Polizei fahndet öffentlich nach dem Tatverdächtigen
Seit Samstagabend fahndet die Polizei öffentlich nach dem Tatverdächtigen Daniel V. und bittet um Hinweise zum Aufenthaltsort des 48-Jährigen und um solche, die zur Aufklärung der Sabotageakte beitragen können.
Hinweise können rund um die Uhr unter der Rufnummer 0331-505950 oder über das Hinweisportal der Polizei NRW unter nrw.hinweisportal.de weitergegeben werden.
Verdächtiger nach Attacke auf Umspannwerke flüchtig | Aktuelle Stunde
Bildquelle: Polizei Brandenburg
WDR. 2 Min. 57 Sek.. Verfügbar bis 05.09.2028.
16:48 Uhr: Einsatzwagen der Polizei abgerückt
Am Nachmittag sind mehrere Einsatzwagen der Polizei-Hundertschaft vorerst aus Niederzier abgerückt. Einzelne Einsatzkräfte sind jedoch weiterhin vor Ort und setzen die Spurensicherung fort.
15:54 Uhr: Insgesamt zwölf Sprengsätze in Sachsen gefunden
Wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das LKA Sachsen am Samstag mitteilten wurden im Osten von Sachsen insgesamt zwölf Sprengvorrichtungen entdeckt. "Diese sollten Schäden an den elektrischen Hochspannungsleitungen durch einen Kurzschluss herbeiführen", informierten die Sicherheitsbehörden. Die Sprengsätze seien "selbst hergestellt" worden. Spezialisten des Landeskriminalamtes hätten sie entschärft. "Zu einem tatsächlichen Schaden oder Beeinträchtigungen der Stromversorgung kam es nicht. Es besteht keine Gefahrenlage für die Bevölkerung", hieß es.
Fündig wurden die Ermittler im Bereich von Hochspannungstrassen südlich des Umspannwerks Bärwalde nahe Lippen sowie östlich des Umspannwerks Graustein nahe Schleife. Die Orte befinden sich in der Lausitzer Braunkohleregion nahe der Grenze zu Brandenburg. Wegen der Bauweise der Sprengvorrichtungen und weil einer der Fundorte auch in dem bereits kursierenden Bekennerschreiber auftaucht, "wird derzeit eine Verbindung zu den Ermittlungsverfahren in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wegen der dortigen Sabotage an Umspannwerken geprüft", gaben die Ermittler bekannt.
14:19 Uhr: Unterstützung kommt auch aus der Luft
Die Fahndung in Niederzier wird auch aus der Luft unterstützt. Seit dem Mittag ist wieder ein Helikopter der Polizei im Einsatz.
11:42 Uhr: Zahlreiche Polizei-Mannschaftswagen in Niederzier
In Niederzier im Kreis Düren sind zurzeit rund 20 Mannschaftswagen der Polizei unterwegs. Die Beamten sind dort zur Spurensuche und Spurensicherung im Einsatz. Gestern war in dem Gebiet das Fahrzeug des Tatverdächtigen aufgefunden worden. Nach WDR-Informationen hat die Polizei Datenträger aus Wildkameras, die aus dem Hambacher Forst stammen, sichergestellt. Demnach soll nun geprüft werden, ob der gesuchte Daniel V. auf den Aufnahmen zu sehen ist.
Auch über die Zahl der der Abschussvorrichtungen an den Anschlagsorten in NRW gibt es neue Informationen: In Bergheim wurden neun Abschussvorrichtungen gefunden, in Dormagen zwei und in Weisweiler eine.
06:58: Keine Sabotage, sondern "Lostplacer" am Umspannwerk Hamm
An einem stillgelegten Umspannwerk in Hamm gab es am Abend einen größeren Polizeieinsatz. Die Polizei nahm mehrere Menschen zur Befragung mit. Es stellte sich aber heraus, dass es sich um Menschen handelte, die mit dem stillgelegten Werk einen sogenannten "Lost Place" aufsuchen wollten. Mit dem Hubschrauber kontrollierte die Polizei umliegende Einrichtungen der Stromversorgung, konnte aber nichts Verdächtiges finden.
02:08 Uhr: Mutmaßliches Tatfahrzeug abgeschleppt
WDR-Reporter Oliver Köhler berichtet vom Polizei-Einsatz am Hambacher Forst
Bildquelle: WDR / Oliver Köhler
WDR. 1 Min. 10 Sek.. Verfügbar bis 05.09.2028.
Der Lkw des mutmaßlichen Täters wurde abgeschleppt
Bildquelle: WDR / Oliver Köhler
Ein Abschleppdienst hat mit dem Abtransport des Lkw begonnen. Vorher mussten noch Hindernisse aus dem Weg geschafft werden, weil der Parkplatz für den Abschleppwagen unzugänglich war.
23:57 Uhr: Abschleppwagen rückt an
Eine Abschleppfirma bereitet das Fahrzeug des mutmaßlichen Täters zum Abtransport vor
Bildquelle: WDR / Oliver Köhler
Unser Reporter vor Ort berichtet, dass auch der Hubschrauber die verdächtige Person nicht ausfindig machen konnte. Jetzt rückt ein Abschleppwagen auf dem Parkplatz an, auf dem der LKW des mutmaßlichen Täters steht. Das Fahrzeug soll auf ein Sicherstellungsgelände der Polizei gebracht werden, heißt es. Laut der Aussage eines Jägers vor Ort soll das Fahrzeug bereits seit Mittwoch auf dem Parkplatz stehen, berichtet unser Reporter.
23:01 Uhr: Hubschrauber mit Wärmebildkameras über Hambacher Forst
Nachdem die Einsatzkräfte den Wald verlassen haben, soll ein Hubschrauber mit Wärmebildkameras über den Hambacher Forst fliegen, um die verdächtige Person ausfindig zu machen.
22:52 Uhr: Polizei verlässt Hambacher Forst
Die Polizei hat den Hambacher Forst wieder verlassen - ohne den Tatverdächtigen gefunden zu haben. Ob der Einsatz im Forst morgen früh fortgesetzt wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Das Fahrzeug des mutmaßlichen Täters soll noch in der Nacht abgeschleppt werden, auf ein Sicherstellungsgelände der Polizei.
21:47 Uhr: Neue Details zum Einsatz in Hamm
Nach Auskunft der Polizei wurde im Bereich des Umspannwerks ein Auto und eine Manipulation am umgebenden Zaun festgestellt. In der Nähe befindet sich aber auch ein Wetterschacht, der als sogenannter "Lost Place" gilt. Aufgrund der aktuellen Situation wurde das Gelände umstellt und ein Hubschrauber angefordert. Fünf Personen wurden angetroffen, alle kommen nun zur Befragung auf die Polizeiwache. Es ist unklar, ob sie überhaupt zum Umspannwerk oder "nur" zum Wetterschacht wollten. Per Hubschrauber wurden auch weitere Kraft- und Umspannwerke in der Umgebung Hamm kontrolliert, ohne dass weitere Auffälligkeiten festgestellt wurden.
21:28 Uhr: Polizei will Hambacher Forst noch in der Nacht durchsuchen
Unsere Reporter berichten, dass der Polizeieinsatz am Hambacher Forst doch noch nicht beendet wird. Es kommen viele Polizeiwagen an, Beamte gehen in den Wald. Die Polizeiführung hat entschieden, den Wald noch in der Nacht zu durchsuchen.
Polizisten gehen in der Nacht in den Hambacher Forst.
Bildquelle: WDR/Sophia Naim
Unsere Reporterin Sophia Naim hat den Einsatz beobachtet - genauere Informationen gibt es von den Beamten nicht.
WDR-Reporterin Sophia Naim berichtet aus dem Hambacher Forst| Video
Bildquelle: WDR
WDR. 22 Sek.. Verfügbar bis 04.09.2028.
21:14 Uhr: Laut Sachsens Innenminister "unbekannte Sprengvorrichtungen" gefunden
Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) hat bestätigt, dass die Polizei auch in Sachsen "unbekannte Sprengvorrichtungen" entdeckt hat. "Die Polizeikräfte haben in dem noch laufenden Einsatz an zwei Fundorten vier Objekte gesichert und gehen jetzt die Entschärfung an", sagte er auf dpa-Anfrage.
21:03 Uhr: Polizeieinsatz an Umspannwerk bei Hamm
Polizeieinsatz am Umspannwerk
Bildquelle: Fernandez / News4 Video-Line TV
Nach einem Bericht der Ruhrnachrichten und Angaben von Videoagenturen gibt es am Umspannwerk bei Hamm einen größeren Polizeieinsatz, bei dem auch ein Hubschrauber im Einsatz ist. Die Polizei in Hamm bestätigte dem WDR auf Nachfrage einen Polizeieinsatz, äußerte sich aber zunächst nicht weiter zu Details.
20:47 Uhr: LKA sichert Spuren im Lkw
Am Hambacher Forst ist es bald dunkel, doch für die Beamten ist der Arbeitstag noch lange nicht beendet. Mitarbeiter des LKA sichern jetzt Spuren im mutmaßlichen Lkw des Umspannwerk-Saboteurs.
Das LKA sichert die Spuren am mutmaßlichen Lkw des Saboteurs.
Bildquelle: WDR/Sophia Naim
20:19 Uhr: Noch viel Polizei vor Ort, aber Einsatz wird bald beendet
Unsere Reporterin Sophia Naim berichtet aus Niederzier am Hambacher Forst: Noch ist viel Polizei vor Ort. Ein Pressesprecher der Polizei Köln sagt: Der Einsatz wird hier wohl gleich eingestellt, die Fahndung geht aber weiter.
WDR-Reporterin Sophia Naim berichtet vor Ort über die Situation | Video
Bildquelle: WDR
WDR. 44 Sek.. Verfügbar bis 04.09.2028.
Die Polizei vermutet den mutmaßlichen Täter Daniel V. nicht mehr in der Gegend, die Fahndung gehe in der Nacht an anderen Orten weiter. Das SEK war mit Spürhund im Hambacher Forst im Einsatz, konnte aber keine Person finden. Das Fahrzeug werde wahrscheinlich abgeschleppt. Das Landeskriminalamt wird aber noch am Abend Spuren sichern.
20:03 Uhr: Möglicherweise weitere Sabotage-Versuche in Sachsen
Einem Medienbericht zufolge sind am Freitag auch in Sachsen Sprengvorrichtungen nahe Umspannwerken entdeckt worden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, wurden entsprechende Vorrichtungen nahe zweier Anlagen im Landkreis Görlitz gefunden. Die Polizei bestätigte einen größeren Einsatz in der Region, machte zunächst aber keine weiteren Angaben. Der MDR berichtete unterdessen von einer Suchaktion von Einsatzkräften in einem Waldstück bei Schleife im Landkreis Görlitz nahe der Grenze zu Brandenburg. Ob der Einsatz mit den Ermittlungen zu den jüngsten Sabotageakten an Stromleitungen zusammenhängt, ließ die Polizei demnach offen.
19:20 Uhr: Polizei durchsucht Auto und Wald mit Spürhund
Nach Informationen unserer Reporterin vor Ort hat die Polizei das verdächtige Fahrzeug mithilfe eines Spürhunds untersucht. Nun setzen die Beamten mit dem Hund die Suche im angrenzenden Hambacher Forst fort.
Zugriff auf Fahrzeug des mutmaßlichen Umspannwerk-Saboteur | Video
Bildquelle: WDR
WDR. 22 Sek.. Verfügbar bis 04.09.2028.
18:59 Uhr: Pressekonferenz von Reul und Dobrindt - "Hohe Bedrohungslage"
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach bei seinem Besuch in Düsseldorf von einer "hohen Bedrohungslage". Diese Bedrohungen kämen "nicht nur aus einer Richtung", sondern würden aus vielen verschiedenen Richtungen auf uns einwirken, so Dobrindt bei dem gemeinsamen Pressestatement mit NRW-Innenminister Reul. Was Dobrindt und Reul noch gesagt haben: hier die Zusammenfassung und die ganze Pressekonferenz im Video.
Pressekonferenz zur Sabotage an Umspannwerken | Livestream-Mitschnitt
Bildquelle: dpa / Christoph Reichwein
WDR. 25 Min. 33 Sek.. Verfügbar bis 04.09.2028.
Hier unsere Zusammenfassung der Aussagen:
18:47 Uhr: Verdächtiger mutmaßlich zu Fuß unterwegs, sagt Reul
Nach dem SEK-Einsatz in Niederzier im Kreis Düren sagte NRW-Innenminister Reul, der Mann sei jetzt vermutlich zu Fuß unterwegs und werde nicht weit kommen. Ein Spezialeinsatzkommando hatte ein Fahrzeug beim Hambacher Forst gestürmt. Der Mann habe sich aber nicht in dem Wagen befunden. Jetzt werde das Fahrzeug auf Spuren durchsucht.
Dieses Fahrzeug durchsuchten die Einsatzkräfte.
Bildquelle: WDR/Sophia Naim
18:33 Uhr: Reiche betont - "Energieversorgung ist sicher"
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht die Angriffe auf die Energieversorgung in NRW und Brandenburg als Angriffe auf die Einwohner. "Wer auf Stromleitungen zielt, zielt auf die Bürgerinnen und Bürger", sagte sie einer Mitteilung zufolge.
Reiche betonte außerdem: "Die Energieversorgung in Deutschland ist sicher. Es kam zu keinen Ausfällen für einzelne Haushalte. Das zeigt, dass wir mit unseren hohen Sicherheitsstandards ein resilientes System aufgebaut haben."
Die Vorfälle machten laut der Ministerin aber auch deutlich, wie wichtig es sei, die Widerstandsfähigkeit der Energieversorgung zu stärken.
18:10 Uhr: Präzisierung zum SEK-Einsatz
Der Zugriff auf den auffälligen Laster erfolgte im Ort Niederzier im Kreis Düren, nahe des Hambacher Forsts, aber nicht im Wald selbst.
17:52 Uhr: Reul bestätigt Einsatz beim Hambacher Forst
Im Interview mit dem WDR hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) den SEK-Einsatz in der Nähe vom Hambacher Forst noch einmal bestätigt.
17:34 Uhr: Pressekonferenz beendet
Die Pressekonferenz von Reul und Dobrindt ist beendet.
17:33 Uhr: SEK-Zugriff am Hambacher Forst
Es war nur am Ende der PK kurz Thema, aber währenddessen wurde bekannt: Nach WDR-Informationen gab es einen SEK-Zugriff am Hambacher Forst. Demnach näherten sich schwer bewaffnete Männer des Spezialeinsatzkommandos einem auffälligen Laster und stürmten ihn. Doch ohne Erfolg – der gesuchte Tatverdächtige ist nicht da. Der Zugriff erfolgte direkt in der Nähe des bekannten und lange umkämpften Braunkohletagebaus Hambacher Forst zwischen Aachen und Köln in Nordrhein-Westfalen. Ob der Verdächtige hier noch weitere Anschläge geplant hat, ist unklar. Denn er will ja laut Bekennerschreiben genau fossile Energieformen bekämpfen. Dazu gehört Braunkohle.
17:29 Uhr: "Wir müssen mit weiteren Anschlagsszenarien rechnen"
Aus Sicht von Bundesinnenminister Dobrindt muss in Deutschland mit weiteren Anschlagsszenarien gerechnet werden. Er sprach sich auch dafür aus, dass Unternehmen befähigt werden müssten, selbst Drohnen abzuwehren. Daneben müssten die Sicherheitsbehörden sowohl personell als auch technisch gestärkt werden.
17:27 Uhr: Dobrindt: Wir müssen von Klimaaktivisten ausgehen
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) geht davon aus, dass hinter den Anschlägen auf Umspannwerke Klimaaktivisten stecken.
17:24 Uhr: Unklar, ob der Mann alleine gehandelt hat
Laut Innenminister Reul ist unklar, ob der Mann alleine oder gemeinsam mit anderen gehandelt hat. Geprüft werde auch, ob es einen Zusammenhang mit dem Anschlag auf ein Umschlagwerk in Brandenburg gab. Wer wie der oder die Täter kritische Infrastruktur angreife, könne dies mit nichts rechtfertigen. Zugleich räumte Reul ein, dass die kritische Infrastruktur besser geschützt werden müsse.
17:19 Uhr: Sprengstoffverdächtige Stoffe in der Wohnung des 48-Jährigen in Gevelsberg gefunden
Die Polizei fahndet nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) unter Hochdruck nach dem 48-jährigen Mann aus Gevelsberg, der sich in Bekennerschreiben selbst zu Anschlägen auf Umspannwerke bekannt hat. Der Mann ist noch nicht gefunden, in seiner Wohnung entdeckten die Ermittler aber sprengstoffverdächtige Stoffe.
17:15 Uhr: Die Pressekonferenz geht los
Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf Umspannwerke in Dormagen und Bergheim sowie in Jänschwalde (Brandenburg) ist die Polizei in NRW am Freitag zu mehreren Einsätzen ausgerückt. Zuvor waren Schreiben aufgetaucht, in denen sich ein Mann zu den Sabotageaktionen bekannte. Das Haus in Gevelsberg, in dem der mutmaßliche Verfasser gemeldet ist, wurde durchsucht.
Hintergrund: Mehrere Anschläge auf Umspannwerke in Deutschland
Die Polizei hat die Fundstellen markiert.
Bildquelle: Peter Hild
Die ersten Anschläge auf Umspannwerke waren am Dienstag verübt worden, zunächst im brandenburgischen Jänschwalde. Dabei kamen laut Netzbetreiber 50Hertz "selbstgebaute Flugkörper, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln", zum Einsatz. Am Dienstagabend folgte ein Anschlag auf ein Umspannwerk in Bergheim. Auch dort wurden Abschussvorrichtungen für pyrotechnische Gegenstände gefunden. Mit solchen Vorrichtungen wurde in beiden Umspannwerken leitfähiges Material in Leitungen geschossen, was Kurzschlüsse auslöste.