Polizei fasst mutmaßliche Viehdiebe in Brandenburg und Polen
Dieser Ausdruck wurde am 23.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht
Ermittlungsgruppe »Weide« Polizei fasst mutmaßliche Viehdiebe in Brandenburg und Polen
Mehr als 200 Rinder sind im Frühjahr in Brandenburg verschwunden. Nun sitzen zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Sie sollen die Tiere in Transporter verladen und nach Polen gebracht haben.
23.09.2026, 11.33 Uhr
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback!
Nach dem Diebstahl von mehr als 200 Rindern in Brandenburg hat die Polizei zwei mutmaßliche Täter festgenommen. Die beiden Tatverdächtigen seien vor wenigen Tagen in Polen sowie an der Raststätte Berstetal an der A13 in Brandenburg festgenommen worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. Es handelt sich demnach um zwei polnische Männer im Alter von 46 und 41 Jahren. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) wirft ihnen schweren Bandendiebstahl vor.
Die beiden sollen unter anderem für mehrere Fälle von Viehdiebstahl in Brandenburg verantwortlich sein. Sie stehen laut Polizei im Verdacht, im Zeitraum von März bis Mai dieses Jahres die Rinder in Viehtransporter verladen und nach Polen gebracht zu haben. In der Folge seien die Tiere möglicherweise umetikettiert und in Polen neu angemeldet worden. Beide Männer befinden sich den Angaben zufolge nun in Untersuchungshaft.
Enge Zusammenarbeit mit polnischen Behörden
Die Polizei in Brandenburg hatte nach den Viehdiebstählen die Ermittlungsgruppe »Weide« eingerichtet, um die Taten aufzuklären. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) sprach zuletzt von 244 Rindern, die von Weiden und aus Ställen gestohlen wurden. Den Gesamtschaden gab das Innenministerium im Sommer mit etwa 335.000 Euro an.
In der vergangenen Woche konnten Ermittler des Landeskriminalamtes gemeinsam mit polnischen Einsatzkräften mehrere Objekte in der Woiwodschaft Lebus im Westen Polens durchsuchen, wie die Polizei mitteilte . Dabei seien mehrere mutmaßlich gestohlene Rinder sowie zahlreiche Beweismittel fest- und sichergestellt worden. Um die Tiere zu identifizieren, nahmen Amtstierärzte aus Deutschland und Polen Haarproben. Mit den Proben soll ein Abgleich mit deutschen Datenbanken gemacht werden.
»Viehdiebstahl ist kein Kavaliersdelikt, sondern bedeutet mitunter einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden für die Geschädigten«, sagte Polizeipräsident Oliver Stepien. »Dieser Ermittlungserfolg zeigt eindrücklich, wie wichtig eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ist.«
wit/dpa