Polizei Hamburg: Zwei Männer binnen weniger Stunden angeschossen
Innerhalb weniger Stunden sind in Hamburg zwei Männer durch Schüsse verletzt worden. Nach einem Vorfall in Schnelsen in der Nacht zum Sonnabend fiel am Vormittag auch in Steilshoop mindestens ein Schuss. Die Polizei fahndete in beiden Fällen zunächst ohne Erfolg nach den Tätern. Ein Zusammenhang zwischen den Taten ist nach bisherigem Ermittlungsstand unklar. In Steilshoop war es nach Polizeiangaben gegen 11.30 Uhr im Fritz-Flinte-Ring zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Im Verlauf des Streits wurde ein 23-Jähriger angeschossen. Er wurde im Oberschenkel getroffen. Rettungskräfte und ein Notarzt versorgten den Verletzten am Tatort und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand demnach nicht. Anwohner hatten die Polizei alarmiert, nachdem sie Schüsse gehört und zwei flüchtende Männer gesehen hatten. Die Einsatzkräfte leiteten daraufhin eine Großfahndung ein. Laut NDR sperrten Polizisten mit Maschinenpistolen umliegende Straßen ab, mehr als ein Dutzend Streifenwagen waren im Einsatz. Auch der Polizeihubschrauber „Libelle“ unterstützte die Suche aus der Luft. Bereits in der Nacht zum Sonnabend war in Schnelsen ein Mann angeschossen worden. Nach Angaben des NDR war der Mann an einer Haustür in der Straße Burgwedel mit einem anderen Mann in Streit geraten. Daraufhin soll der Täter ihm ins Bein geschossen haben. Der Verletzte kam in ein Krankenhaus; auch in diesem Fall sollen die Verletzungen nicht lebensgefährlich sein. Der Vorfall in Steilshoop löste zudem eine politische Debatte über die Polizeipräsenz im Stadtteil aus. Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Sandro Kappe forderte nach Angaben der „Hamburger Morgenpost“ eine eigene Polizeistation für Steilshoop. Dabei verwies er auf mehrere jüngere Polizeieinsätze in dem Stadtteil, betonte aber zugleich, man dürfe die einzelnen Vorfälle nicht einfach miteinander vermischen.